10.10.2017
Frauen I

„Respekt vor dem Gegner“

Fokussierte Wölfinnen vor dem Rückspiel in der Champions League gegen Atletico Madrid.

Gut ein halbes Jahr ist vergangen, seit zuletzt im AOK Stadion Europas Elite zu Gast gewesen ist. Erstmals seit dem ärgerlichen 0:2 im Viertelfinal-Hinspiel gegen Olympique Lyon im März ertönt die Hymne der UEFA Women’s Champions League im Wohnzimmer der Wölfinnen nun erneut. Dass sie einiges vorhaben in der Königsklasse, das haben die VfL-Frauen im Hinspiel bei Atletico Madrid vergangene Woche schon eindrucksvoll demonstriert. Vor dem entscheidenden zweiten Vergleich am Mittwochabend, 11. Oktober (Anstoß um 17 Uhr), hat die Elf von Stephan Lerch angesichts eines 3:0-Polsters alle Trümpfe in der Hand. Auf der Pressekonferenz am Vorabend gab sich der VfL-Cheftrainer deshalb optimistisch, warnte erneut aber vor der Klasse des spanischen Meisters.

Alles spricht für Grün-Weiß

Dass seine Elf die Aufgabe auf die leichte Schulter nehmen könnte, diese Gefahr sehe er nicht, betonte Lerch gleich zu Beginn. „Da mache ich mir keine Sorgen. Dass der Gegner eine hohe Qualität hat, haben unsere Spielerinnen auf dem Platz gemerkt.“ Speziell im ersten Durchgang habe Atletico sein Team defensiv sehr gefordert und zwar mehr als jeder andere Gegner bislang in dieser Saison. „Es gibt insofern immer noch Dinge, die man noch besser machen kann“, so Lerch, der die Bundesliga mit seiner Mannschaft nicht nur souverän anführt. In bislang sechs Pflichtspielen gab es auch nicht mal ein Gegentor. „Wir haben zuletzt viel Selbstvertrauen getankt und sind sehr zuversichtlich für morgen. Für uns geht es darum, unser Spiel durchbringen und eine Runde weiterzukommen.“     

Jakabfi fällt aus

Verzichten muss der VfL-Chefcoach auf Zsanett Jakabfi, die im Pokalspiel beim 1. FC Union Berlin am Sonntag vorzeitig hatte vom Platz gehen müssen. „Sie hat sich eine Zerrung zugezogen und steht nicht zur Verfügung“, berichtete Lerch, der auf die zuletzt ebenfalls angeschlagene Isabel Kerschowski hingegen zurückgreifen kann. Mit Blick auf das Bundesliga-Topspiel gegen Turbine Potsdam personell zu taktieren, davon halte er aber nichts. „Potsdam spielt überhaupt keine Rolle, darauf nehmen wir keine Rücksicht. Allein schon aus dem nötigen Respekt gegenüber dem Gegner.“

„Eine Ehre, gegen Wolfsburg zu spielen“

Während die Wölfinnen am Mittwoch ihr 43. Europapokalspiel bestreiten, ist Atletico erst zum zweiten Mal in der K.-o.-Phase dabei. Vor zwei Jahren scheiterten die Madrileninnen in der Runde der letzten 32 an Olympique Lyon. Ob er daran glaube, dass sein Team diesmal das Achtelfinale noch erreichen könne, darauf ließ sich der Chefcoach der Spanierinnen nicht so recht ein. „Wir treten hier an, um die Farben unseres Klubs zu vertreten und wollen ein gutes Spiel zeigen. Das Hinspielergebnis spielt dabei keine große Rolle“, ließ Angel Villacampa Carrasco via Dolmetscher wissen. Den Wölfinnen zollte er dennoch großen Respekt: „Wir sind stolz darauf, hier sein zu dürfen. Gegen so ein großes Kaliber wie den VfL Wolfsburg zu spielen, ist uns eine Ehre.“

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