Zsanett Jakabfi guckt dem Ball hinterher.
28.03.2018
Frauen I

Remis reicht aus

VfL-Frauen trennen sich im Viertelfinal-Rückspiel 1:1 von Prag und ziehen ins Halbfinale der Königsklasse ein.

Zsanett Jakabfi guckt dem Ball hinterher.

Die Frauenmannschaft des VfL Wolfsburg hat den Einzug in das Halbfinale der UEFA Women᾽s Champions League perfekt gemacht. Im Rückspiel der Runde der letzten Acht reichte den Wölfinnen durch den klaren Sieg im Viertelfinal-Hinspiel ein 1:1 (0:1) bei SK Slavia Prag. Nachdem die Wolfsburgerinnen in Halbzeit eins durch Petra Divisova in Rückstand gerieten (30. Minute), erzielte Ewa Pajor nach dem Seitenwechsel den Ausgleich, der gleichbedeutend mit dem Endstand war (68.). Im Halbfinale geht es nun gegen die Chelsea Ladies, die sich gegen Montpellier durchsetzten.

Sechs Änderungen

Nach dem 1:0-Sieg gegen Duisburg in der Allianz Frauen-Bundesliga tauschte VfL-Cheftrainer Stephan Lerch seine Startformation ordentlich durch. Insgesamt nahm der 33-Jährige sechs Wechsel vor. Für Claudia Neto, Anna Blässe, Alexandra Popp, Kristine Minde, Pernille Harder und Caroline Hansen begannen diesmal Noelle Maritz, Isabel Kerschowski, Lara Dickenmann, Tessa Wullaert, Zsanett Jakabfi und Ewa Pajor. Trotz der deutlichen Niederlage im Hinspiel setzte Slavia-Coach Pavel Medynsky auch im zweiten Aufeinandertreffen auf dieselbe Elf.

Divisova trifft für Prag

Und die zeigte vor heimischer Kulisse eine deutlich verbesserte Leistung. Vor allem über Divisova tauchte Prag gefährlich vor dem Kasten Almuth Schults auf. Den ersten Annäherungsversuch schoss diese allerdings über das Wolfsburger Tor (12.). Doch auch die diesmal in Blau spielenden Grün-Weißen machten Druck nach vorne, hatten zunächst jedoch nur einige Halbchancen. Bis Wullaert nach 26 Minuten vor dem Slavia-Tor zum Abschluss kam und an Schlussfrau Barbora Votikova scheiterte. Beinahe im Gegenzug machte es Divisova abgeklärter und ließ Schult mit ihrem Versuch auch dank der Unterstützung des Innenpfostens keine Abwehrmöglichkeit (30.).

Jakabfi scheitert an der Latte

Die Wölfinnen ließen sich vom Rückstand allerdings nicht beeindrucken und wären noch vor dem Pausenpfiff fast zum Ausgleich gekommen. Jakabfi ließ mit einer Direktabnahme nach Pajor-Hereingabe aber nur den Querbalken wackeln (37.). Vor dem Seitenwechsel gab es auf beiden Seiten anschließend noch zwei kleinere Gelegenheiten, am Ergebnis änderte sich jedoch sowohl beim Schlenzer von Tereza Szewieczkova (43.) als auch beim Versuch von Nilla Fischer nichts (45.). Somit ging es mit dem knappen Wolfsburger Rückstand in die Halbzeitpause.

Die Wölfinnen beim Champions League Spiel gegen Prag.

Pajor gleicht aus

Mit frischem Schwung kamen die VfL-Frauen dann aus der Kabine. Vor allem Dickenmann machte mit einigen Aktionen auf sich aufmerksam. So konnte Votikova ihren Schuss aus spitzem Winkel noch gerade so zur Ecke abwehren (50.). Wenige Sekunden später setzte Fischer eine Flanke der Schweizerin knapp über den Kasten (51.). Der Druck der Wolfsburgerinnen wurde in der Folge belohnt. Die eingewechselte Popp ließ eine Slavia-Verteidigerin stark aussteigen und spielte im Strafraum auf Pajor, die aus wenigen Metern keine Schwierigkeiten hatte, das 1:1 zu erzielen (68.).

Stolze mit Debüt und Pfostentreffer

Doch die VfL-Frauen wollten den Sieg und machten weiter Tempo. Anna-Lena Stolze, die nach 76 Minuten zu ihrem Pflichtspieldebüt kam, hätte fast einen perfekten Einstand feiern können. Ihr Kopfball klatschte allerdings nur gegen den Pfosten (80.). Zwar versuchte es der VfL auch weiter, in den Schlussminuten sprangen aber keine klaren Chancen mehr heraus, weshalb es letztlich beim 1:1 blieb. Die beiden Halbfinalpartien gegen die Chelsea Ladies finden am 22. April (in London, Anstoß 18 Uhr Ortszeit) und am 29. April (im AOK Stadion, Anstoß 15.30 Uhr) statt.

Halbfinale: „Das ist sehr positiv“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir sind nicht so wie wir uns das vorgestellt haben in das Spiel gekommen und haben vor allem in der Defensive die nötige Aggressivität und Entschlossenheit in den Zweikämpfen vermissen lassen. Prag konnte sich deswegen häufiger gefährlich vor unser Tor spielen. Auch nach vorne konnten wir nicht das Passspiel aufziehen und hatten einige Abspielfehler. Ganz unabhängig davon, wer auf dem Platz steht, können wir das besser. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann besser gemacht, mehr Druck erzeugt und Prag in der eigenen Hälfte festgesetzt. Deswegen war der Ausgleich auch verdient. Uns ist letztlich leider kein Sieg mehr gelungen, wir sind aber eine Runde weiter und das ist sehr positiv.

SK Slavia Prag: Votikova – Chlastakova, Bartovicova, Pincova, Bartonova – Divisova (55. Penickova), Svitkova, Krejcirikova, Jessen (88. Necidova) – Szewieczkova (69. Dedinova) – Kozarova

VfL Wolfsburg: Schult – Maritz, Fischer, Wedemeyer, Kerschowski – Gunnarsdottir (59. Popp), Goeßling (70. Blässe) – Dickenmann, Wullaert – Jakabfi, Pajor (76. Stolze)

Tore: 1:0 Divisova (30.), 1:1 Pajor (68.)

Gelbe Karten: Dedinova / -

Schiedsrichterin: Lina Lehtovaara (Finnland)

Zuschauer: 1.712 am Mittwochabend in der Eden Arena

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