27.11.2019
Männer

Reelle Aussichten

Mit einem Sieg beim PFK Oleksandrija könnte der VfL womöglich schon in die K.-o.-Phase ziehen.

Die zehnte Pflichtspiel-Reise ist die (bisher) mit Abstand weiteste dieser Saison: Gut 1.100 Kilometer hatte der Tross des VfL Wolfsburg vor der Brust, als er sich am Mittwochmittag zum fünften Gruppenspiel in der laufenden Europa-League-Saison in Bewegung setzte. Wenn die Wölfe am Donnerstagabend, 28. November (Anstoß um 18.55 Uhr, live bei DAZN), auswärts beim PFK Oleksandrija antreten, dann wird ihnen fast die Hälfte der Ochsentour sogar noch erspart geblieben sein. Denn da das eigene Stadion in ihrer Heimatstadt den Anforderungen der UEFA nicht genügt, empfangen die Ukrainer ihre Gegner im laufenden Wettbewerb in der schmucken Arena in Lwiw, Austragungsort der EM 2012, und kommen dem VfL damit um rund 860 Kilometer entgegen.

Heimsieg gegen die Skripnik-Elf

Während der PFK erstmals überhaupt in Europa vorstellig wird, steht Grün-Weiß vor seinem 77. Auftritt im Europapokal. Mit der Reise in die Ukraine feiert der VfL gleichwohl eine Premiere, denn noch nie zuvor hatte er in UEFA-Cup, UI-Cup, Europa League oder Champions League ein Team aus diesem Land zugelost bekommen. Seit sich beide Teams Mitte September in der Volkswagen Arena das erste Mal begegneten, hat sich Oleksandrija mächtig gemausert. In den drei folgenden Gruppenspielen konnte sich die zähe Truppe jeweils ein Unentschieden erkämpfen und hat darüber hinaus nur eine von acht Ligapartien verloren. Zuletzt gab es einen 1:0-Heimerfolg über das vom Ex-Bremer Viktor Skripnik trainierte Sorja Luhansk. Demgegenüber haben sich auch die Wölfe zuletzt – nach zuvor schwierigen Wochen – frischen Rückenwind geholt und kommen mit der Empfehlung eines cleveren Auswärtssieges im Kerngeschäft beim Europa-League-Starter Eintracht Frankfurt.

Erneut ein halber Matchball

Teil des vorherigen Negativlaufs war auf grün-weißer Seite auch die erste Niederlage im Wettbewerb gewesen, nämlich die reichlich unnötige 1:3-Heimpleite gegen die KAA Gent. Ebenso wie im Vorfeld jenes Heimspiels würde auch jetzt ein Dreier zwar nicht automatisch die Qualifikation für die K.-o.-Phase nach sich ziehen. Nichtsdestotrotz bedeutet dieses vorletzte Spiel in der Gruppe I für den VfL eine gewaltige Chance: Gewinnen die zweitplatzierten Wölfe beim noch sieglosen PFK Oleksandrija, der seinerseits mit einem Sieg vorbeiziehen kann, und schlägt gleichzeitig im Parallelspiel die AS St. Etienne nicht die KAA Gent, dann ist der Startplatz für die Zwischenrunde vorzeitig sicher, und der VfL Wolfsburg überwintert zum fünften Mal in seiner Vereinsgeschichte im Europapokal.

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