Kevin Mbabu spielt den Ball im Zweikampf.
18.12.2019
Männer

Rassige Punkteteilung

Wölfe kommen nach unnötigem Rückstand gegen Schalke zurück und erkämpfen noch ein 1:1.

Kevin Mbabu spielt den Ball im Zweikampf.

Der VfL Wolfsburg hat im letzten Heimspiel des Jahres unentschieden gespielt. Gegen Schalke 04 erreichte die Elf von Cheftrainer Oliver Glasner am Mittwochabend ein 1:1 (0:0). Nach haushoher Überlegenheit der Grün-Weißen in Durchgang eins ging nach dem Wechsel Schalke durch Ozan Kabak in Front (50.), doch rettete mit seinem ersten Tor für die Wölfe Kevin Mbabu in der Schlussphase zumindest einen Punkt (82.). In der Tabelle blieb der VfL auf Rang acht. Ehe es in die Winterpause geht, ist Grün-Weiß am kommenden Samstag, 21. Dezember (Anstoß um 15.30 Uhr), noch ein letztes Mal im Einsatz, wenn es beim Rekordmeister FC Bayern München gastiert.

Tisserand verdrängt Knoche

Auf den verletzten Admir Mehmedi musste Glasner verzichten. Wieder zur Verfügung stand dem Cheftrainer dafür Marcel Tisserand, der nach abgebrummter Sperre auch direkt anstelle Robin Knoches in der Startformation stand. Die einzige weitere Änderung: Statt Renato Steffen begann Josip Brekalo. Ansonsten spielte jenes Team, das Gladbach von der Spitze gestoßen hatte. Schalke 04, zuletzt mit 1:0 Eintracht Frankfurt überlegen, hatte vier Neue auf dem Platz: Markus Schubert anstelle des rotgesperrten Stammkeepers Alexander Nübel sowie Juan Miranda, Guido Burgstaller und Fabian Reese, die Rabbi Matondo, Weston McKennie und Benito Raman ersetzten. 

Äußerst flotter Beginn

Müde Beine angesichts der achten englischen Woche der Saison merkte man dem VfL keineswegs an. Grün-Weiß lief vielmehr auf der Stelle hoch an und ließ Schalke bereits in der Anfangsphase nicht zur Ruhe kommen. Noch in der ersten Minute gelang Wout Weghorst beinahe ein Prachtstart, als er eine Maßflanke Mbabus serviert bekam. Ebenfalls zu Abschlüssen kamen im nächsten Angriff Joao Victor und Maximilian Arnold (3.), ehe Josuha Guilavogui aus der Distanz abzog (8.) und dann wiederum John Brooks nach einer Ecke beinahe zur Stelle war (13.). Es machte Spaß, beiden Mannschaften zuzuschauen, da nicht nur die Wölfe mächtig aufs Gas drückten, sondern genauso Schalke mit seinen scharfen Kontern Ambitionen aufzeigte. Gerade hatte Brekalo die Führung verpasst (15.), da zwang Reese auf der anderen Seite Koen Casteels zu einer Glanztat (16.). Drei Minuten danach lief plötzlich Burgstaller allein aufs VfL-Tor zu, verpasste aber den richtigen Moment für einen Abschluss (19.). Die grün-weiße Antwort: ein Kopfball Tisserands, der haarscharf am Giebel vorbeistrich (21.).

Marcel Tisserand und Joshua Guilavogui im Zweikampf mit einem Gegenspieler.

Alles außer Tore

Schon bis hierhin hatte das Tempo der Wölfe beeindruckt, doch die Glasner-Elf legte sogar noch zu. Binnen einer Minute scheiterten erst Arnold (33.) und im Anschluss an die nachfolgende Ecke auch Tisserand am bärenstark parierenden Schubert. Suat Serdar schlenzte zwar ebenfalls nur knapp vorbei (37.), doch war von Königsblau offensiv nun kaum mehr etwas zu sehen, da die Gäste alle Hände voll zu tun hatten, der grün-weißen Angriffe Herr zu werden. Victor kam dem mehr als überfälligen 1:0 schließlich am nächsten; seinem trockenen Linksschuss stand nur noch der Pfosten im Weg (38.). Als der Brasilianer zwei Minuten später nach Doppelpass mit Brekalo aus spitzem Winkel erneut verpasst hatte, war nicht nur die gefühlte Überlegenheit der Wölfe erdrückend. Doch 18:4 Torschüsse sowie 9:3 Ecken änderten nichts daran, dass es zur Pause 0:0 stand.

Plötzlich führen die Anderen 

So anspruchsvoll sich die Gün-Weißen etliche Chancen bis dato herausgespielt hatten, so simpel dann die Art und Weise, wie der Ball tatsächlich ins Netz fiel. Allerdings ins verkehrte: Kabak stocherte die Kugel nach einer Ecke im zweiten Versuch über die Linie (50.). Um ein Haar kam es für die Wölfe noch dicker, denn wenig später kam Burgstaller sehr aussichtsreich zum Schuss, drosch aus sechs Metern allerdings drüber (58.). Dieser gemeine Rückstand veränderte das Spiel. Schalke zog das Abwehrnetz noch enger, drohte zugleich immer mit dem vorentscheidenden Konter. Derweil fiel es den Wölfen merklich schwerer, die Offensivmaschine weiter zu befeuern. Zumal der Keeper der Gäste eine Ausnahmeleistung zeigte: Als nach einer feinen Kombination Brekalo zehn Meter vor ihm aus vollem Lauf abzog, konnte Schubert den Ball mit einer Teufelstat noch kassieren (63.). Doch die Grün-Weißen, sie blieben beharrlich – und bekamen es letztlich doch hin, sich für all Aufwand zumindest zum Teil zu belohnen: Ebenfalls nach einer Ecke stand Mbabu goldrichtig, drosch die Kugel aus kurzer Distanz in die Maschen und sicherte mit seinem ersten Tor für die Wölfe im letzten Heimspiel des Jahres wenigstens einen Punkt (81.).

Unglück am Rande des Spiels

Überschattet wurde die Begegnung von einem traurigen Ereignis, dessen Kunde sich im Laufe der Partie im Stadion ausbreitete. Auf dem Weg in die Volkswagen Arena verunglückte ein männlicher Schalke-Fan und verstarb später im Krankenhaus. Die Gedanken aller Grün-Weißen sind bei den Schalkern und der Familie des Opfers. 

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Tisserand, Brooks, Roussillon – Guilavogui, Schlager, Arnold – Brekalo (65. Steffen), Victor (88. Ginczek), Weghorst 

Schalke 04: Schubert – Kenny (90.+3 Becker), Kabak, Oczipka, Miranda – Mascarell, Caligiuri, S. Serdar, Harit (81. Boujellab) – Reese (70. Raman), Burgstaller 

Tor: 0:1 Kabak (50.), 1:1 Mbabu (81.)

Gelbe Karten: Tisserand / Burgstaller

Zuschauer: 24.651 am Mittwochabend in der Volkswagen Arena

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)

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