10.08.2019
Akademie

Punktverlust in der Nachspielzeit

U23-Wölfe spielen 3:3-Unentschieden gegen die U21 des Hamburger SV.

Die U23 des VfL Wolfsburg hat am vierten Spieltag der Regionalliga Nord die ersten Punkte aus der Hand gegeben. Die Jungwölfe spielten gegen die U21 des Hamburger SV 3:3 (2:0)-Unentschieden. Die beiden Profi-Leihgaben John Yeboah und Ismail Azzaoui brachten den VfL in Führung (19. Minute, 23.) Nach dem Seitenwechsel kam der HSV durch Josha Vagnoman zum 1:2-Anschlusstreffer (63.), worauf Yannik Möker postwendend antwortete und mit dem 3:1 wieder den alten Abstand herstellte (65.). Das zweite Gäste-Tor durch Tobias Fagerström zum 2:3 sorgte noch einmal für Spannung (77.). Mit viel Einsatz und Leidenschaft kämpfte der VfL um den Sieg. Am Ende war es die letzte Aktion des Spiels, die den Dreier kostete. HSV-Schlussmann Joshua Wehking köpfte in der Nachspielzeit einen Eckball zum 3:3-Endstand ins Tor. Am kommenden Freitag, 16. August (19 Uhr) gastieren die Grün-Weißen dann beim SV Werder Bremen.

Azzaoui und Edwards rücken in Startelf

VfL-Trainer Rüdiger Ziehl änderte seine Startformation im Vergleich zum 3:0-Erfolg beim VfB Oldenburg auf zwei Positionen. Profi-Leihgabe Azzaoui und Michael Edwards rückten für Julian Justvan und Anton Stach in die Startelf. Bei den Gästen stand mit Joshua Wehking für Kevin Harr ein neuer Keeper im Tor. Außerdem schickte Coach Hannes Drews nach dem 6:0-Sieg gegen Holstein Kiel II Khaled Mohssen für HSV-Profi Tatsuya Ito von Beginn an aufs Feld.

Yeboah trifft zur Führung

Die Partie startete vor über 500 Zuschauern verhalten. Beide Teams zeigten zu Beginn nur wenig Aktionen nach vorn, ehe Yannik Möker mit einem Weitschuss und VfL-Kapitän Julian Klamt mit einem satten Nachschuss auf Höhe des Elfmeterpunktes für erste gute Möglichkeiten sorgten (8.). Bei den torgefährlichen Gästen, die in ihren ersten zwei Partien elf Treffer erzielten, sorgte Lukas Finn Pinckert für die bis dahin beste Chance des Spiels. Der HSV-Youngster setzte sich auf der rechten Außenbahn gegen Edwards durch und scheiterte freistehend vor VfL-Keeper Niklas Klinger (16.). Die folgende Ecke brachte keine erneute Gefahr für das Gehäuse der Jungwölfe – und die Ziehl-Elf antwortete prompt. Eine schöne Kombination sorgte für den 1:0-Führungstreffer. Möker leitete diesen von links mit einem sauberen Pass zu Azzaoui ein. Der 21-Jährige spielte den Ball in den Lauf von Yeboah, der wiederum sehenswert HSV-Keeper Wehking überwand und den ersten Treffer des Tages erzielte (19.). Einmal auf den Geschmack gekommen, zappelte der Ball wenige Minuten später erneut im Netz der Hanseaten. Eben noch Vorbereiter, knipste Azzaoui nun selbst. John Iredale brachte den Offensivmann in Position, der von rechts mit einem schönen Heber das 2:0 für den VfL erzielte (23.). Während Gäste-Coach Drews bedient war, hatte sein Gegenüber Ziehl allen Grund zur Freude. Dessen im Vorfeld geforderte mannschaftliche Geschlossenheit, setzte sein Team um und belohnte sich mit der verdienten Führung . Die Partie wurde nun kampfbetonter, der HSV prüfte Klinger fast nur noch mit Abschlüssen aus der zweiten Reihe, so dass es mit dem 2:0 in die Pause ging.

Turbulente zweite Halbzeit

Beide Teams kamen nach der Halbzeit unverändert aus der Kabine. Kurz nach Wiederanpfiff mussten die Hamburger verletzungsbedingt wechseln. Für den angeschlagenen Ogechika Heil kam Herdi Bukusu in die Partie (52.). Kurz darauf wechselte auch Ziehl. Für den starken Azzaoui brachte er Justvan (57.). Der VfL zeigte ein paar schöne Spielzüge, ohne aber gefährlich vors HSV-Tor zu kommen. Auch die Gäste bemühten sich und waren schließlich erfolgreich. Vagnoman leitete mit einem gewonnenen Zweikampf seinen Treffer selbst ein, setzte sich im Laufduell gegen Tim Siersleben durch und nagelte den Ball oben rechts in die VfL-Maschen (63.). Doch wie schon in Halbzeit eins reagierten die Jungwölfe sofort. Nach einem Ballverlust der Gäste, schaltete Möker am schnellsten und schickte den eingewechselten Justvan die Seitenlinie lang. Der wiederrum passte auf Möker zurück, der sich durchsetzte und HSV-Keeper Wehking zum 3:1 tunnelte (65.). Wer meinte, die Begegnung sei jetzt entschieden, sah sich getäuscht. Mit einem spektakulären Fallrückzieher brachte Fagerström seine Farben noch einmal zum 2:3 ran (77.). Plötzlich wackelten die Jungwölfe und zeigten Schwächen in der Defensivarbeit. Tief durchatmen mussten die Hausherren nach einer Ecke des HSV. Doch Torwart Klinger kratzte den Kopfball von der Linie. Bei der letzten Aktion musste sich der U23-Keeper jedoch geschlagen geben. Erneut sorgte ein Eckball für Unruhe in der VfL-Abwehr, die HSV-Torwart Wehking für sich nutzte und den Ball in der Nachspielzeit zum 3:3-Unentschieden über die Linie drückte (90.+3). Am Ende war die Enttäuschung bei den Grün-Weißen groß, die trotz dreimaliger Führung zum ersten Mal in dieser Saison Punkte liegen ließen.

„Ausgleich ist sehr, sehr bitter“

VfL-Trainer Rüdiger Ziehl: Wir haben ein sehr gutes Regionalligaspiel gesehen. Die Idee, im Ballbesitz mit einer Raute zu spielen, hat sehr gut funktioniert. Gerade in den ersten 25 Minuten haben wir beim Spielaufbau mutig durchs Zentrum gespielt. Da fehlte etwas die Zielstrebigkeit, aber insgesamt haben die Spieler das prima umgesetzt, sodass wir mit einer verdienten 2:0-Führung in die Pause gegangen sind. In der zweiten Halbzeit hatten wir einen ähnlich guten Start, der HSV kam mit mehr Willen, um die Partie zu drehen und schaffte schließlich den Anschluss. Mit dem 3:1 haben wir aber eine gute Reaktion gezeigt. Das Ergebnis müssen wir in den letzten zehn Minuten besser verteidigen und verpassen dann, den Deckel drauf zu machen. Es ist sehr, sehr bitter, den Ausgleich in der Nachspielzeit zu kassieren, weil es die Mannschaft vorher wirklich gut gemacht. Es gibt wenig an der Leistung auszusetzen, deswegen tut es weh, dass der HSV hier noch einen Punkt entführen konnte.

VfL Wolfsburg: Klinger – Klamt, Rizzi, Siersleben – Hamadi, Azzaoui (57. Justvan), Edwards, Möker, Horn – Iredale (74. Karamoko), Yeboah (83. Stach)

Hamburger SV U21: Wehking – David, Pinckert, Storb – Haut, Fagerström, Heil (52. Bukusu), Vagnoman, Giese – Mohssen, Geißen

Gelbe Karte: - / Storb

Tore: 1:0 Yeboah (19.), 2:0 Azzaoui (23.), 2:1 Vagnoman (63.), 3:1 Möker (65.), 3:2 Fagerström (77.), 3:3 Wehking (90.+3)

Zuschauer: 513 am Samstagnachmittag im AOK Stadion

Schiedsrichter: Max Rosenthal (Bad Schwartau)


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