01.09.2021
Frauen

Ordentliche Basis

Die VfL-Frauen siegen im UWCL-Qualifikations-Hinspiel mit 3:2 gegen Bordeaux.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs wird es in der UEFA Women’s Champions League eine Gruppenphase geben – und die Chancen stehen gut, dass die Frauen des VfL Wolfsburg bei dieser Premiere mit von der Partie sein werden: Der zweimalige Titelträger setzte sich im Hinspiel der 2. Qualifikationsrunde vor 637 Zuschauern im AOK Stadion mit 3:2 (2:1) gegen den FC Girondins de Bordeaux durch. Die Treffer im Duell mit den Französinnen, die sich als Drittplatzierte der Division 1 Feminine erstmals für die UCWL qualifiziert hatten, erzielten Ewa Pajor, Jill Roord und Dominique Janssen. Für Bordeaux trafen Katja Snoeijs und Mickaella Cardia. Das entscheidende Rückspiel findet am kommenden Mittwoch, 8. September (Anstoß um 19 Uhr/live auf SPORT1 und Wölfe TV), im Stade Jean Antoine Moueix in Libourne statt. Zuvor sind die Wölfinnen in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga gefordert: Am kommenden Samstag, 4. September (Anstoß um 16 Uhr/live auf Magenta Sport) geht es beim SV Werder Bremen um Punkte. 

Weiß debütiert

Auf allzu viele Umstellungen im Vergleich zum mit 3:0 gewonnenen Liga-Auftakt gegen den 1. FFC Turbine Potsdam verzichtete VfL-Cheftrainer Tommy Stroot. Eine Veränderung im Tor war allerdings verletzungsbedingt nötig: Für Katarzyna Kiedrzynek (Fingerverletzung im Abschlusstraining) rückte die erst vor knapp zwei Wochen verpflichtete Lisa Weiß zwischen die Pfosten. Ihr dritter Champions-League-Einsatz nach zuvor zwei Partien für Olympique Lyon in der Saison 2018/2019. Außerdem stand Pia-Sophie Wolter statt Rebecka Blomqvist in der Startformation.

Spielverlauf

Nach fünf Minuten standen bereits zwei Chancen für die Wölfinnen auf dem Zettel – und beide entstanden durch erzwungene Fehler der Gäste. Die Marschroute der VfL-Frauen war erkennbar: von Beginn an Kontrolle und Dominanz ausüben. Bordeaux meldete sich mit Torchancen durch Snoeijs und Ines Jaurena im Spiel an, für Weiß gute Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Aber auch ein deutliches Zeichen, dass Stroot im Vorfeld nicht grundlos auf das starke Umschaltspiel der Französinnen hinwies. Es folgte die spektakulärste Phase der Partie mit drei Toren innerhalb von sieben Minuten. Nach und nach gelang es Grün-Weiß, die Partie wieder zu beruhigen. In der 36. Minute hatte Tabea Waßmuth nach einem Solo von Svenja Huth das 3:1 auf dem Fuß. Kurz vor dem Seitenwechsel musste Girondins-Trainer Patrice Lair verletzungsbedingt wechseln: Melissa Herrera musste vom Feld getragen werden. Die erste gefährliche Torszene im zweiten Abschnitt ging auf das Konto der Gäste: Claire Lavogez zielte bei einem 18-Meter-Freistoß nur knapp drüber. Für kurzzeitige Beruhigung im Lager der Gastgeberinnen sorgte dann Janssen mit ihrem 3:1. Aber eben auch nur kurzfristig, da Cardia den alten Abstand wiederherstellte. Die Gäste blieben bissig, blieben unangenehm. Und die VfL-Frauen hatten nun Respekt vor den schnellen Gegenzügen, wollten nicht ins offene Messer laufen. So blieb es letztlich beim knappen Sieg. Keine perfekte, keine komfortable, wohl aber eine gute Ausgangsposition, um das Erreichen der UWCL-Gruppenphase in einer Woche klarzumachen.

Tore

1:0 Pajor (13. Minute): Ein langer Ball von Lena Oberdorf findet den Kopf von Wolter, die für Pajor im Zentrum auflegt. Die Torjägerin lässt sich nicht zweimal bitten und köpft zur Führung ein.

1:1 Snoeijs (14. Minute): Die Antwort der Französinnen erfolgt schnell und erwischt die Wölfinnen kalt. Herrera setzt sich auf der rechten Seite durch und bedient die im Zentrum mitgelaufene Snoeijis. Oberdorf kommt einen Schritt zu spät, sodass die Niederländerin zum Ausgleich einschieben kann.

2:1 Roord (19. Minute): Ein fast schon abgewehrter Angriff der Grün-Weißen, die aber nachsetzen und sich die zweite Chance verdienen. Zuletzt stochert Pajor dazwischen und legt so für Roord auf, die mit einem satten Linksschuss einnetzt.

3:1 Janssen (59. Minute): Nach einem Foul der eingewechselten Cardia an Wolter auf der linken Seite gibt es Freistoß. Der Ball von Huth findet Kapitänin Janssen, die im Zentrum frei zum Kopfball hochsteigen kann und trifft. 

3:2 Cardia (70. Minute): Da ist es wieder, das schnelle Umschaltspiel des FC Girondins de Bordeaux, vor dem Stroot gewarnt hatte. Nach einem leichten Fehler im Spielaufbau der Wölfinnen geht die Post ab und Cardia lässt Weiß keine Abwehrmöglichkeit.

Trainerstimme

Tommy Stroot: Über allem steht heute der Sieg. Wir haben einen kleinen Vorteil im Rückspiel. Das ist für uns generell wichtig, auch um im Rhythmus zu bleiben. Wir wussten, dass uns heute ein unangenehmer Gegner erwartet – das hat man dann auf dem Platz auch gesehen. Es war ein erwachsener Gegner, der seine Qualitäten gut ausgespielt hat. In der zweiten Halbzeit gab es mehr Möglichkeiten für uns, besser ins Spiel zu kommen. Stattdessen haben wir aber weniger Fußball gespielt und uns Bordeaux angepasst. Aber in der Phase, in der wir uns gerade befinden, wird es immer mal wieder Spiele geben, in denen das passiert. Es ist insgesamt ein verdienter Sieg, der uns mit einem Vorsprung ins Rückspiel gehen lässt. Aber nun bereiten wir uns erst einmal auf die Partie in Bremen vor.

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Weiß – Hendrich, Oberdorf, Janssen, Wedemeyer (76. Doorsoun) – Lattwein – Waßmuth (62. Blomqvist), Huth (83. Starke), Roord (62. Knaak), Wolter – Pajor

Ersatz: Kassen (Tor), Blässe, Svava, van de Sanden, Doorsoun

FC Girondins de Bordeaux: Moorhouse – Lardez, Berkely, Gilles, Perisset – Jaurena (65. Folkertsma), Bilbault, Lavogez – Herrera (41. Cardia), Garbino (52. Palis), Snoeijs (65. Gudmundsdottir)  

Ersatz: Chavas (Tor), Gudmundsdottir, Gomes, Perea, Culver, Dufour, Haelewyn

Tore: 1:0 Pajor (13.), 1:1 Snoeijs (14.), 2:1 Roord (19.), 3:1 Janssen (59.), 3:2 Cardia (70.)

Gelbe Karten: Lattwein, Wedemeyer / Garbino, Palis

Schiedsrichterin: Lorraine Watson (Schottland)

Zuschauende: 637 am Mittwochabend im AOK Stadion

Die komplette Partie Re-LIVE

Wölfe TV: Tore und Highlights


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