02.05.2019
Frauen

Ohne Gegentor zum Triumph

Die VfL-Frauen blicken auf eine perfekte DFB-Pokal-Saison zurück.

Mit dem 1:0-Erfolg im Finale gegen den SC Freiburg realisierten die Frauen des VfL Wolfsburg bereits ihren sechsten DFB-Pokalgewinn. In einem Punkt sorgten die erfolgsverwöhnten Wölfinnen allerdings für ein Novum: Ohne Gegentor sicherte sich das Team von Cheftrainer Stephan Lerch den begehrten Cup, der seit 2015 sein festes Zuhause in Wolfsburg zu haben scheint. Darüber hinaus haben die Wölfinnen die Bestmarke des 1. FFC Frankfurt eingestellt: Fünf Titel in Folge gelangen bislang nur dem Rekordchampion vom Main. In der nächsten Saison könnte also der nächste Eintrag in die Geschichtsbücher fällig werden. Schon jetzt sind 25 in Folge gewonnene Pokalspiele eine eindrucksvolle Bilanz. Weniger rekordverdächtig ist hingegen die Besucherresonanz: Mit 17.048 Zuschauern wurde die Bestmarke von 26.282 aus dem Jahr 2010 einmal mehr klar verfehlt. Dafür sahen 1,75 Millionen Frauenfußball-Fans an den Bildschirmen zu, der Marktanteil der ARD-Übertragung betrug ordentliche 10,4 Prozent.

Schult sicherte die Null

Der Abpfiff im Kölner RheinEnergieSTADION lag schon mehr als eine Stunde zurück, als Siegertrainer Lerch auf dem Podium der Pressekonferenz Platz nahm. Seine Schützlinge feierten zu diesem Zeitpunkt bereits ausgelassen in der Kabine. Die Gefahr, dass die Pressekonferenz von jubelnden Spielerinnen „gesprengt“ werden würde, bestand also nicht. Allein Almuth Schult schaute zur Überraschung der anwesenden Journalisten vorbei, als ihr Trainer zufälligerweise gerade eine Frage zur Leistung der Torhüterin beantworten musste. Das Statement fiel wenig überraschend, nämlich lobend aus. Mit einigen herausragenden Paraden sicherte die Nationaltorfrau ihrem Team in der ersten Halbzeit die Null. Und eine perfekte DFB-Pokal-Saison: „Natürlich steht der Pokalgewinn im Vordergrund, aber ich freue mich über diesen Rekord. In einem Wettbewerb komplett ohne Gegentor zu bleiben, kommt ja nicht allzu häufig vor“, so Schult, die die Lorbeeren nicht exklusiv für sich reklamierte. In den ersten beiden Runden stand Mary Earps zwischen den Pfosten.

Grün-weißer Korso

Während der Fahrt von Köln-Müngersdorf zurück ins Hotel wurde der grün-weiße Mannschaftsbus dann zur rollenden Partyzone: Zusammen mit den Begleitfahrzeugen weiterer VfL-Mitarbeiter bildete sich ein kleiner Korso, der laut hupend durch die Domstadt rollte. Lange Ampelphasen wurden mit einem spontanen „Außeneinsatz“ überbrückt. Anschließend folgte das übliche Bankett, das VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher mit einer Ansprache eröffnete: „Der VfL Wolfsburg, die Stadt Wolfsburg und Volkswagen sind stolz auf euch“, betonte Dr. Schumacher, der das Finale ebenso live vor Ort verfolgt hatte wie seine Geschäftsführer-Kollegen Michael Meeske und Jörg Schmadtke. Im Anschluss verlagerten sich die Feierlichkeiten dann in die benachbarte Kölner City. Wohlgemerkt nicht bis in die frühen Morgenstunden – mit Blick auf das bevorstehende Saisonfinale in der Allianz Frauen-Bundesliga zeigten sich die Wölfinnen auch beim Feiern professionell. Aber der DFB-Pokalsieg soll ja auch nicht der letzte Feieranlass in diesen Tagen gewesen sein…

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