Fans

Offene Worte und neue Energie

Pirmin Schwegler und Tobias Strobl stellten sich am Mittwochabend den Fragen der Fans.

Unter hochsommerlichen Temperaturen fand am Mittwochabend auf der Gegengerade der Volkswagen Arena das Fantreffen mit dem neuen Cheftrainer statt. Neben dem bereits angekündigten Tobias Strobl war auch Sportdirektor Pirmin Schwegler mit von der Partie. Bei dem lockeren Austausch gab es nicht nur heiße Fragen aus dem Publikum, sondern zum Glück auch reichlich Getränke zum Abkühlen.

„Wollen nicht nur fußballerisch etwas aufbauen“

Rund 350 Fans und Mitarbeitende des VfL, von denen etliche verschiedenste Trikots oder normale Alltagskleidung trugen, hatten sich auf den Sitzplätzen der Gegengerade sowie auf der Promenade der Volkswagen Arena versammelt, um an der offenen Gesprächsrunde teilzunehmen. Knapp anderthalb Stunden stellten sich Schwegler und Strobl den Fragen der Fans. Dabei ging es sowohl um die aktuelle Vorbereitung und die neu zusammengestellte Mannschaft als auch um den Abstieg aus der Bundesliga und die daraus folgende Verantwortung für die kommende Saison. Strobl, der von sich selbst sagte, gut in Wolfsburg angekommen zu sein, erklärte: „Die Fans tragen den Abstieg und die vergangenen Jahre in sich. Viele Neuzugänge und auch ich haben diese Erlebnisse nicht selbst mitgemacht  – darin liegt auch eine Chance für einen Neuanfang.“

Auch auf die Identität des Vereins und den Zusammenhalt zwischen Fans und Team ging er ein: „Wir müssen uns mit euch identifizieren – zu hundert Prozent. Und gleichzeitig müsst ihr auch dazu bereit sein, uns offen gegenüber zu sein“, stellte der Coach heraus. Denn nicht nur für ihn war klar: „Wir wollen hier nicht nur fußballerisch etwas aufbauen, sondern wieder eine Kultur des Miteinanders und des Füreinanders schaffen.“

Einblicke in die Kaderplanung

Neben dem Heimspielerlebnis in der Volkswagen Arena war auch die kommende Saison in der 2. Bundesliga und die damit verbundenen Nachbarschaftsduelle Teil der Diskussion zwischen Fans, Trainer und Sportdirektor. Schwegler stellte dabei heraus: „Wir werden nicht akzeptieren, wenn Menschen meinen, uns und unseren Standort schlecht zu reden. Vielleicht sind wir ein bisschen kleiner, aber das heißt nicht, dass wir nicht die gleiche Leidenschaft haben.“ 

Auch mit Blick auf die Nachwuchsförderung setzte der Sportdirektor ein klares Zeichen: „Unser Ziel ist es, die U23 wieder einzuführen. Im besten Fall schon zur Saison 2027/2028. Zur Kaderplanung gab der Sportdirektor ebenfalls Einblicke und betonte mit Blick auf die Charakterfrage: „Für uns ist entscheidend, auf Spieler zu setzen, die mit vollem Herzen dabei sind, sich klar zum Verein bekennen und für ihn einstehen wollen.“ Seine Antwort wurde – wie viele weitere Aussagen von ihm und Strobl – mit Applaus bedacht. 

Spürbare Aufbruchsstimmung

Zum Ende des Fantreffens erklärte Strobl, dass sich eine „neue Energie“ innerhalb der Mannschaft bemerkbar mache. Diese positive Aufbruchsstimmung war während der Veranstaltung auch unter den Fans spürbar. Bei dem lockeren Austausch wurde viel miteinander gelacht, einander zugehört und Verständnis füreinander gezeigt. Ein Fan merkte anschließend an: „Ich hatte lange nicht mehr so Bock auf die neue Saison wie derzeit.“