Wölfinnen jubeln auf dem Spielfeld im Spiel gegen SC Sand.
07.10.2020
Frauen

Oben angekommen

VfL-Frauen schlagen SC Sand deutlich mit 4:0 und übernehmen die Tabellenführung.

Wölfinnen jubeln auf dem Spielfeld im Spiel gegen SC Sand.

Die Bundesligafrauen des VfL Wolfsburg haben schon wieder gewonnen. Im Heimspiel gegen den SC Sand siegte die Elf von Cheftrainer Stephan Lerch am Mittwochabend sicher mit 4:0 (2:0). Alexandra Popp (25./67.), Pauline Bremer (45.+1) und Shanice van de Sanden (87.) markierten vor 618 Zuschauern im AOK Stadion die grün-weißen Tore. Mit dem fünften Erfolg im fünften Ligaspiel eroberte Grün-Weiß erstmals in der laufenden Saison die Tabellenspitze. Seinen nächsten Einsatz hat der Double-Gewinner am kommenden Sonntag, 11. Oktober (Anstoß um 14 Uhr), wenn es zum Abschluss der englischen Woche in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga beim SC Freiburg um die nächsten drei Punkte geht.

Leichte Rotation

Über die längerfristigen Ausfälle hinaus hatte zuletzt auch Zsanett Jakabfi dem Lazarett angehört. Nun meldete sich die Ungarin wieder einsatzbereit und saß zunächst auf der Einwechselbank. Losgelöst davon stellte Lerch gegenüber dem starken Auswärtsspiel in Leverkusen auf zwei Positionen um: Für Dominique Janssen und Joelle Wedemeyer starteten Lena Oberdorf und Lara Dickenmann.

Permanente Spielkontrolle

Wo sie im Werksduell aufgehört hatten, da machten die Wölfinnen ungebremst weiter. Gleich den ersten Angriff schloss Pia-Sophie Wolter mit einem Schuss ans Außennetz ab (1.), und auch in den folgenden Minuten hatte Sand Mühe, sich die Grün-Weißen vom Leib zu halten. Kaum hatten sich die Gäste, als Neunter nach Niedersachsen angereist, scheinbar besser sortiert, lag der Ball dann im Netz: Eine Maßflanke Svenja Huths von rechts außen erreichte die optimal postierte Popp, die in typischer Manier aus zentraler Lage einköpfen konnte (25.). In der Folge schnürte der VfL seinen Gegner nicht pausenlos ein, blieb aber dauerhaft am Schaltpult und kam auch immer wieder gefährlich vors Tor. Nachdem Wolter per Kopf gescheitert (34.) und Popp hängengeblieben war (39.), fand mit dem Pausenpfiff Bremer verdientermaßen die Lücke und erhöhte nach erneuter Huth-Vorarbeit auf 2:0 (45.+1).

Alexandra Popp schießt den Ball auf das Tor.

Doppelpack Popp

Mit Wiederbeginn nahm das grün-weiße Übergewicht nur noch mehr zu. Speziell in den Luftduellen war der SC dem Meister überhaupt nicht gewachsen und hatte es in der Anfangsphase Jacintha Weimar zu danken, dass es nicht zügig 3:0 stand. Gegen Huth (50.) und Wolter (51.) parierte die Keeperin stark, ehe gleich darauf auch Bremer aus kurzer Entfernung scheiterte (52.). Wie im ersten Abschnitt gönnten die Wölfinnen Sand eine Atempause, um dann doch wieder zuzuschnappen: Gerade hatte Huth nach einer feinen Kombination durch den Strafraum knapp rechts vorbeigeschossen, da nahm erneut die Kapitänin Maß und ließ Weimar keine Chance. Per direktem Freistoß legte Popp mit ihrem zweiten Treffer des Tages das 3:0 nach (67.). Während die Partie längst entschieden war und auf der anderen Seite Katarzyna Kiedrzynek ohnehin überhaupt nicht eingreifen musste, galt es nun noch die Frage zu klären, ob dieser nächste Kantersieg auch in der Tabelle spürbar wäre. Und tatsächlich: Drei Minuten vor Abpfiff, nachdem schon Huth (80.) und Oberdorf (86.) beste Chancen ausgelassen hatten, verwertete die eingewechselte Van de Sanden ein klasse Popp-Zuspiel noch zum 4:0 (87.). Da die Bayern im Parallelspiel um ein Tor niedriger gewannen, reichte ihr grün-weißer Premierentreffer zum Sprung an die Spitze. 

„Nehmen viel Positives mit“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Man hat gesehen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten das Tempo hochhalten, Tore erzielen und immer weitermachen bis zum Schluss. Das hat die Mannschaft gut umgesetzt. Wir sind glücklich mit dem Ergebnis, ganz zufrieden aber nicht, weil wir auch einige Chancen liegengelassen haben. Das begleitet uns ein bisschen momentan. An der einen oder anderen Stelle war allerdings auch Pech dabei. Nichtsdestotrotz nehmen wir viel Positives mit aus diesem Spiel. Wir haben den zweiten Dreier in der englischen Woche eingefahren. So kann es weitergehen.


VfL Wolfsburg: Kiedrzynek – Hendrich, Goeßling, Oberdorf, Rauch (76. Wedemeyer) – Engen (82. Janssen), Popp – Wolter (62. Van de Sanden), Huth, Dickenmann (62. Saevik) – Bremer (76. Jakabfi)

SC Sand: Weimar – Sakar (77. Süle), Georgieva, Morrees, Brandenburg, Kreil – Evels – Balcerzak (63. Schaber), Gentile, Hoppius (46. Tolmais) – Loos (63. Blagojevic)

Tore: 1:0 Popp (25.), 2:0 Bremer (45.+1), 3:0 Popp (67.), 4:0 Van de Sanden (87.)

Gelbe Karten: – / Gentile, Tolmais

Schiedsrichterin: Susann Kunkel (Hamburg)

Zuschauer: 618 am Mittwochabend im AOK Stadion

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