Männer

Novum, Meilenstein und Torgarantie

Wissenswertes zum Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin.

Der 30. Spieltag bringt zwei Teams zusammen, die in der Rückrunde bislang nicht in Tritt gekommen sind. Für die Wölfe geht es am Samstag (Anstoß um 15.30 Uhr) beim 1. FC Union Berlin um weit mehr als nur drei Punkte – nach zwölf sieglosen Spielen soll die Negativserie durchbrochen und ein wichtiges Signal im Kampf um den Klassenerhalt gesendet werden.

Die wichtigsten Daten und Fakten

Torgarantie und Heimvorteil: In den 16 Pflichtspielen zwischen beiden Teams fiel immer mindestens ein Treffer. Nur ein einziges Mal verlor der Gastgeber, und das ist schon eine Weile her: In der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga am 7. Juni 1992 setzte sich der VfL dank eines Doppelpacks von Siggi Reich mit 2:1 an der Alten Försterei durch. In der Bundesliga gewann noch nie der Gast – höchste Zeit, das zu ändern.

Ein neues Kapitel: Marie-Louise Eta ist die erste Cheftrainerin der Bundesliga-Geschichte. Sie übernahm das Team nach der Trennung von Steffen Baumgart. Zuvor war sie bereits unter Nenad Bjelica und Marco Grote als Co-Trainerin im Oberhaus tätig, als Union in der Saison 2023/2024 erst am letzten Spieltag den direkten Klassenerhalt sicherte. Mit 34 Jahren ist Eta die jüngste Trainerin und trifft bei ihrem Debüt an der Seitenlinie auf Dieter Hecking (61), den erfahrensten Coach.

Frühstarter vs. Spätzünder: Die Wölfe sind mit acht Treffern in der Anfangsviertelstunde – nur Leverkusen (neun) hat mehr – ein echter Frühstarter. Union hingegen erweist sich in dieser Saison eher als Spätzünder und erzielte bereits elf Tore in der Schlussviertelstunde. Vom Bestwert der Bayern (31) sind die Eisernen in dieser Kategorie allerdings deutlich entfernt.

Der nächste Meilenstein: VfL-Kapitän Maximilian Arnold steht vor seinem 400. Einsatz in der Bundesliga. Von den aktiven Bundesliga-Spielern erreichten bislang nur Manuel Neuer (544), Oliver Baumann (518) und Matthias Ginter (408) diese Marke. Doch keiner von ihnen absolvierte diese Anzahl an Partien für nur einen einzigen Verein.

Jungspund: Union Berlins Linus Güther wurde durch seine Einwechslung am vergangenen Wochenende in Heidenheim mit 16 Jahren und drei Tagen zum zweitjüngsten Spieler der Bundesliga-Geschichte – nur Dortmunds Youssoufa Moukoko war bei seinem Debüt noch zwei Tage jünger.

Tief und Hoch: Die Eisernen überlassen dem Gegner häufig den Ball und kommen im Schnitt nur auf 37,7 Prozent Ballbesitz – Ligatiefstwert. In puncto Intensität setzen die Hauptstädter hingegen Maßstäbe: Mit 107 Zweikämpfen pro Spiel sind die Köpenicker ligaweit führend.

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