Die U20-Frauen des VfL Wolfsburg mussten sich am Ostersonntag mit 0:3 (0:1) gegen den 1. FFC Turbine Potsdam geschlagen geben. Die Jungwölfinnen blieben nach dem 22. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga mit 19 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz.
Gegentor nach eigenem Fehler
Die Partie begann mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Die erste Torannäherung der Jungwölfinnen entstand durch einen Freistoß, der jedoch ungenutzt blieb und über das Tor der Potsdamerinnen segelte. In der 30. Spielminute folgte dann der Schock aus VfL-Sicht: Ein missglückter Rückpass einer grün-weißen Abwehrspielerin auf VfL-Torfrau Nelly Smolarczyk wurde von Laura Lindner abgefangen, die anschließend souverän zum 0:1 einschob (30.). Kurz vor der Pause kamen die Gäste zu einem Abschluss aus rund 25 Metern, der für Smolarczyk jedoch keine große Herausforderung darstellte. Somit ging es mit dem 0:1-Rückstand in die Halbzeit.
Potsdam bei wenigen Chancen effizienter
Die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel gehörte den Grün-Weißen, der Schuss aus der Drehung von Shani Outlaw ging allerdings über die Latte. Effektiver zeigte sich Turbine auf der anderen Seite: Laura Lindner baute mit einem sehenswerten Schuss von Höhe des Sechzehners die Führung für Potsdam aus (67.). Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit kamen die Wolfsburgerinnen nach einer Ecke noch einmal vor das gegnerische Tor, konnten den Ball jedoch nicht auf den Kasten der Potsdamerinnen bringen. Stattdessen gelang Turbine in der Nachspielzeit der dritte Treffer: Alina Gnädig wurde mit einem Steilpass in Szene gesetzt, umkurvte Smolarczyk und stellte auf den 0:3-Endstand (91.).
„Unbedingter Wille, Tore zu erzielen, hat gefehlt“
Interimstrainer Andreas Arr-You: „Wir haben nicht gut zu Ende verteidigt, und offensiv haben wir nicht die nicht die nötige Kaltschnäuzigkeit gezeigt. Der unbedingte Wille, Tore zu erzielen, hat gefehlt. Sowohl Potsdam als auch wir hatten nur wenige Chancen. Der Gegner hat die Situationen konsequent genutzt. Viele davon haben wir ihm selbst ermöglicht und haben ihn dabei zu oft gewähren lassen. Wir liegen jetzt fünf Punkte hinter dem rettenden Ufer. Die Länderspielpause werden wir nutzen, um uns bestmöglich auf das nächste Spiel gegen Andernach vorzubereiten.“


