24.10.2018
Frauen I

Nicht zu stoppen

VfL-Frauen lassen weiterhin nichts anbrennen: 7:0-Auswärtssieg in Mönchengladbach.

Der VfL Wolfsburg ist in der Allianz Frauen-Bundesliga weiterhin das Maß aller Dinge. Auch im sechsten Saisonspiel ließ die Elf von Stephan Lerch am Mittwochabend nichts liegen und gewann bei Borussia Mönchengladbach sicher mit 7:0 (3:0). Zsanett Jakabfi (2.), Babett Peter (19.), Kristine Minde (30.), Pia Wolter (61.), Ella Masar (72.) und zweimal Alex Popp (76./90., FE) markierten in einem hochüberlegen geführten Auswärtsspiel die grün-weißen Treffer. In der Tabelle baute der Double-Gewinner seinen Startrekord somit aus und zieht die Konkurrenz bei gleich gebliebenen fünf Zählern Vorsprung als Spitzenreiter weiter hinter sich her. Bereits am kommenden Samstag, 27. Oktober (Anstoß um 13 Uhr; live bei Sport 1, Telekom Sport und DFB-TV), sind die VfL-Frauen wieder im Einsatz, wenn zum Abschluss der englischen Woche Aufsteiger Bayer Leverkusen im AOK Stadion gastiert.   

Kapitänin nicht an Bord

Im vierten Pflichtspiel binnen elf Tagen war Lerch erneut zum Umbauen gezwungen: Zusätzlich zu den ohnehin verletzten Jana Burmeister, Katharina Baunach, Lena Goeßling und Lara Dickenmann fiel auch Nilla Fischer aus. Wegen leichter Hüftprobleme war die Kapitänin zur Vorsicht in Wolfsburg geblieben. Almuth Schult trug stellvertretend die Mannschaftsführerbinde. Gegenüber dem 3:0-Heimerfolg gegen Freiburg lief Grün-Weiß vierfach verändert ins Grenzlandstadion ein: Joelle Wedemeyer, Ella Masar, Kristine Minde und Zsanett Jakabfi waren neu mit dabei.

Babett Peter bei der Ballannahme.

Aus dem Stand in Front

Tabellarisch trennten beide Mannschaften Welten. Insofern kam es nicht überraschend, dass die Grün-Weißen im Stadion des noch sieglosen Schlusslichts sofort aufs Gaspedal drückten. Mit Erfolg: Keine zwei Minuten waren gespielt, als Caroline Hansen von rechts in den Strafraum gab und in Jakabfi eine dankbare Abnehmerin fand. Aus acht Metern drosch die Ungarin den Ball gekonnt unter die Latte (2.). Mit dem sofortigen Vorsprung im Rücken griffen die Wölfinnen weiter an. Sie nahmen den Aufsteiger zwar nicht in den Würgegriff, blieben aber trotzdem dauerhaft derart dominant, dass weitere Treffer eine Frage der Zeit schienen. Mitte der Halbzeit war es so weit: Mit einem sehenswerten Kopfball erhöhte zunächst Peter auf 2:0 (19.), ehe elf Umdrehungen später auch Kristine Minde zuschlug. Spätestens mit ihrem Treffer zum 3:0 (30.) schien nicht mehr vorstellbar, dass die drei Punkte auf einem anderen Konto als dem der Wölfinnen verbucht werden würden, zumal ein weiterer brandgefährlicher Ball zwischendrin noch ans Gladbacher Lattenkreuz krachte (27.).

Noch mehr Treffer möglich

Eine Teufelstat ihrer Keeperin bewahrte die Heimelf gleich nach Wiederbeginn vor dem vierten Tor: Jakabfi scheiterte aus kurzer Distanz (53.). Die Wölfinnen also ließen es keineswegs ruhiger angehen, sondern zeigten große Lust, ihr ohnehin famoses Torverhältnis weiter aufzupolieren. Minde (57.) versuchte es als nächste, ehe dann ein satter Ella-Masar-Schuss haarscharf am Pfosten vorbeistrich (58.). Der Aufsteiger hatte speziell in dieser Phase größte Mühe, sich den Meister vom Leibe zu halten. An ein eigenes Angriffsspiel war mit Ausnahme sehr weniger Kontersituationen ohnehin nicht zu denken. Mit einem toll geschossenen Ball, der mithilfe beider Längsstangen im Netz landete, legte die eingewechselte Pia Wolter – erstmals für Grün-Weiß erfolgreich – statt dessen das überfällige 4:0 nach (61.). Der Rest des Spiels blieb ein einziger grün-weißer Sturmlauf. Denn auch wenn Masar (72.) und Popp einmal mit links und dann nach einem Foul an Noelle Maritz vom Punkt (76./90.) das Resultat anschließend noch auf 7:0 hochschraubten, hatte der Deutsche Meister und DFB-Pokalsieger am Ende für diesen weiteren hochverdienten Sieg gar nur seine besten Chancen genutzt.

„Kann gern so weitergehen“

Stephan Lerch: Der Gegner hat zwar wie erwartet mit zwei Fünferketten verteidigt. Trotzdem haben wir es in der ersten Halbzeit geschafft, uns viele Chancen zu erspielen und auch ein kleines Polster herauszuarbeiten. Danach haben wir das Tempo weiter hochgehalten, etliche Gelegenheiten zwar noch ausgelassen, was sehr schade war, aber letztlich doch hochverdient noch deutlich gewonnen. Auch über das erneute zu Null freuen wir uns, wobei man natürlich sagen muss, dass wir defensiv auch nicht gefordert worden sind. Kurzum: Wir sind glücklich über die drei Punkte. So kann es gern weitergehen.

Borussia Mönchengladbach: Wassenhoven – Van Heeswyk, Starmanns, Kufner, Giehl, Corres – Wahlen (87. Abu Sabbah), Bogenschütz (78. Geraedts), Simons, Busshuven – Oppedisano (82. Densing)

VfL Wolfsburg: Schult – Peter, Wedemeyer, Doorsoun, Maritz – Neto (46. Wolter) – Hansen (46. Blässe), Masar, Popp, Minde – Jakabfi (65. Stolze)

Gelbe Karten: Corres, Kufner / -

Tore: 0:1 Jakabfi (2.), 0:2 Peter (19.), 0:3 Minde (30.), 0:4 Wolter (61.), 0:5 Masar (72.), 0:6 Popp (76.), 0:7 Popp (90., FE)

Zuschauer: 340 am Mittwochabend im Grenzlandstadion

Schiedsrichterin: Marina Wozniak (Herne)

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