Die Frauen des VfL Wolfsburg beim Training.
09.03.2021
Frauen

Nächste Runde im Blick

Die VfL-Frauen absolvieren ihr UWCL-Achtelfinal-Rückspiel gegen LSK Kvinner in Ungarn.

Die Frauen des VfL Wolfsburg beim Training.

Zu ihrem ersten Pflichtspiel in Ungarn wären die Frauen des VfL Wolfsburg gerne schon 2019 gereist – da nämlich fand das Finale der europäischen Königsklasse in Budapest statt. Knapp zwei Jahre später ist die Corona-Pandemie dafür verantwortlich, dass diese Länderpremiere nachgeholt wird: Aufgrund der momentanen Reisebeschränkungen findet das Achtelfinal-Rückspiel der Wölfinnen in der UEFA Women’s Champions League gegen den norwegischen Klub LSK Kvinner am morgigen Mittwoch, 10. März (Anstoß um 14 Uhr/live auf SPORT1 und Wölfe TV ) in Györ statt. Im Hinspiel konnten sich die Grün-Weißen mit 2:0 durchsetzen – eine gute Basis, um zum neunten Mal in Folge das UWCL-Viertelfinale zu erreichen.

Hinspiel macht Lilleström Mut

Direkt nach dem Hinspiel in Wolfsburg ist das Team von LSK Kvinner nach Györ weitergereist und hat Quartier in seiner offiziellen Heimspielstätte bezogen. Der sechsmalige norwegische Meister wird nicht an der Champions League 2021/2022 teilnehmen – insofern könnte die Partie in der ungarischen Provinz Pannonien der vorerst letzte internationale Auftritt sein. Die Herausforderung, gegen den zweimaligen Titelträger und letztjährigen Finalisten einen Zwei-Tore-Rückstand aufzuholen, ist groß, doch chancenlos wähnt sich das Team des neuen Trainers Knut Slatleim nicht. Mut dürfte den Norwegerinnen um die 37-jährige deutsche Ex-Nationalspielerin Isabell Bachor das Hinspiel machen, in dem LSK durchaus zu einigen Tormöglichkeiten kam. Dass Lilleström sein Heil ausschließlich in der Offensive suchen wird, ist eher nicht zu erwarten, realistischer sind gelegentliche Pressing-Attacken.

„Das Heft in die Hand nehmen“

Ob nun Lilleström oder Györ – logistisch stellt die Verlegung des Auswärtsspiels für die VfL-Frauen keinen großen Unterschied dar. Das gilt auch für die äußeren Bedingungen: Als die Chartermaschine mit dem 23-köpfigen Kader, dem Trainer- und Betreuerteam sowie VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher an Bord um 10.56 Uhr auf dem Regionalflughafen in Györ aufsetzte, schien bei vier Grad die Sonne – exakt Gleiches zeigte das Thermometer zur gleichen Zeit in Lilleström an. Das Hotel der Grün-Weißen ist im ETO Park, einem 16.000 Zuschauer fassenden Stadion, integriert – mit Ausblick von den Zimmern in den Innenraum. Kurze Wege also zum Spielort? Mitnichten, denn gespielt wird im kleineren Alcufer Stadion, das bei der UEFA als Gyirmoti-Stadion firmiert. Mit dieser Arena machten die Wölfinnen am späten Nachmittag erstmals Bekanntschaft, als das Abschlusstraining auf dem Programm stand. Nach der Einheit sprach VfL-Cheftrainer Stephan Lerch über…

…die Bedingungen vor Ort: Insgesamt passt hier alles, aber man muss schon sagen, dass der Platz in keinem guten Zustand ist. Er ist sehr trocken und sehr hart gewesen, dazu noch sehr uneben. Man hat schon zwei, drei Kontakte gebraucht, um sich daran zu gewöhnen. Keine leichten Bedingungen, aber das betrifft natürlich beide Teams. Hoffen wir, dass morgen auch noch gewässert wird, dann kann es sich nochmal verändern.

…die Personalsituation: Shanice van de Sanden ist aus den bekannten Gründen zu Hause geblieben, auch Lena Oberdorf ist nicht dabei. Bei ihr ist es aber eher eine Vorsichtsmaßnahme. Wäre es ein Finale, wäre sie wahrscheinlich dabei gewesen. Sie merkt aber noch etwas, deshalb wollten wir kein Risiko eingehen. Lisanne Gräwe hat nach dem Abschlusstraining über muskuläre Probleme geklagt und ist deshalb ebenfalls nicht mitgekommen. 

…die Ausgangsposition: Wir sind voll fokussiert und konzentriert, wir müssen von der ersten Minute an wach sein. Im Hinspiel haben wir gesehen, dass wir gerade in der Anfangsphase noch Probleme und Lilleström einige Möglichkeiten hatte. Das sollte morgen nicht passieren. Der „worst case“ wäre ein frühes Gegentor, dann bekämen sie vielleicht Oberwasser. 

…den Matchplan: Ziel ist es, das Heft von der ersten Minute an in die Hand zu nehmen und zu versuchen, unser Spiel auf den Platz zu bringen. Es war im Hinspiel direkt nach der Länderspielpause ja auch nicht alles schlecht. Nun hatten wir noch das sehr gute Spiel in Meppen dazwischen – und auch das nehmen wir mit. Deshalb glaube ich nicht, dass irgendetwas anbrennt. Ganz im Gegenteil: Ich bin davon überzeugt, dass wir souverän in die nächste Runde einziehen werden. Und das wäre wieder einmal ein großer Erfolg.

Wölfe TV: Anreise zum UWCL-Rückspiel

Wölfe TV: Livestream der Partie 14 Uhr

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