Frauen

Nächste Aufgabe: Nordduell

Die Wölfinnen empfangen am Sonntag den Hamburger SV im AOK Stadion.

Vor der Länderspielpause wollen die Frauen des VfL Wolfsburg noch einmal abliefern: Am Sonntag, 4. Oktober, empfangen sie ab 13.45 Uhr den Hamburger SV im AOK Stadion (live auf Sport 1, Magenta Sport und DAZN). Das Ziel der Wölfinnen ist klar: Sie wollen das Nordduell für sich entscheiden. Für die Partie des 6. Spieltags der Google Pixel Frauen-Bundesliga sind über den Wölfeshop noch Tickets erhältlich. Das letzte Aufeinandertreffen im AOK Stadion entschieden die Grün-Weißen im Dezember 2025 mit 3:1 für sich.

Huth vor Jubiläum

Hinter den VfL-Frauen liegt eine weitere intensive Woche mit vielen Reisekilometern, die aber auch sehr erfolgreich war: Die Wölfinnen gewannen am Mittwoch in der zweiten Qualifikationsrunde für den UEFA Women’s Europa Cup beim SK Sturm Graz mit 2:0 und qualifizierten sich für das Achtelfinale. Außerdem schlugen sie am vergangenen Sonntag in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals den SC Sand mit 6:0. Die Grün-Weißen gehen daher mit Rückenwind in die Partie gegen den HSV. Für Kapitänin Svenja Huth könnte das Match ein ganz besonderes werden: Sie steht vor ihrem 350. Spiel in der Frauen-Bundesliga. Damit würde sie in der Liste der ewigen Rekordspielerinnen an Saskia Bartusiak vorbeiziehen. Vor ihr lägen dann nur noch Kerstin Garefrekes (360), Sandra Smisek (378) und Melanie Hoffmann (395 Partien).

HSV zuletzt zweimal siegreich

Die HSV-Frauen haben in der Liga bislang einen Sieg gefeiert. Vor zwei Wochen schlugen sie den 1. FC Nürnberg mit 5:1. Am vergangenen Wochenende gewann das Team außerdem im DFB-Pokal mit 2:1 beim SV Meppen. Dabei taten sich die Hamburgerinnen gegen den Zweitligisten lange Zeit schwer und schossen erst in der 90. Minute den spielentscheidenden Treffer. Auffällig ist: In der Liga haben die HSV-Frauen in dieser Saison erst sechs Gegentore kassiert. Gegen die Wölfinnen erwartet HSV-Cheftrainer Rodolfo Cardoso ein „hartes Spiel“. Der Ex-Profi hatte das Team im April zunächst als Interimstrainer übernommen. Seit dieser Saison ist er offiziell Cheftrainer. Zuvor war er im Nachwuchsbereich des Klubs tätig.

Vor dem Spiel gegen den Hamburger SV sprach VfL-Cheftrainer Stephan Lerch über…

…die Personallage: Stand heute ist die Personalsituation im Vergleich zum Spiel gegen Graz unverändert. Bis auf Giovanna Hoffmann, Cecilie Floe und Weronika Arasniewicz stehen alle Spielerinnen zur Verfügung.

…die Gegnerinnen: Gerade nach dem Sieg gegen Nürnberg ist der HSV sicherlich eine Mannschaft, die sehr frei aufspielen und unbekümmert sowie mutig auftreten wird. Die Hamburgerinnen haben gegen Nürnberg die Umschaltmomente sehr gut verwertet und hatten eine gute Chancenverwertung. Das werden sie sich mit Sicherheit wieder vornehmen. Sie werden kompakt verteidigen und die Räume eng halten wollen. 

…worauf es am Sonntag ankommt: Für uns geht es darum, von der ersten Minute an da zu sein, das Spiel in die Hand zu nehmen und Lösungen gegen einen tiefstehenden Gegner zu finden. Wir wollen den Druck hochhalten, Räume aufreißen, flexibel im letzten Drittel agieren und so zu Möglichkeiten kommen. Dabei müssen wir vor dem Tor effektiver werden. Gleichzeitig brauchen wir eine gute Restverteidigung und ein gutes Gegenpressing, um Umschaltmomente zu verhindern. Wir wollen vor der Länderspielpause die drei Punkte in Wolfsburg behalten.

…die Fans: Ich erwarte wieder einige Zuschauer und hoffe, es wird wieder richtig voll. Die Kulisse war beim letzten Aufeinandertreffen im AOK Stadion schon sehr bemerkenswert. Dabei muss man aber auch sagen, dass die Fanunterstützung aus Hamburg eine Bereicherung für die Liga ist, finde ich. Von daher stelle ich mich wieder auf eine tolle Atmosphäre ein. 

…die vielen verschiedenen Torschützinnen bislang: Es ist sehr wichtig, dass jede Spielerin vorne gefährlich werden kann. Es freut mich, dass wir es schaffen, schwerer ausrechenbar zu sein. Ein Indiz dafür ist, dass wir zum einen mehrere Torschützinnen haben und zum anderen aus verschiedenen Situationen Tore erzielen können. So soll es sein.