Zum Abschluss des 22. Spieltags holten die Wölfe beim 2:2 (0:0) bei RB Leipzig einen wichtigen Punkt. In einer intensiven und umkämpften Partie bewies Grün-Weiß große Moral, ging zweimal in Führung und stemmte sich bis in die Schlussphase gegen den Druck der Gastgeber. Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Mohammed Amoura den VfL nach Vorarbeit von Adam Daghim in Führung. Leipzig nutzte einen missglückten Abschlag von Kamil Grabara zum Ausgleich, doch die Wolfsburger antworteten erneut: Mattias Svanberg stellte die Führung wieder her. Kurz vor dem Ende gelang den Hausherren durch Brajan Gruda noch das 2:2. In der hitzigen Schlussphase verteidigte der VfL leidenschaftlich und sicherte sich einen verdienten Auswärtspunkt.
Fakten zum Spiel
Führung verspielt: Wolfsburg gab in dieser Bundesliga-Saison acht Mal Punkte nach einer Führung ab (vier Remis, vier Niederlagen); alleiniger Bundesliga-Höchstwert. 20 mögliche Zähler wurden so noch aus der Hand gegeben.
Starker Rückhalt mit unglücklichem Moment: In der ersten Halbzeit zeichnete sich VfL-Schlussmann Kamil Grabara mit starken Paraden gegen Diomande, Harder, Henrichs und Gruda aus und bewahrte sein Team mehrfach vor einem Rückstand. Auch nach dem Seitenwechsel war er bei Abschlüssen von Diomande und Romelu aufmerksam zur Stelle und hielt die Führung lange fest. Beim zwischenzeitlichen Ausgleich unterlief ihm ein unglücklicher Fehlpass, das späte 2:2 war für ihn jedoch nicht zu verhindern.
Bundesliga-Debüt für Adjetey: Für Jonas Adjetey gab es in Leipzig einen besonderen Moment: Der Winterzugang der Grün-Weißen feierte sein Bundesliga-Debüt. In der Nachspielzeit wurde er für Adam Daghim eingewechselt. Auf den Spielverlauf hatte sein Einsatz keinen entscheidenden Einfluss mehr, dennoch markiert der Kurzeinsatz einen wichtigen Meilenstein in seiner noch jungen Laufbahn.
Mehr Kilometer, mehr Einsatz: Die Wolfsburger überzeugten nicht nur spielerisch, sondern auch mit hoher Einsatzbereitschaft. Die Mannschaft verteidigte kompakt, arbeitete konsequent gegen den Ball und war über die gesamte Spielzeit bereit, den entscheidenden Schritt mehr zu gehen. Das spiegelte sich auch in den Laufwerten wider: Mit 126,23 zurückgelegten Kilometern übertraf der VfL die Gastgeber (122,86 km). Einen großen Anteil daran hatte Christian Eriksen, der mit 13,3 Kilometern die meisten Meter aller Akteure auf dem Platz absolvierte.
Premiere nach Rückstand: RB Leipzig punktete beim 2:2 gegen den VfL erstmals in dieser Saison nach einem Rückstand.
Pflichtspiel-Jubiläum: Ex-Wolf Xaver Schlager lief am Sonntagabend zum 100. Mal in einem Pflichtspiel für RB Leipzig auf – erstmals führte er dabei seine Mannschaft als Kapitän aufs Feld.
Im direkten Vergleich
- xGoal: 2,94 RBL – 0,62 WOB
- Torschüsse: 20 RBL – 10 WOB
- Laufleistung: 122,86 km RBL – 126,23 km WOB
- Ballbesitz: 68 % RBL – 32 % WOB
- Zweikampfquote: 59 % RBL – 41 % WOB
- Passquote: 87 % RBL – 77 % WOB
- Erfolgreiche Dribblings: 76 % RBL – 29 % WOB
- Schnellster Spieler: Nicolas Seiwald (RBL) 33,02 km/h – Adam Daghim (WOB) 34,26 km/h
- Laufstärkster Spieler: Brajan Gruda (RBL) 12,7 km – Christian Eriksen (WOB) 13,3 km


