Am 5. Spieltag kassierte der VfL Wolfsburg durch das 0:1 gegen Leipzig die zweite Niederlage in Folge. Die Gäste erzielten früh den entscheidenden Treffer. Grün-Weiß übernahm phasenweise die Initiative, fand aber trotz engagierter Bemühungen selten eine Lücke in der kompakten Leipziger Defensive. Vor allem im letzten Drittel fehlte es an Präzision, sodass aussichtsreiche Ansätze nicht zum Torabschluss führten. Nach der Pause steigerten sich die Wölfe deutlich, bestimmten weite Teile der zweiten Halbzeit und erspielten sich eine Vielzahl an Chancen. Dennoch fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss, sodass der verdiente Ausgleich nicht gelingen wollte. Die Sachsen agierten abgeklärt und verteidigten den knappen Vorsprung bis zum Ende. In der Nachspielzeit vergaben die Gäste zwar noch einen Elfmeter, am Auswärtssieg änderte das jedoch nichts. Der VfL bot über die gesamte Spielzeit eine ordentliche Vorstellung, blieb aber ohne Ertrag. Damit gewann RB sechs der letzten acht Bundesligaspiele gegen die Wolfsburger.
Weitere Fakten
Heimserie ohne Dreier hält an: Der VfL ist in der Bundesliga seit elf Heimspielen sieglos und baute damit den Klub-Negativrekord weiter aus. Der letzte Heimsieg datiert aus dem Januar.
RB setzt Siegesserie fort: Nach der 0:6-Niederlage zum Auftakt bei den Bayern feierte RB Leipzig beim knappen 1:0 in Wolfsburg den vierten Bundesliga-Sieg in Folge. Eine solche Serie war den Sachsen zuletzt vor knapp einem Jahr gelungen.
Effizienz fehlt: Die Grün-Weißen erspielten sich gegen RB zahlreiche Möglichkeiten (22 Torschüsse) und erreichten einen Expected-Goals-Wert von 3,5. Trotz dieser hohen Chancenqualität gelang den Wölfen kein Treffer.
Amoura drückt, Bakayoko trifft: Sowohl VfL-Torjäger Mohammed Amoura als auch Johan Bakayoko suchten jeweils fünf Mal den direkten Abschluss. Während der Wolfsburger Stürmer jedoch ohne Erfolg blieb, hatte der belgische Neuzugang das nötige Glück auf seiner Seite und markierte den entscheidenden Treffer.
Jubiläumstor für die Bullen: Johan Bakayoko erzielte das 600. Tor in Leipzigs Bundesliga-Geschichte.
Grabara vorne: 19 Schüsse auf seinen Kasten, sechs Paraden und immer zur Stelle, wenn er gefragt war. Beim entscheidenden 0:1 erwischte RB-Torschütze Johan Bakayoko den Polen auf dem falschen Fuß. An Keeper Kamil Grabara lag es am wenigsten, dass die Wölfe am Ende mit leeren Händen dastanden. Seine starke Leistung honorierten auch die VfL-Fans im Anschluss an die Partie bei der Wahl zum „Spieler des Spiels“ im Matchcenter. Mit 48 Prozent aller abgegebenen Stimmen steht der 26-Jährige ganz oben im Spieltags-Ranking – und übernimmt gleichzeitig mit acht Punkten auch den alleinigen Platz eins in der Saisonwertung. Engster Verfolger dort bleibt unser Kapitän Maximilian Arnold mit sieben Gesamtzählern, der auch gegen die Roten Bullen zu überzeugen wusste und 19 Prozent aller Votes erhielt. Erstmals in die Wertung schaffte es Neuzugang Adam Daghim, sein Auftritt in Halbzeit zwei überzeugte 14 Prozent aller Teilnehmenden.
Besuch eines Pokalhelden: Im Februar dieses Jahres beendete Daniel Caligiuri mit 37 Jahren seine aktive Fußballerkarriere, die er beim FC 08 Villingen hatte ausklingen lassen. Am Samstag nun besuchte er mal wieder seinen alten Klub VfL Wolfsburg, für den er zwischen 2013 und 2017 insgesamt 130-mal auf den Rasen stand (21 Tore) und mit denen er den DFB-Pokalsieg 2015 und den anschließenden Deutschen Superpokal gewann. Natürlich war Caligiuri auch Gast im VfL-Stadionprogramm und stand Stadionsprecher Georg Poetzsch Rede und Antwort.












