Männer

Nachspielzeit Köln

Faktenlage nach dem dramatischen Remis in der Volkswagen Arena.

Der VfL trennte sich am 3. Spieltag mit einem 3:3-Unentschieden vom 1. FC Köln. Trotz mehrfacher Unterbrechungen, unter anderem durch ein Gewitter sowie Verzögerungen im Spielverlauf, bestimmten die Wölfe über weite Strecken das Geschehen. Die Mannschaft von Cheftrainer Paul Simonis erspielte sich eine Reihe guter Möglichkeiten, zeigte Kampfgeist und fand nach Rückschlägen immer wieder zurück in die Partie. Auch in der turbulenten Nachspielzeit bewies das Team Moral und erzielte erneut die Führung, ehe Köln in der Schlussminute noch einmal ausgleichen konnte. Trotz zwischenzeitlicher Überlegenheit verpassten die Grün-Weißen somit den erhofften Dreier und warten nun seit zehn Bundesliga-Partien in der Volkswagen Arena auf einen Erfolg – damit setzt sich die Serie ohne Heimsieg zwar fort, gleichzeitig zeigten die Wölfe aber, dass sie sich auch in schwierigen Phasen behaupten können.

Weitere Fakten

Der pure Wahnsinn in Wolfsburg: Es war bereits die 14. Minute der Nachspielzeit, als Wölfe-Leihspieler Jakub Kaminski den VfL mit dem 3:3 schockte! Ein historischer Treffer: Mit dem Lucky Punch gelang dem Polen das späteste Bundesliga-Tor aller Zeiten. Damit entthronte Kaminski einen weiteren Kölner: Marius Bülter. Ihm gelang 2023 ein Tor in der 12. Minute der Nachspielzeit, damals noch im königsblauen Dress der Schalker.

Arnolds Spezialität:Maximilian Arnold erzielte bereits seinen elften direkten Freistoßtreffer in der Bundesliga. Seit seinem Bundesliga-Debüt im November 2011 knipste niemand häufiger vom ruhenden Ball, einzig Hakan Calhanoglu kommt ebenfalls auf elf Freistoß-Tore. Arnolds 22. Tor aus der Distanz ist dagegen Bundesliga-Bestwert.

Erster Treffer nach Freistoß:Mohammed Amoura erzielte seinen zweiten Saisontreffer, traf dabei zum fünften Mal in der Bundesliga nach Standards. Bei seinem insgesamt zwölften Bundesliga-Treffer war Amoura jedoch erstmals nach einem Freistoß erfolgreich.

Drei Neuzugänge feiern Premiere: Gegen die Geißböcke feierten gleich drei VfL-Neuzugänge ihr Debüt in der Bundesliga. Coach Paul Simonis brachte in der 85. Minute zunächst Jenson Seelt für Lovro Majer. Kurz darauf folgte Adam Daghim, der Patrick Wimmer ersetzte, ehe auch Jesper Lindström noch für Andreas Skov Olsen aufs Feld kam. Damit sammelte das Trio erste Einsatzminuten im VfL-Trikot auf der Bundesliga-Bühne.

Fans haben gewählt: Auch direkt nach diesem Ligaspiel hatten die grün-weißen Fans wieder die Möglichkeit, im Matchcenter ihren „Spieler des Spiels“ zu wählen. Freistoßkönig Kapitän Maximilian Arnold wurde mit 62 Prozent der abgegebenen Stimmen ganz klar auf Platz eins gevotet und übernimmt damit auch die Führung in der Saisonwertung. Platz zwei ging an VfL-Torjäger Mohammed Amoura (18 Prozent) und auf Rang drei landete Joakim Maehle (15 Prozent).

Ausgezeichnet: Doch Arnolds starke Leistung inklusive Traumtreffer blieb auch anderen nicht verborgen: So steht der 31-Jährige auch in der „Elf des Tages“ beim „kicker“.

Späte Kölner Tore: Der 1. FC Köln übernimmt nun offensichtlich die Rolle von Rivale „Laterkusen“ und knipst besonders gerne spät: Sechs ihrer zehn Pflichtspieltreffer fielen nach der 80. Minute (vier davon in der Bundesliga).

Treffsichere Neuzugänge: Zudem knipsten vor allem die FC-Neuzugänge besonders gerne: Sechs der acht Bundesliga-Treffer wurden durch Sommertransfers erzielt.

FC mit Traumstart: Köln hat erstmals seit 2016/2017 nach drei Bundesliga-Spieltagen sieben Punkte auf dem Konto, damals führte Peter Stöger die Geißböcke in den Europapokal.

Im direkten Vergleich

  • xGoal: 1,48 WOB – 1,6 KOE
     
  • Torschüsse: 13 WOB– 13 KOE
     
  • Laufleistung: 118,12 km WOB – 118,05 km KOE
     
  • Ballbesitz: 49 % WOB – 50 % KOE
     
  • Zweikampfquote: 50 % WOB – 50 % KOE
     
  • Passquote: 80 % WOB – 81 % KOE
     
  • Erfolgreiche Dribblings: 50 % WOB – 48 % KOE
     
  • Schnellster Spieler: Mohammed Amoura (WOB) 34,17 km/h – Joel Schmied (KOE) 34,34 km/h
     
  • Laufstärkster Spieler: Joakim Maehle (WOB) 11,9 km – Eric Martel (KOE) 12,6 km  

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