Männer

Nachspielzeit Kiel

Faktenlage nach der Auswärtspartie bei Holstein.

Durch den Doppelschlag von Maximilian Arnold (27. Minute) und Sebastiaan Bornauw (30.) haben die Wölfe beim Aufsteiger aus Kiel die ersten drei Saisonpunkte geholt. Damit riss bei den Störchen eine beeindruckende Serie: In den letzten 26 Pflichtspielen hatte Kiel immer mindestens ein Tor geschossen. Gegen den VfL blieb der KSV nun erstmals seit Oktober 2023 torlos, damals gab es ebenfalls ein 0:2, zuhause gegen Nürnberg. Insgesamt war es für den Gastgeber die zweite Partie im Oberhaus des deutschen Fußballs, allerdings wurde mit dem Duell gegen die Wölfe erstmalig in der Geschichte der höchsten deutschen Spielklasse eine Partie im Bundesland Schleswig-Holstein ausgetragen.

Starke Serie

Für VfL-Cheftrainer Ralph Hasenhüttl war das 2:0 über Kiel bereits der 50. Sieg als Bundesliga-Trainer. Bei den Wölfen feierte der Coach fünf Siege in zehn Spielen.

Sorgen um Majer

Kurz vor dem Halbzeitpfiff bliebt VfL-Mittelfeldstratege Lovro Majer nach einer Grätsche auf dem Platz liegen und zeigte sofort an, dass er medizinisch versorgt werden musste. Nach einer kurzen Behandlung auf dem Rasen humpelte der Doppeltorschütze gegen die Bayern vom Feld, für ihn feierte Neuzugang Salih Özcan sein VfL-Debüt. Der türkische Nationalspieler schaffte seinen Durchbruch einst bei den Störchen, für die er in der Saison 2019/2020 28 Mal auflief. Inzwischen gibt es weitere Informationen zur Diagnose des Kroaten.

Unwahrscheinlicher Treffer

VfL-Kapitän Maximilian Arnold verwandelte einen Freistoß aus knapp 20 Metern, der von Kiels Patrick Erras noch unhaltbar abgefälscht wurde, zur 1:0-Führung. Damit schoss der 30-Jährige das unwahrscheinlichste Tor dieses Spieltags (xGoals-Wert 3,3 Prozent). Der Mittelfeldmotor erzielte damit bereits sein zehntes direktes Freistoßtor. Unter den aktuellen Spielern gibt es keinen besseren Standardschützen, beide Wolfsburger Treffer am Samstag fielen nach Freistoßsituationen, an denen Arnold maßgeblich beteiligt war.

Endlich wieder Torjubel

Sebastiaan Bornauw erzielte seine letzten sechs Bundesliga-Tore alle mit dem Kopf. Der Treffer gegen Holstein Kiel war das erste Tor seit 25 Spielen für den Abwehrspieler der Wölfe.

Kapitän ist „Spieler des Spiels“

Arnold wurde von den Wölfe-Fans nach dem Kiel-Spiel zum „Spieler des Spiels“ gewählt. Mehr als die Hälfte der Stimmen (60 Prozent) gingen an den Spielführer, der sich in der Partie unter anderem mit einem Freistoßtor und einem Assist auszeichnete. Der zweite Torschütze Bornauw erreichte den dritten Platz (sechs Prozent) hinter VfL-Keeper Kamil Grabara (14 Prozent), der inzwischen mit vier Gesamtpunkten die Tabelle zum „Spieler der Saison“ anführt.

Ausgezeichnet

Nicht nur die VfL-Anhänger würdigten den starken Auftritt des VfL-Motors im hohen Norden. Auch für die Redaktion des „kicker“ gehörte Arnold zu den auffälligsten Akteuren des 2. Spieltags – und damit in die „Elf des Tages“. Auch der zweite Kieler Torschütze Bornauw schaffte es in die Innenverteidigung der Auswahl. Für die „Sportschau“ gehörte zudem Kilian Fischer zur „Elf des 2. Spieltags“. Dem VfL- Rechtsverteidiger wurde eine „solide und fehlerlose“ Leistung attestiert und zudem sein Offensivdrang gelobt. Gratulation an das grün-weiße Erfolgstrio!

Im direkten Vergleich

  • Torschüsse: KSV 12 – WOB 12
     
  • Laufleistung: KSV 112,7 km – WOB 109,3 km
     
  • Ballbesitz: KSV 54 % – WOB 46 %
     
  • Gewonnene Zweikämpfe: KSV 126 – WOB 113
     
  • Zweikampfquote: KSV 53 % – WOB 47 %
     
  • Passquote: KSV 82 % – WOB 74 %
     
  • Sprints: KSV 228 – WOB 236
     
  • Schnellster Spieler: Benedikt Pichler (KSV) 32,9 km/h – Jakub Kaminski (WOB) 34,3 km/h

Zum Matchcenter