Der VfL hat in der 1. Runde des DFB-Pokals ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Gegen Hemelingen feierten die Wölfe einen ungefährdeten 9:0-Erfolg und ließen dem Bremer Fünftligisten nicht den Hauch einer Chance. Von Beginn an bestimmte der Bundesligist das Geschehen, kombinierte zielstrebig nach vorne und nutzte seine Torchancen konsequent. Bereits zur Pause war die Partie entschieden, in Halbzeit zwei erhöhte die Mannschaft noch einmal das Tempo und schraubte das Ergebnis in die Höhe. Damit gelingt den Grün-Weißen ein Auftakt nach Maß in den diesjährigen Pokalwettbewerb.
Weitere Fakten
- Rekordsieg im DFB-Pokal: Mit dem 9:0 in Hemelingen hat der VfL Klubgeschichte geschrieben. Nie zuvor gewannen die Grün-Weißen ein DFB-Pokalspiel höher. Der bisherige Bestwert datierte aus der Saison 2008/2009, als die Wölfe in der zweiten Runde mit 7:0 beim FC Oberneuland triumphierten. Dieser Rekord hielt über 15 Jahre lang – bis er nun mit einem beeindruckenden Kantersieg übertroffen wurde. Damals erzielte Edin Dzeko vier Treffer. Auch in der Saison 2023/2024 zeigten sich die Wölfe in Torlaune und besiegten TuS Makabi Berlin mit 6:0. In der Spielzeit 2012/2013 setzten sich die Niedersachsen mit 5:0 beim FC Schönberg 95 durch, im Achtelfinale zu Hause gegen den FC Hansa Rostock fielen beim 5:1-Erfolg ebenfalls fünf Treffer (2008/2009). Weitere Pokalpartien mit torhungrigen Wölfen waren die Partien gegen den 1. FC Magdeburg (5:1, 2002/2001) und den FC Bergedorf 85 (6:1, 2003/2004).
- Traumstart für Simonis: Für den neuen VfL-Cheftrainer Paul Simonis hätte der Einstand kaum besser verlaufen können. Gleich in seinem ersten Pflichtspiel an der Seitenlinie feierte der 40-Jährige einen historischen 9:0-Erfolg im DFB-Pokal und schrieb sich damit direkt in die VfL-Geschichtsbücher ein. Neben dem sportlichen Weiterkommen in die nächste Runde ist der Rekordsieg auch ein starkes Signal zum Saisonauftakt – und natürlich ein perfekter Start für den neuen Coach in Grün-Weiß.
- Pejcinovic glänzt mit Dreierpack: Der junge Angreifer wurde nach dem Pokalauftritt offiziell zum „Man of the Match“ gekürt. Nach einer torlosen ersten Hälfte legte die Nummer 17 der Wölfe nach der Pause eindrucksvoll los und traf innerhalb von knapp 30 Minuten dreimal (53., 76., 81.) – den lupenreiner Hattrick verhinderten nur die zwischenzeitlichen Treffer seiner Mitspieler Matias Svanberg (61., 71.) und Vaclav Cerny (72.). Als Anerkennung überreichte Cheftrainer Paul Simonis seinem Schützling den Spielball, wie es nach drei eigens erzielten Treffern üblich ist. Zusätzlich durfte Dzenan Pejcinovic die Auszeichnung für den besten Spieler der Partie entgegennehmen. Für den 20-Jährigen war es ein besonderes Signal: Nach seiner Leihe zu Fortuna Düsseldorf, wo er trotz schwerer Verletzungen (Meniskusriss und Mittelfußbruch) auf fünf Zweitliga-Tore kam, setzte er nun auch im VfL-Dress ein deutliches Ausrufezeichen.
- Majer eiskalt vom Punkt: Lovro Majer hat am Samstag seine Qualitäten als Elfmeterschütze erneut unter Beweis gestellt. Gegen Hemelingen verwandelte der kroatische Spielmacher sicher vom Punkt und markierte damit den dritten Treffer des Nachmittags. Vorausgegangen war ein Foul an Patrick Wimmer im Strafraum – Majer griff sich sofort den Ball und versenkte den fälligen Strafstoß unhaltbar oben rechts. Für den 27-Jährigen war es bereits der vierte verwandelte Elfmeter im VfL-Trikot. Drei seiner bisherigen Versuche in der Bundesliga hatte er ebenfalls sicher genutzt. Seine persönliche Bilanz ist makellos: 16 Mal trat der Nationalspieler in seiner Profikarriere bislang zum Elfmeter an – und 16 Mal traf er. Alles deutet damit darauf hin, dass die Nummer 10 der Grün-Weißen auch in dieser Saison der designierte Schütze vom Punkt bleibt.
- So geht es weiter im Pokal: Wer der nächste Gegner wird, das entscheidet sich am Sonntag, 31. August – an jenem Tag also, wenn die Wölfe in der Volkswagen Arena den 1. FSV Mainz empfangen (Anstoß um 15.30 Uhr). Stattfinden wird die Auslosung der 2. Runde, die am 28. und 29. Oktober ausgetragen wird, im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Ab 19 Uhr erfolgt die Ziehung, die ARD-„Sportschau“ überträgt live.
Im direkten Vergleich
- Torschüsse: 3 SVH – 38 VfL
- gespielte Pässe: 245 SVH – 616 VfL
- Ballbesitz: 28 % SVH – 72 % VfL
- Zweikampfquote: 44 % SVH – 56 % VfL
- Passquote: 76 % SVH – 92 % VfL
- Erfolgreiche Dribblings: 31 % SVH – 43 % VfL











