Männer

Nachspielzeit Freiburg

Faktenlage nach dem 1:1 beim Sport-Club Freiburg.

Der VfL Wolfsburg hat im Breisgau ein deutliches Zeichen im Abstiegskampf gesetzt und sich mit einer guten Vorstellung einen verdienten Punkt erarbeitet. Beim 1:1 in Freiburg präsentierten sich die Niedersachsen über weite Strecken als das aktivere und zielstrebigere Team – und hätten mit etwas mehr Konsequenz vor dem Tor sogar mehr mitnehmen können. Von Beginn an trat Grün-Weiß mutig auf, störte früh und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Die besseren Chancen lagen klar auf Seiten der Gäste, die sich für ihren Aufwand nach der Pause belohnten: Konstantinos Koulierakis brachte den VfL nach einem Standard verdient in Führung. Auch danach blieb Wolfsburg dran, ließ jedoch die Möglichkeit liegen, die Partie vorzeitig zu entscheiden. So kam Freiburg trotz überschaubarer Offensivaktionen noch zum Ausgleich durch Philipp Lienhart. In der Schlussphase stemmte sich der VfL erneut mit viel Einsatz gegen den drohenden Rückschlag und hatte seinerseits noch Chancen auf den Sieg. Somit fühlt sich dieser Punktgewinn wie ein Schritt nach vorn an: Die Wölfe klettern vom direkten Abstiegsplatz 17 auf den Relegationsrang 16, ziehen an St. Pauli vorbei und unterstreichen ihre stabile Form im Saisonendspurt. Tabelle Bundesliga | VfL Wolfsburg

Fakten zum Spiel

Kopfballstark und wertvoll:Konstantinos Koulierakis entwickelt sich zunehmend zu einer verlässlichen Offensivwaffe des VfL– insbesondere in der Luft. Alle drei Saisontreffer des Innenverteidigers fielen per Kopf und jeweils nach der Pause, ein bemerkenswert klares Profil für seine Torgefahr. Auffällig dabei: In sämtlichen Spielen blieb Koulierakis der einzige Wolfsburger Torschütze. Beim 1:2 gegen Borussia Dortmund reichte sein Treffer nach einem präzise getretenen Freistoß von Maximilian Arnold zwar nicht zu Zählbarem. Anders hingegen in den Auswärtsspielen: Sowohl beim 1:1 in Hoffenheim als auch beim 1:1 in Freiburg sicherte der Grieche seinem Team mit seinen Kopfballtoren jeweils einen wichtigen Punktgewinn. Ob nach Standards von Arnold oder Christian Eriksen – Koulierakis beweist ein gutes Timing, Durchsetzungsvermögen im Strafraum und Effizienz in entscheidenden Momenten. Seine Treffer stehen damit nicht nur für individuelle Qualität, sondern auch für wertvolle Punkte im engen Tabellenkampf.

Verbesserte Ausgangslage: Die Wölfe haben sich im Rennen um den Klassenerhalt in eine bessere Position gebracht. Trotz des 1:1 verlassen die Niedersachsen Rang 17 und ziehen dank der besseren Tordifferenz am punktgleichen FC St. Pauli vorbei. Damit steht bereits vor dem letzten Spieltag fest: Im direkten Duell am Millerntor geht es für den VfL und St. Pauli um Platz 16 und damit um den Relegationsrang – unabhängig vom Ausgang der Wolfsburger Partie gegen den FC Bayern. Die Ausgangslage ist klar: Sollten beide Teams am kommenden Wochenende verlieren – St. Pauli spielt in Leipzig – würde Wolfsburg im direkten Aufeinandertreffen ein Remis reichen, um Rang 16 zu sichern, sofern Heidenheim nicht noch eingreift.

Gepunktet nach Rückstand: Der Sport-Club hat beim 1:1-Unentschieden zum zehnten Mal nach einem Rückstand gepunktet (fünf Siege, fünf Unentschieden). Das ist ein neuer Vereinsrekord in einer Bundesliga-Saison.

Führung verspielt: Zum 13. Mal in dieser Bundesliga-Saison verspielte Wolfsburg eine Führung (sechs Remis, sieben Niederlagen). Das ist der Bundesliga-Höchstwert und zugleich ein Vereinsnegativrekord.

Torflaute beendet: Philipp Lienhart hatte zuvor 42 Bundesliga-Spiele nicht getroffen – es ist sein erstes Bundesliga-Tor seit Oktober 2024 (gegen den FCA).

Stolzes Jubiläum:Dieter Hecking erlebte sein 450. Bundesliga-Spiel als Trainer. Im historischen Ranking liegt er damit auf Platz zehn. 

Im direkten Vergleich

  • xGoal: 0,94 SCF – 0,82 WOB

  • Torschüsse: 11 SCF – 13 WOB

  • Laufleistung: 122,49 km SCF – 121,41 km WOB

  • Ballbesitz: 63 % SCF – 37 % WOB

  • Zweikampfquote: 51 % SCF –49 % WOB

  • Passquote: 84 % SCF –70 % WOB

  • Erfolgreiche Dribblings: 38 % SCF –45 % WOB

  • Schnellster Spieler: Philipp Treu(SCF) 34,16 km/h – Adam Daghim (WOB) 36 km/h

  • Laufstärkster Spieler: Philipp Treu (SCF) 12,4 km – Dzenan Pejcinovic (WOB) 12,9 km

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