Martin Schmidt nach dem Spiel gegen den Hamburger SV.
09.12.2017
Männer

„Mit einem blauen Auge“

Die Trainerstimmen zum 0:0 in Hamburg.

Martin Schmidt nach dem Spiel gegen den Hamburger SV.

Während HSV-Cheftrainer Markus Gisdol angesichts eines „richtig guten Spiels von uns“ mit dem torlosen Remis haderte, durfte sich VfL-Chefcoach Martin Schmidt über einen hart erkämpften Auswärtszähler freuen. Seine Wölfe hatten sich in die schwierige Partie „reingekniet und Mentalität gezeigt“. Am Ende war Grün-Weiß glücklich darüber, bei schwierigen Witterungsbedingungen „mit einem blauen Auge davongekommen“ zu sein.

Martin Schmidt: Es war ein schwieriges Spiel für uns. Wir haben die ganze Woche starke Bilder gesucht, um den Spielern zu zeigen, was uns hier erwartet. Der HSV ist eine Mannschaft, die sehr aggressiv presst, einem kaum Zeit lässt, mit dem Ball etwas Gescheites anzufangen. Das haben jüngst die Resultate gezeigt, auch die Gegner vor uns haben sich schwergetan. Ich wusste, dass es gerade nach dem Sieg gegen Gladbach, als man die ganze Woche gelobt wurde, hier sehr schwierig wird. Nach zehn Minuten hätte ich den Punkt eigentlich schon unterschrieben. Wir haben uns heute reingekniet und eine Mentalität gezeigt, die ein bisschen neu ist und in die wir uns hereinarbeiten mussten: zweite Bälle, hart gegen den Mann kämpfen, vor allem bei Druck. Deshalb ist das Beste heute sicherlich der Punkt und die Erkenntnis, dass wenn die Offensive mal nicht glänzt, die Defensive da ist. Wir haben das dann mit ein bisschen Glück zu Ende verteidigt und sind mit einem blauen Auge davon gekommen gegen einen Gegner, der das zuhause sehr gut macht. Ich bin heute sicherlich ein bisschen glücklicher als mein Kollege. Auswärts ein Punkt und daheim gewinnen: Damit können wir leben, auch wenn die ganze Mannschaft nicht mit dem Spiel zufrieden war. Jetzt kommt Leipzig, und da muss eine Reaktion kommen.

Markus Gisdol: Das Spiel war eindeutig auf unserer Seite. Es waren sehr schwierige Bedingungen mit einem tiefen Platz und glitschigem Boden. Vielleicht hat auch das ein bisschen mit dazu geführt, dass der letzte Ball heute nicht über die Linie wollte. Unter diesen Bedingungen haben wir das fußballerische sehr gut gelöst, haben immer wieder Wellen von fünf, sechs Minuten gefahren, wo wir richtig Druck aufgebaut haben. Es war ein richtig gutes Spiel von uns. In den letzten beiden Heimspielen haben wir jeweils drei Tore geschossen. Ich hätte gerne eines abgezogen und es heute erzielt – einfach, weil wir es verdient gehabt hätten. Das Ergebnis ist für uns zu wenig, aber die Art und Weise war sehr gut.

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