Wie hast du dich in den ersten Monaten sportlich und persönlich in Wolfsburg eingelebt?
Stina: Sehr gut. Ich habe schnell meine Abläufe gefunden und fühle mich sowohl im Team als auch im gesamten Umfeld sehr wohl. Der Verein macht es einem leicht, anzukommen. Ich bin auch mit meiner Wohnsituation glücklich und habe hier vor Ort ein gutes Umfeld, was den Wechsel natürlich erleichtert hat.
Gibt es gewisse Unterschiede im Training oder der alltäglichen Arbeit zu deinen vorherigen Vereinen?
Stina: Am Ende bleibt Fußball natürlich Fußball, aber die Inhalte auf dem Platz machen den Unterschied. Das Trainerteam arbeitet sehr akribisch, jede Einheit hat einen klaren Schwerpunkt. Es steckt viel Planung dahinter und es werden gezielt Anforderungen an uns gestellt, an denen wir wachsen können. Besonders diese Detailarbeit im Training hebt sich für mich hervor.
Als Torhüterin stehst du häufig im Fokus. Wie gehst du mit Drucksituationen um?
Stina: Spiele können für eine Torhüterin sehr unterschiedlich verlaufen. Manchmal kommt nur ein Ball aufs Tor, manchmal sehr viele. Wichtig ist für mich, jedes Spiel so anzunehmen, wie es kommt, es anschließend aufzuarbeiten und daraus zu lernen. Ich konzentriere mich darauf, mich weiterzuentwickeln und genieße es, mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Mein Anspruch ist, in jedem Spiel meine bestmögliche Leistung zu bringen.
Du wurdest zuletzt nach dem Spiel bei Juventus FC als Spielerin des Spiels ausgezeichnet. Welche Bedeutung hat so eine Auszeichnung für dich?
Stina: Unser wichtigstes Ziel war es, ins Champions-League-Viertelfinale einzuziehen – das haben wir erreicht. Alles andere ist ein schöner Bonus. Besonders wichtig war es für uns als Team, auch einmal zu null zu spielen. Dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte, freut mich natürlich.
Ihr seid in allen Wettbewerben weiterhin gut vertreten. Welche Ziele habt ihr für den Rest der Saison und was möchtest du vielleicht auch persönlich noch erreichen?
Stina: In der Bundesliga wollen wir mindestens den zweiten Platz verteidigen, um uns direkt für die Champions League zu qualifizieren. Im Viertelfinale gegen Lyon wollen wir eine gute Leistung zeigen und unser Maximum abrufen – das werden sehr anspruchsvolle Spiele. Im Pokal ist das klare Ziel, möglichst weit zu kommen und idealerweise den Titel zu holen. Gegen Frankfurt ist es natürlich auch persönlich ein besonderes Spiel für mich, weshalb ich mich enorm darauf freue. Meine persönlichen Ziele decken sich mit denen des Vereins. Ich möchte mich kontinuierlich weiterentwickeln, meine Leistungen stabilisieren und vor allem das genießen, was ich jeden Tag machen darf.