20.05.2021
Frauen

Mehr als eine Generalprobe

Die VfL-Frauen gastieren in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga bei Eintracht Frankfurt.

Englische Wochen stehen für die Frauen des VfL Wolfsburg in dieser Saison nicht mehr auf dem Programm, dafür Frankfurter Wochen: Am kommenden Sonntag, 23. Mai (Anstoß um 13.30 Uhr/live auf Magenta Sport), ist der Tabellenzweite der FLYERALARM Frauen-Bundesliga bei Eintracht Frankfurt zu Gast. Die Partie wird im Deutsche Bank Park ausgetragen. Eine Woche später, am 30. Mai (Anstoß um 16 Uhr/live in der ARD), stehen sich die beiden Teams dann im DFB-Pokalfinale in Köln gegenüber. Zumindest für die Wölfinnen hat die Liga-Partie keinesfalls den Charakter einer Generalprobe: Mit einem Erfolg in der WM-Arena von 2006 könnten die Grün-Weißen ihre geringen Titelchancen wahren und die Entscheidung im Kampf um die Deutsche Meisterschaft auf den letzten Spieltag vertagen.

Zum zweiten Mal in der Arena

Die erste Saison der Eintracht-Frauen nach Übernahme des 1. FFC Frankfurt war eine durchwachsene – zumindest in der Liga: Zwei Spieltage vor dem letzten Abpfiff rangiert das Team von Trainer Niko Arnautis auf dem sechsten Tabellenplatz, also gerade eben noch in der oberen Tabellenhälfte. Im Nachholspiel beim 1. FFC Turbine Potsdam gab es zuletzt eine 1:2-Niederlage. Dass die Frankfurterinnen ihre Liga-Bilanz nach dem Wochenende noch aufpolieren, läge durchaus im Interesse der VfL-Frauen: Am letzten Spieltag ist die Eintracht beim FC Bayern München zu Gast. Für die Gastgeberinnen ist die Partie gegen den VfL Wolfsburg der zweite Auftritt im großen Stadion, bereits zum Saisonstart gegen den SV Werder Bremen (5:1) durften die Adlerträgerinnen in der 51.500 Zuschauer fassenden Arena ran. Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit für den VfL Wolfsburg: In einem Abendspiel Mitte November behielten die Grün-Weißen mit 3:0 die Oberhand.

„Frankfurt ist eine Wundertüte“

Im Gegensatz zu Eintracht Frankfurt genossen die Wölfinnen ein spielfreies letztes Wochenende – Zeit genug also, um das 1:1 gegen den FC Bayern München zu verarbeiten. Ein Resultat, das das Pendel im Titelrennen wieder zugunsten der Münchnerinnen ausschlagen ließ. Deutlich mehr auf die Stimmung als das Remis drückte die Nachricht vom längerfristigen Ausfall einer Leitwölfin: Alexandra Popp hatte sich am gestrigen Mittwoch einem Eingriff am rechten Knie unterziehen müssen. Die Kapitänin wird mehrere Monate fehlen. Dezimiert wird die Kaderbreite auch durch den Weggang von Karina Saevik, die sich zu Beginn der Woche dem norwegischen Klub Avaldsnes IL anschloss. Vor seinem letzten Liga-Auswärtsspiel als VfL-Cheftrainer sprach Stephan Lerch über…

…die Zielsetzung: Wir wollen dominant sein, von Anfang an die Richtung vorgeben und klarmachen, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen. Ich bin guter Dinge, dass wir dies auch schaffen werden, wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen. Wir wollen unsere Restchance in der Meisterschaft wahren und so gehen wir das Spiel an. Da gibt es kein Taktieren mit Blick auf das DFB-Pokalfinale.

…den Gegner: Frankfurt ist eine Wundertüte in dieser Saison und sicherlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben in der Liga. Aus meiner Sicht kann der aktuelle Tabellenstand nicht ihr Anspruch sein. Aber trotzdem sind sie an einem guten Tag in der Lage, über sich hinauszuwachsen und es jedem Gegner schwerzumachen.

…die Ausgangsposition der Eintracht: Es könnte durchaus sein, dass sie sich etwas überlegen und vielleicht die eine oder andere Spielerin für das DFB-Pokalfinale schonen. Auf der anderen Seite fehlt diesen Spielerinnen dann der Rhythmus, vielleicht spricht das dagegen. Aber darüber muss ich mir ja als Trainer des VfL Wolfsburg keine Gedanken machen.

…die Spielstätte: Mit meiner Frankfurter Vergangenheit freue ich mich sehr, mal in diesem Stadion spielen zu dürfen – das ist ein absolutes Highlight. Das kommt unserem Spiel auch entgegen, weil es ein richtig guter Platz ist. Das war im Stadion am Brentanobad nicht immer der Fall. Es ist auch ein kluger Schachzug der Eintracht, wenn man den Spielerinnen schon mal das Gefühl geben kann, in einem großen Stadion zu spielen.

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