22.07.2018
Frauen I

Lerch : „Gute Grundlage für neue Saison legen“

Gewinnerinnen starten mit Laktattest in Saisonvorbereitung.

Es ist noch gar nicht so lange her, da hielten die Wölfinnen Anfang Juni beim letzten Liga-Spiel die Meisterschale in die Höhe. Knapp zwei Monate später bittet Trainer Stephan Lerch, der in seine zweite Saison als Chefcoach geht, seine Spielerinnen zum Trainingsauftakt an den Elsterweg. Am Montag, 23. Juli, starten die Gewinnerinnen mit dem obligatorischen Laktattest in die Vorbereitung zur neuen Saison 2018/2019.

Stephan Lerch, sieben Wochen liegen zwischen dem letzten Punktspiel und dem morgigen Trainingsstart. Wie haben Sie diese Zeit verbracht?
Stephan Lerch: Nach dem letzten Spiel haben wir die Spielerinnen zur Nationalmannschaft verabschiedet und sind anschließend nochmal zusammengekommen für unsere kleine, interne Saisonabschlussfeier. In diesem Zeitfenster konnte ich die Spielzeit nachbereiten und einiges für die kommende vorbereiten. Ein paar Tage später ging es für mich in die Heimat, anschließend weiter in Richtung Süden nach Österreich und Italien, um dort im Urlaub nach der doch spannenden und intensiven Saison etwas abzuschalten.

Hat es bei Ihnen schon gekribbelt, dass es endlich wieder losgeht?
Lerch: Auf jeden Fall verspüre ich eine große Vorfreude, dass es wieder losgeht. Ich denke, die Pause war gut und wichtig. Vor allem für die Nationalspielerinnen, die in diesem Sommer kein Turnier spielen mussten. Das tat ihnen gut. Jetzt freue ich mich wieder, auf den Platz zu stehen und die Spielerinnen täglich zu sehen, um mit ihnen zu arbeiten und eine gute Grundlage für die neue Saison zu legen.

Der Startschuss fällt mit dem obligatorischen Laktattest. Welche Schlüsse können Sie aus den Ergebnissen für die Arbeit in der Vorbereitung ziehen?
Lerch: Der Laktattest gibt uns einen aktuellen Stand über den Fitnesszustand jeder Spielerin und er hilft uns bei der Trainingssteuerung, so dass niemand in den Einheiten über- oder unterbelastet wird. Wir können gezielt Reize setzen und deshalb ist dies ein ganz wichtiges Instrument in der Vorbereitung.

Wo legen Sie in den nächsten Wochen die Schwerpunkte?
Lerch: Die Spielerinnen haben durch ihre individuellen Pläne schon eine gute Grundlagen-Ausdauer– auch im Kraft- und Stabilisationsbereich – erreicht. Darauf wollen wir aufbauen und die konditionelle Basis weiter ausbauen. Dazu greifen wir taktische und fußballerische Erkenntnisse aus der vergangenen Saison auf und werden in der Offensive wie Defensive gezielt arbeiten.

Mitte August geht es für knapp zehn Tage ins Trainingslager nach Österreich mit Testspielen gegen SKN St. Pölten und Twente Enschede. Steht dann die Arbeit mit dem Ball im Vordergrund?
Lerch: Wir wollen dort viel im taktischen Bereich arbeiten. Dazu dienen auch die zwei für uns sehr wichtigen Testspiele. Da können wir die Dinge, die wir erarbeitet haben, direkt anwenden und aufs Spiel übertragen sowie Rückschlüsse ziehen, woran wir noch verstärkt arbeiten müssen.

Mit Sara Doorsoun, Mary Earp und Pia-Sophie Wolter gab es drei Neuzugänge, dazu kommt Anna-Lena Stolze von der U20. Wie schätzen Sie diese Spielerinnen ein?
Lerch: Anna Lena-Stolze ist eine sehr, sehr junge Spielerin und kommt aus unserem eigenen Nachwuchs. Ihr muss man Zeit geben, sich anzupassen. Das tägliche Training bei uns wird sie voranbringen, sie soll munter und selbstbewusst auftreten, jederzeit lernen und Dinge mitnehmen. Pia-Sophie Wolter hat schon Bundesligaerfahrung in Bremen sammeln können. Sie ist flexibel einsetzbar. Der Wechsel wird eine Umstellung sein, aber sie hat das Potenzial und weiß, worauf es in der Bundesliga ankommt. Mary Earp hat in England eine starke Saison gespielt und ist bereit für den nächsten Karriereschritt. Sie ist sehr ambitioniert und kommt mit großen Ehrgeiz zu uns – eine gute Grundlage, um sich hier weiterzuentwickeln und ein sicherer Rückhalt zu sein. Sara Doorsoun ist eine Spielerin, die schon länger auf hohem Niveau gute Leistung gezeigt hat. Daher hoffe ich, dass sie uns auf Anhieb weiterhelfen kann. Sie bietet uns mehr Möglichkeiten in der Defensive und bringt eine tolle Einstellung mit nach Wolfsburg.

Deutscher Meister, Pokalsieger, Champions-League-Finalist in der vergangenen Spielzeit. Was kann der VfL in der neuen Saison noch besser machen?
Lerch: Es geht nicht darum, Dinge besser zu machen. Das primäre Ziel ist, eine gute Grundlage zu legen, was die Mentalität betrifft und das fußballerische, um auch in diesem Jahr erfolgreich zu sein. Wir wollen es wieder schaffen, ins Pokalfinale einzuziehen sowie ins Finale der Königsklasse und natürlich um die Deutsche Meisterschaft mitspielen. Mit Einsatz, Leidenschaft und harter Arbeit wollen wir das vorbereiten, um das bestmögliche herausholen.

Ein Blick voraus: Noch vor dem Liga-Start (16.09.) müssen die Wölfinnen im Sechzehntelfinale der UEFA Women’s Champions League (12./13.09.) ran. Wie beurteilen Sie diese Ansetzung?
Lerch: Das ist eine neue Situation für uns. Da wir aber den Rhythmus einer Englischen Woche kennen, werden wir gut damit umgehen können. Insgesamt steht uns ein schwerer Start ins Haus. Mit Frankfurt als ersten Gegner in der Allianz Frauen-Bundesliga haben wir einen harte Aufgabe zu lösen, davor die Champions League mit Reisestrapazen – aber wir haben die Qualität und Breite im Kader, so dass wir gut vorbereitet sein werden.

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