Verdiente Führung
Nach dem Seitenwechsel knüpfte Wolfsburg direkt an die starke Phase an und belohnte sich durch Konstantinos Koulierakis (57.) mit der verdienten Führung. In der Folge blieben die Wölfe am Drücker, verpassten jedoch bei Abschlüssen von Lovro Majer und Daghim (78.) die Vorentscheidung. Freiburg nutzte schließlich eine seiner wenigen Möglichkeiten: Nach einer Flanke von Johan Manzambi köpfte Philipp Lienhart zum Ausgleich ein (75.). In der Schlussphase drängte Grün-Weiß auf den Sieg, kam über Standards zu Möglichkeiten, während Kamil Grabara auf der Gegenseite stark parierte (90.). Trotz intensiver Schlussminuten blieb es beim Remis und die Niedersachsen verdrängten mit dem einen Zähler St. Pauli vom Relegationsplatz 16.
Tore
- 0:1 Koulierakis (55.): Nach einer Ecke segelt die Hereingabe an den zweiten Pfosten, wo Koulierakis perfekt einläuft und den Ball per Kopf platziert ins lange Eck setzt.
- 1:1 Lienhart (75.): Manzambi bringt von links eine präzise Flanke, Lienhart steigt hoch und köpft den Ball über den Innenpfosten ins Netz.
Trainerstimmen
Dieter Hecking: Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Man hat von der ersten Sekunde gemerkt, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollten eine gute Kompaktheit gegen den Ball haben und Freiburg nicht ins Spiel kommen lassen. Wir haben das über 90 Minuten gut wegverteidigt, mit zwei richtig fleißigen Stürmern, die sehr intensiv angelaufen sind, und auch die Mittelfeldspieler waren ständig unterwegs. Wichtig war für mich, dass wir angefangen haben, mit dem Ball Fußball zu spielen und nicht mehr planlos nach vorne. Das ist der nächste Schritt, den die Mannschaft gemacht hat. Man sieht, dass sie Fußball spielen will und keine typische Abstiegskampfmannschaft ist – und sie entwickelt sich weiter. Deshalb kommt es auch nicht von ungefähr, dass wir aktuell stabil sind und das dritte Spiel in Folge nicht verloren haben. Ich hätte mir nach dem 1:0 gewünscht, dass wir das zweite Tor nachlegen, weil wir wussten, dass Freiburg noch Qualität von der Bank bringen kann. Beim Gegentor müssen wir es besser verteidigen – wir müssen außen mehr Druck auf den Flankengeber bekommen, und in der Mitte waren wir uns nicht klar genug in der Zuordnung. Am Ende müssen wir aber auch sagen, dass wir in der Schlussphase Glück hatten. Insgesamt ist es, glaube ich, verdient, dass wir den Punkt mitnehmen. Damit sind wir zufrieden, haben tabellarisch einen kleinen Schritt gemacht und wollen diese Entwicklung jetzt fortsetzen.
Julian Schuster: Wir sind heute nicht gut ins Spiel gekommen, waren nicht in den richtigen Räumen und haben es nicht geschafft, in die Situationen zu kommen, in denen wir gefährlich werden können. Dadurch sind wir auch nicht zu Abschlüssen gekommen, und selbst bei Standards hatten wir nicht die gewünschte Wirkung. Die ersten Minuten in der zweiten Halbzeit liefen dann auch nicht unbedingt in unsere Richtung, da hat sich das Gegentor ein Stück weit abgezeichnet. Danach wurde es aber wesentlich besser. Sehr positiv ist, dass die Jungs Charakter gezeigt und sich zurückgekämpft haben – das zeichnet die Mannschaft aus. Auch die Spieler, die reingekommen sind, haben es gut gemacht und uns Input gegeben. Das ist für uns extrem wichtig. In dieser Phase der Saison kann jeder einzelne Punkt entscheidend sein, und deshalb ist die Punkteteilung heute für uns positiv.
Aufstellungen und Statistiken
SC Freiburg: Atubolu – Treu, Ginter, Ogbus (58. Lienhart), Günter 72. Kübler) – Eggestein, Manzambi, Beste, Suzuki (81. Höfler), Grifo (71. Scherhant) – Höler (58. Matanovic)
Ersatz: Müller (Tor), Makengo, Philipp, Irie
VfL Wolfsburg: Grabara – Belocian, Vavro, Koulierakis (90.+7 Jenz) Kumbedi – Souza (72. Svanberg), Eriksen (90.+7 Gerhardt) – Maehle, Wimmer (72. Majer), Daghim (86. Amoura) – Pejcinovic
Ersatz: Pervan (Tor), Zehnter, Paredes, Shiogai
Tore: 0:1 Koulierakis (55.) 1:1 Lienhart (75.)
Gelbe Karten: Ginter / Svanberg
Schiedsrichter: Bastian Dankert (Schwerin)
Zuschauer: 32.500 Zuschauende im Europa-Park Stadion
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