20.02.2020
Männer

Knapper Sieg

Wölfe gewinnen Sechzehntelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen Malmö mit 2:1.

Der VfL hat sich beim ersten Akt im Sechzehntelfinale der UEFA Europa League in der heimischen Volkswagen Arena gegen den schwedischen Vertreter Malmö FF knapp mit 2:1 (0:0) durchgesetzt. Josip Brekalo (49.) und Admir Mehmedi (62.) gelang es, den zwischenzeitlichen Rückstand durch einen verwandelten Handelfmeter Isaac Kiese Thelins (47.) zu drehen. Bevor die Grün-Weißen am kommenden Donnerstag, den 27. Februar (Anstoß um 18.55 Uhr), zum Rückspiel in Malmö antreten, wartet bereits am Sonntag, 23. Februar, die nächste Aufgabe in der Liga gegen den 1. FSV Mainz 05 (Anstoß um 18 Uhr).

Guilavogui muss passen

VfL-Chefcoach Oliver Glasner nahm gegenüber dem jüngsten 3:2-Auswärtserfolg in Hoffenheim zwei Wechsel vor: Für den angeschlagen fehlenden Kapitän Josuha Guilavogui rückte Yannick Gerhardt in die Startformation. Zudem ersetzte der Kroate Brekalo den Schweizer Renato Steffen (Bank). Für den letztjährigen schwedischen Vizemeister Malmö beginnt die neue Allsvenskan-Saison erst im April. Den lockeren Aufgalopp für ihren Auftritt in der Volkswagen Arena absolvierte die Elf vom neuen Coach Jon Dahl Tomasson am vergangenen Wochenende im nationalen schwedischen Pokal erfolgreich. Gegenüber dem 8:0 gegen den Drittligisten Syrianska FC standen mit Anders Christiansen und Kiese Thelin zwei Neue in der Anfangself, Oscar Lewicki und Guillermo Molins nahmen auf der Bank Platz.

Gut aus den Startlöchern

Der VfL begann gegen den schwedischen Rekordmeister selbstbewusst und spielfreudig. Einem ersten gefährlichen Wölfe-Vorstoß über Maximilian Arnold und Jerome Roussillon (6.) folgten schnell Torabschlüsse durch Xaver Schlager (7.) und Mehmedi (11.), bei denen MFF-Keeper Johan Dahlin aber jeweils auf dem Posten war (7.). Die Skandinavier setzten ihrerseits den einen oder anderen Nadelstich (4., 13.), ohne jedoch wirklich für ernsthafte Gefahr zu sorgen. Dann aber erlitt das Spiel plötzlich einen Bruch. Ungenauigkeiten schlichen sich ein und die Glasner-Elf verlor zunehmend den Faden.

Brekalo trifft Aluminium

Trotz deutlich höherer grün-weißer Spielanteile hatten die Schweden insgesamt wenig Mühe, ihren Strafraum sauber zu halten. Lediglich ein sehenswerter Schnittstellenpass Schlagers auf den nur knapp verpassenden Roussillon (28.) und ein zu hoch angesetzter Abschluss Arnolds (28.) sorgten nochmal für etwas Gefahr. In der 38. Minute folgte dann plötzlich doch noch ein Hallo-Wach durch Brekalos Lattenknaller nach erneut starkem Schlager-Zuspiel (38.). Am Ende einer durchwachsenen ersten Hälfte hatten die Wölfe dann aber durchaus Glück, dass Gerhardts Foul an der Strafraumgrenze keine Folgen hatte, Christiansen knallte den fälligen Freistoß in die Mauer (45.).

Otavio bringt Schwung, Brekalo zaubert

Mit Paulo Otavio für Roussillon ging es vor 13.801 Zuschauern in der Volkswagen Arena weiter – und wie! Keine 40 Sekunden waren gespielt, da unterlief Kevin Mbabu beim Christiansen-Kopfball zunächst ein folgenschweres Handspiel im eigenen Strafraum, für das der Rechtsverteidiger zudem den gelben Karton erhielt und damit beim Rückspiel zuschauen muss. Kiese Thelin verwandelte vom Punkt eiskalt zur Gästeführung (46.). Doch nur drei Minuten brauchten die Wölfe, um zurückzuschlagen. Brekalo setzte nach Balleroberung Otavios zu einem kraftvollen Tempolauf an und verwandelte das Leder vom linken Strafraumeck wunderbar ins rechte Dreieck (48.). Und Otavio blieb auffällig, nach einer Stunde prüfte er den aufmerksamen Dahlin aus spitzem Winkel.

Mehmedi-Kopfball dreht das Spiel

Nach 62 Minuten wurde die deutliche Leistungssteigerung nach der Pause und dem frühen Schock erneut belohnt: Arnold servierte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld aufs lange Eck, Mehmedi köpfte die Kugel mit freundlicher Hilfe vom noch abfälschenden Kiese Thelin in die Maschen – 2:1. Gleich zweimal Glück hatten die Gäste kurze Zeit später, als zunächst Mbabu (71.) und dann Otavio (83.) im Strafraum zu Fall kamen, der Unparteiische aber beide Male weiterlaufen ließ. Nachdem auch ein letzter Freistoß Brekalos in den Armen Dahlins landete (90.), blieb es letztlich bei einem 2:1 und damit einer ordentlichen Ausgangsposition für das Rückspiel in Malmö.

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Knoche, Brooks, Roussillon (46. Otavio) – Gerhardt, Schlager (71. Steffen), Arnold, Mehmedi, Brekalo (90.+2 Ginczek) – Weghorst

Malmö FF: Dahlin – Larsson, Ahmedhodzic, Bengtsson, Safari – Bachirou, Traustason (22. Rieks, 58. Berget), Christiansen, Nalic – Kiese Thelin, Antonsson

Tore: 0:1 Kiese Thelin (46., HE), 1:1 Brekalo (48.), 2:1 Mehmedi (62.)

Gelbe Karten: Gerhardt, Mbabu (gesperrt) / Safari, Nalic

Zuschauer: 13.801 am Donnerstagabend in der Volkswagen Arena

Schiedsrichter: Gediminas Mazeika (Litauen)

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