ALexandra Popp beim Kopfball im 16-Meter-Raum.
30.01.2019
Frauen

Klarer Testspiel-Sieg in Portugal

Die VfL-Frauen setzen sich mit 4:1 gegen Sporting Lissabon durch.

ALexandra Popp beim Kopfball im 16-Meter-Raum.

Die Frauen des VfL Wolfsburg haben das erste von zwei Testspielen im Rahmen des Trainingslagers an der Algarve gewonnen: Gegen Sporting Lissabon setzte sich das Team von Cheftrainer Stephan Lerch mit 4:1 durch. Alexandra Popp (zwei), Pia-Sophie Wolter und Anna-Lena Stolze erzielten die Treffer im Aufeinandertreffen zwischen dem portugiesischen und dem deutschen Titelträger, das in der Kleinstadt Castro Verde stattfand. Trotz schwerer Beine nach intensiven Trainingstagen dominierten die Wölfinnen das Geschehen mit hohen Ballbesitzanteilen und flüssigem Kombinationsspiel. Der nächste Test findet bereits übermorgen, am 1. Februar, statt – dann kommt es in Vila Real de Santo António zu einem Bundesliga-Vergleich: Um 17 Uhr deutscher Zeit treffen die VfL-Frauen auf den 1. FFC Frankfurt, der sein Trainingsquartier ebenfalls an der Algarve aufgeschlagen hat. Um Punkte geht es dann wieder rund zwei Wochen später: Am Sonntag, 17. Februar 2019 steigt das Bundesliga-Spitzenspiel beim FC Bayern München.

Nur Almuth Schult fehlt 

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch musste auf Torfrau Almuth Schult (grippaler Infekt) verzichten, ansonsten standen dem Coach alle Spielerinnen zur Verfügung. Das galt auch für Alexandra Popp, die nach ihrem Jochbeinbruch mit einer Maske auflief. Eine Chance, sich zu beweisen, erhielten die beiden Talente Melina Loeck und Anna-Lena Stolze, die über die volle Distanz mitwirken durften.

„Maskenfrau“ Popp trifft doppelt

Nach sonnigen Tagen zu Beginn des Aufenthalts in Portugals öffnete der Himmel erstmals seine Schleusen. Der Spielfreude der Wölfinnen tat der etwas rutschige Untergrund keinen Abbruch: Die Grün-Weißen, die diesmal auf die Farbkombination weiß-blau zurückgreifen mussten, setzten die Sporting-Frauen früh unter Druck, erzwangen so immer wieder Ballverluste. Bis zum ersten Treffer dauerte es keine Viertelstunde: Nach einer von Katharina Baunach ausgeführten Ecke drosch Pia-Sophie Wolter das Leder aus kurzer Distanz in die Maschen (13.). Beim zweiten Tor ging die Vorarbeit erneut auf das Konto von Baunach. Den Lattenknaller der linken Außenverteidigerin staubte „Maskenfrau“ Popp per Kopfballheber zum 2:0 ab (21.). Sechs Minuten später entschärfte Lissabons Torhüterin Patricia Morais dann einen Torschuss von Baunach. Den 3:0-Halbzeitstand besorgte dann Popp, die einen Strafstoß nach Foul an Zsanett Jakabfi verwandelte (45.).

Alex Popp beim Kopfball im 16-Meter-Raum.

Youngster Stolze unter den Torschützinnen

Zur zweiten Hälfte nahm Lerch einige personelle und taktische Umstellungen vor – am Spielgeschehen änderte sich dadurch nichts: Die VfL-Frauen gaben bei zunächst stürmischem Regenwetter weiter den Ton an. In der 58. Minute kam Ella Masar nach feinem Zuspiel von Pernille Harder zu Fall, doch diesmal blieb der Elfmeterpfiff des portugiesischen Unparteiischen aus. Bis zum vierten VfL-Treffer sollte es aber nicht mehr lange dauern. Nach Zuspiel von Popp war es die 18-jährige Stolze, die aus zwölf Metern trocken einnetzte (61.). Wenig später passierte tatsächlich das, worauf bis dahin wenig hindeutete: Der portugiesische Meister erzielte ein Tor! Und ein sehenswertes noch dazu: Stürmerin Ana Capeta überwand Melina Loeck mit einem gut getimten Heber aus 22 Metern, der über den Innenpfosten den Weg ins VfL-Tor fand (63.). In der Schlussphase entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch: Sporting agierte insgesamt offensiver als vor der Pause, so dass sich für die Wölfinnen nun mehr Räume für schnelle Gegenzüge boten. Für weitere Treffer reichte es allerdings nicht mehr. Unter dem Strich ein standesgemäßer Sieg der VfL-Frauen.

„Können wertvolle Rückschlüsse ziehen“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Unter der Berücksichtigung unserer Vorbelastung sowie der nicht optimalen Platzbedingungen war es ein erfolgreicher Test. Man hat gesehen, dass die Mannschaft von der ersten Minute an engagiert war und versucht hat, den Gegner laufen zu lassen. Dass noch nicht jeder Pass ankam, ist ganz normal zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung. Wir waren bei Standardsituationen sehr gefährlich, haben daraus auch Tore erzielt – das war sehr erfreulich. Sporting Lissabon war ein guter Gegner, der selbst Fußball spielen wollte. Deshalb mussten wir auch in der Defensive kompakt stehen und hellwach sein. Bis auf das Gegentor, ein Schuss aus größerer Distanz, haben wir auch wenig zugelassen. Insgesamt eine Partie, aus der wir wertvolle Rückschlüsse ziehen können.  

VfL Wolfsburg: Loeck – Blässe (70. Peter), Wedemeyer (70. Wittje), Goeßling (46. Doorsoun), Baunach (46. Minde) – Wolter (70. Hansen), Neto (70. Gunnarsdottir), Popp, Masar – Stolze, Jakabfi (46. Harder)

Tore: 0:1 Wolter (13.), 0:2 Popp (21.), 0:3 Popp (45.), 0:4 Stolze (61.), 1:4 Capeta (63.)

Zuschauer: 140 am Mittwochnachmittag im Estádio Municipal de 25 Abril in Castro Verde

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