Jakabifi im Zweikampf mit einer Spielerin vom FC Köln.
SO .  3. 06. 2018
Frauen I

Keine Tore im Saisonfinale

Wölfinnen trennen sich mit 0:0-Unentschieden vom 1. FC Köln.

Jakabifi im Zweikampf mit einer Spielerin vom FC Köln.

Die VfL-Frauen haben sich am letzten Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga-Saison 2017/2018 vom 1. FC Köln mit einem 0:0-Unentschieden getrennt. Trotz zahlreicher hochkarätiger Chancen, war es den Wölfinnen gegen einen gut stehenden Gegner aus Köln nicht gelungen, ein Tor zu erzielen. Durch das Remis konnten die Wölfinnen dennoch einen persönlichen Punkte-Rekord aufstellen – 56 Zähler in einer Spielzeit der Allianz Frauen-Bundesliga waren den Grün-Weißen bisher nie gelungen. Zudem gab es noch einen weiteren Titel zu feiern: Pernille Harder holte erstmals in der VfL-Bundesliga-Historie mit insgesamt 17 Treffern die Torjägerkanone nach Wolfsburg. Vor der Partie wurden mit Isabel Kerschowski, Merle Frohms, Vanessa Bernauer, Luisa Wensing und Tessa Wullaert fünf langjährige VfL-Spielerinnen genauso gebührend verabschiedet wie Assistenztrainerin Britta Carlson (wird Co-Trainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft), Physiotherapeut Alexander Jura und Betreuer Andreas Lemeter.

Frohms im Abschiedsspiel von Beginn an

Im Vergleich zur 1:2-Niederlage beim FC Bayern München vor einer Woche veränderte VfL-Cheftrainer Stephan Lerch seine Elf auf insgesamt fünf Positionen. Merle Frohms besetzte dabei den Posten zwischen den Pfosten und kam zu ihrem Abschiedsspiel. Darüber hinaus rückten Alexandra Popp, Harder, Lena Goeßling und Ella Masar für Wullaert, Anna-Lena Stolze, Joelle Wedemeyer sowie Noelle Maritz in die Startformation.

Wölfinnen drücken, Frohms sicherer Rückhalt

Der Rahmen hätte kaum besser sein können: Bei bestem Wetter mit Sonnenschein und Temperaturen um 25 Grad sowie vor gut gefüllten Rängen mit 2.923 Zuschauern, war alles angerichtet für einen gelungenen Fußball-Nachmittag im AOK Stadion. Und die Wölfinnen legten gut los: Babett Peter (10. Minute) per Kopf und Harder per Fernschuss (20.) sowie mit dem Kopf (29.) verzeichneten die ersten Chancen für Grün-Weiß. In der Folge traten die VfL-Frauen weiter aufs Gaspedal, drückten die Gäste tief in die eigene Hälfte, ließen allerdings auch die Gelegenheit von Masar (34.), die freistehend im Sechzehner eine Jakabfi-Hereingabe nur haarscharf verpasste, verstreichen. Kurz darauf konnte sich auch Frohms erstmals auszeichnen. Nach einem gut vorgetragenen Kölner-Konter erweis sich die VfL-Schlussfrau als sicherer Rückhalt und parierte den Abschluss von Lidija Kulis gekonnt (38.). So ging es nach 45 Minuten in einer durchaus unterhaltsamen Partie zunächst ohne Tore in die Kabinen.

Viel Druck, keine Tore

Auch in Durchgang zwei machte die Lerch-Elf dort weiter, wo sie im ersten Abschnitt aufgehört hatte und spielte munteren Offensiv-Fußball. So nahm Popp einen von Masar zugespielten Ball gekonnt in den Strafraum mit und schloss per Volley-Schuss ab – FC-Schlussfrau Claudia Hoffmann bot jedoch ihr ganzes Können auf und parierte (54.). Kurz darauf verfehlte auch ein Harder-Freistoß aus etwa 17 Metern das Gehäuse knapp (59.), ehe Jakabfi einen Abschluss aus kurzer Distanz zu zentral platzierte (66.) und dadurch ebenfalls an Hoffmann scheiterte. Die Gäste fanden zu diesem Zeitpunkt offensiv kaum Lösungen und verlegten sich ausschließlich auf das Verteidigen. Ein Tor sollte den engagierten Wölfinnen an diesem Nachmittag einfach nicht gelingen, denn auch Popp (81.), Hansen (82.) und erneut Popp brachten trotz bester Gelegenheiten das Leder nicht über die Linie. So blieb es beim torlosen Unentschieden. Trüben konnte dies die Freude über den Gewinn der vierten Meisterschaft jedoch nicht. Nach Abpfiff und Übergabe der Meisterschale durch DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg und Margit Stoppa, Spielleiterin der Allianz Frauen-Bundesliga, feierte das Team ausgelassen mit den zahlreichen grün-weißen Anhängern.

„Wollten zum Saisonabschluss gewinnen“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir wollten zum Saisonabschluss gewinnen, das war das Ziel. Das hat leider nicht geklappt, das ist schade, weil wir besonders im zweiten Abschnitt nah dran waren und viele Möglichkeiten hatten. Das ärgert uns im ersten Moment, ist aber schnell verflogen, weil man der Mannschaft keinen Vorwurf machen kann, denn sie hat es eigentlich gut gemacht und so überwiegt jetzt natürlich die Freude über den Meistertitel und dass wir die Schale jetzt in den Händen halten.

VfL Wolfsburg: Frohms – Peter, Fischer, Goeßling (84. Wensing), Baunach (46. Dickenmann) – Popp, Neto – Jakabfi, Harder (68. Hansen), Kerschowski – Masar

1. FC Köln: Hoffmann – Arnold, Moore, Nietgen, Hild, Frommont – Kohr (80. Meßmer), Gosch, Vinken, Kulis – Hearn

Gelbe Karten: Fehlanzeige

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 2.923 Zuschauer am Sonntagnachmittag im AOK Stadion

Schiedsrichterin: Ines Appelmann (Alzey)

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