Der VfL Wolfsburg musste sich am Samstag im ersten Spiel nach der Abstellungsperiode dem VfB Stuttgart mit 0:3 (0:1) geschlagen geben. Für die Mannschaft von Cheftrainer Paul Simonis war es die vierte Niederlage in Folge. Die Wölfe waren über weite Strecken in der Defensive gebunden und fanden nur phasenweise in ihr Spiel. Den Führungstreffer für die Schwaben erzielte ausgerechnet der frühere Wolfsburger Tiago Tomas.
Personal
VfL-Cheftrainer Paul Simonis stellte seine Startelf im Vergleich zur 1:3-Auswärtsniederlage beim FC Augsburg auf drei Positionen um: Aaron Zehnter, Christian Eriksen und Jonas Wind begannen anstelle von Maximilian Arnold, Mohammed Amoura und Dzenan Pejcinovic, die allesamt auf der Bank Platz nahmen. Für Eriksen war es das Startelfdebüt in der Bundesliga, Zehnter stand erstmals seit dem Heimspiel gegen Mainz wieder in der Anfangsformation.
Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß nahm nach dem 1:0-Heimsieg gegen Heidenheim vier Änderungen vor: Angelo Stiller, Ramon Hendriks, Nikolas Nartey und der frühere Wolfsburger Tiago Tomas ersetzten Atakan Karazor und Badredine Bouanani (beide Bank) sowie Jamie Leweling (Adduktorenprobleme) und Ermedin Demirovic (Fußverletzung).
Spielverlauf
Stuttgart mit viel Ballbesitz und einem druckvollen Start, die Wölfe tief in der eigenen Hälfte. Die ersten gefährlichen Szenen gehörten entsprechend den Gästen: Jeff Chabot zog aus der Distanz ab (4.), Tiago Tomas verfehlte nach Vorlage von Bilal El Khannouss nur knapp das Ziel (12.). Ansonsten hatte die VfL-Defensive die anrauschenden Schwaben in der Anfangsphase gut im Griff, der Druck nahm aber stetig zu. Chema Andres kam nach Flanke von Angelo Stiller frei zum Kopfball – Kamil Grabara war zur Stelle (26.). Bei der anschließenden Ecke tankte sich Chabot vor dem Tor durch und köpfte hauchzart vorbei. Wolfsburg setzte inmitten der VfB-Drangphase auch ein offensives Zeichen: Jonas Wind schickte Mattias Svanberg, der aber abgelaufen wurde und aus spitzem Winkel an Alexander Nübel scheiterte. In der 35. Minute brachte Tiago Tomas die Gäste in Führung: Nach kurz ausgeführter Ecke flankte Stiller ins Zentrum, wo der Ex-Wolfsburger per Kopf unbedrängt einnickte.
Nach dem Seitenwechsel zunächst ein unverändertes Bild: Stuttgart blieb am Drücker, Wolfsburg weiterhin in der Defensive gefordert. El Khannouss fand mit einer flachen Hereingabe keinen Abnehmer (49.) und setzte kurz darauf einen Kopfball deutlich daneben. In der 55. Minute erhöhte der VfB: Nach einem geblockten Abschluss von Stiller verwertete Maximilian Mittelstädt den Abpraller zum 0:2. Nur vier Minuten später kam Chema aus dem Rückraum zum Abschluss, setzte den Ball aber knapp über das Tor. Die Wölfe leisteten sich immer wieder Fehler im Aufbau und fanden dadurch nicht zu ihrem Spiel. In der 67. Minute brachte Cheftrainer Paul Simonis mit Sael Kumbedi und Andreas Skov Olsen zwei frische Kräfte, kurz darauf ersetzte Lovro Majer den angeschlagenen Svanberg (69.). Für Kumbedi war es das Pflichtspieldebüt im VfL-Trikot. Das Spiel flachte nun etwas ab, auch weil Stuttgart mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken einen Gang zurückschaltete. In der Folge hatte der VfL seine beste Phase: Nach einer guten Kombination über mehrere Stationen wurde eine Hereingabe von Aaron Zehnter von Chabot geklärt. In der zweiten Welle kamen Eriksen und Skov Olsen nicht entscheidend zum Abschluss, holten aber eine Ecke heraus. Aus dieser entstand eine Doppelchance: Der Kopfball von Konstantinos Koulierakis wurde geblockt, Wind traf im Anschluss aus spitzem Winkel nur die Außenseite des Pfostens (77.). In der 80. Minute machte der VfB schließlich alles klar: Stiller traf zum 0:3 und setzte damit den Schlusspunkt.


































