Maximilian Arnold erkämpft den Ball im Zweikampf.
10.11.2019
Männer

Keine Heimpunkte

Wölfe haben im Werksduell mit Bayer Leverkusen mit 0:2 das Nachsehen.

Maximilian Arnold erkämpft den Ball im Zweikampf.

Der VfL Wolfsburg ist in der Bundesliga erstmals zu Hause komplett leer ausgegangen. Im Heimspiel des elften Spieltags unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Oliver Glasner am Sonntagnachmittag Bayer Leverkusen mit 0:2 (0:1). Auf ein frühes Gästetor durch Karim Bellarabi (25. Minute) fanden die Grün-Weißen vor 24.112 Zuschauern in der Volkswagen Arena keine gescheite Antwort, woraufhin Paulinho mit der letzten Aktion das Spiel endgültig für die Gäste entschied (90.+6). In der Tabelle sank der VfL um zwei Positionen auf Rang zehn. Weiter geht es für die Wölfe nach der Länderspielpause mit einem Bundesliga-Auswärtsspiel am Samstag, 23. November (Anstoß um 15.30 Uhr), bei Eintracht Frankfurt.

Zwei Neue

Nach der Enttäuschung in der Europa League gegen die KAA Gent stellte Glasner seine erste Elf auf zwei Positionen um: Jerome Roussillon und Felix Klaus begannen anstelle Renato Steffens und Josip Brekalos. Bayer Leverkusen, vor Anpfiff direkter Tabellennachbar der Wölfe, lief mit der gleichen Truppe ein, die zuletzt in der Königsklasse mit 2:1 gegen Atletico Madrid triumphiert hatte. 

Niemand stoppt Bellarabi

DFB-Pokal, Bundesliga, Europa League – binnen neun Tagen waren die Grün-Weißen in allen drei Wettbewerben nach zuvor glänzendem Start auf die Nase gefallen. Am Ende der dritten Englischen Woche am Stück genehmigten sich beide Teams vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw nun eine ausgiebige Abtastphase. Ein verunglückter Schuss von Karim Bellarabi, der aus spitzem Winkel neben das Tor traf (6.), blieb der einzige Abschluss der ersten 20 Minuten. Ohne Ansage dann eine gute Chance für Grün-Weiß: Josuha Guilavogui eroberte mit viel Nachdruck den Ball und gab auf den Flügel zu Klaus, der wiederum in der Mitte Wout Weghorst bediente. Per Direktabnahme traf der Niederländer ans Außennetz (23.). Leverkusen schüttelte sich – und stellte mit dem nächsten Angriff auf 0:1. Gleich von vier Verteidigern ließ sich Bellarabi, der erneut über rechts in den Strafraum eindrang, auf seinem Weg zum Tor nicht stoppen und netzte aus fünf Metern ein (25.). Doppelt ärgerlich für die Heimelf: Zuvor hatte sich der Schütze auf umstrittene Weise gegen Marcel Tisserand durchgesetzt. Die Restzeit bis zum Pausentee nutzte der VfL, um aktiver zu werden. Robin Knoche wurde im letzten Moment von Sven Bender gestoppt (33.), ehe Maximilian Arnold ebenfalls ans Außennetz traf (36.). Als William im Sechzehner von Wendell spektakulär geblockt wurde (38.), roch es nach Elfmeter. Statt dessen nahm Bayer, das zuvor selbst nach einem Zweikampf zwischen Knoche und Kai Havertz einen Strafstoß reklamiert hatte (32.), den Vorsprung aber mit in die Halbzeit.

Felix Klaus vom VfL Wolfsburg im Zweikampf.

Keine Durchschlagskraft vor dem Tor

Bald nach Wiederbeginn fehlte der Glasner-Elf nicht viel zum Ausgleich, als Lukas Hradecky einen Fernschuss Arnolds entschärfte und im zweiten Versuch Weghorst entscheidend geblockt wurde (51.). Aussichtsreich vors Tor kam gleich darauf auch Klaus, doch konnte er sich zwischen einer Vorlage in die Mitte und einem Abschluss nicht recht entscheiden (53.). Auf der anderen Seite machte Bayer es beinahe besser. Nur Zentimeter fehlten bei einem Flachschuss Nadiem Amiris zum 0:2 (57.). Das von beiden Seiten bissig geführte Duell kam nun in seine heiße Phase. Während Bayer auf den vorentscheidenden Konter lauerte, merkte man den Wölfen an, dass die Leichtigkeit der ersten Erfolgswochen ein Stück weit verschüttgegangen war. Exemplarisch dafür eine Szene des eingewechselten Josip Brekalo, der nach einem beherzten Solo den Abschluss suchte, aus 17 Metern aber nur Weghorst traf (66.). Dass Grün-Weiß nicht alles reingeworfen hätte, sollte niemand behaupten. Gerade noch hatte Moussa Diaby mit Bayers zweitem Treffer gedroht (79.), da erzwang Weghorst um ein Haar den Ausgleich. Um Zentimeter drückte er, von Guilavogui stark bedient, den Ball unter Bedrängnis aus kurzer Entfernung neben das Tor (81.). Mehr ließen die abgebrühten Leverkusener, die mit der letzten Szene des Spiels durch Paulinho den Sack zumachten (90.+6), nicht zu und nahmen somit zum vierten Mal in Folge aus der Volkswagen Arena alle drei Punkte mit.

Matchcenter: Alle Infos zur Partie

Wölfe TV: Stimmen zum Spiel

VfL Wolfsburg: Pervan – Tisserand, Bruma, Knoche (83. Nmecha) – William, Guilavogui, Arnold, Roussillon, Victor (62. Brekalo), Klaus (74. Steffen) – Weghorst

Bayer Leverkusen: Hradecky – Weiser, Tah, S. Bender, Wendell – Aranguiz, Demirbay (88. Paulinho), Bellarabi (46. Diaby), Havertz (41. Baumgartlinger), Amiri – Volland

Tore: 0:1 Bellarabi (25.), 0:2 Paulinho (90.+6)

Gelbe Karten: Victor, Tisserand / Volland, Tah

Zuschauer: 24.112 am Sonntagnachmittag in der Volkswagen Arena

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)


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