03.03.2019
Männer

Kein Sieger im Nordduell

Die Wölfe teilen sich beim 1:1 gegen Bremen die Punkte.

Der VfL muss sich in der heimischen Volkswagen Arena mit einem 1:1 (0:0)-Unentschieden gegen den SV Werder Bremen zufriedengeben. Nach deutlicher Überlegenheit in der ersten Hälfte belohnte John Anthony Brooks die Labbadia-Elf zunächst mit der Führung (54. Minute), die Max Kruse jedoch zwanzig Minuten später ausgleichen konnte. Am kommenden Samstag, 9. März, reisen die Wölfe zur nächsten Aufgabe nach München, um dann ab 15.30 Uhr in der Allianz-Arena auf den Rekordmeister zu treffen.

Klaus feiert Startelf-Premiere

Im Vergleich zum 3:0-Erfolg in Gladbach tauschte VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia seine Startelf auf zwei Positionen: Die Rollen der beiden offensiven Außen übernahmen der letztwöchige Doppeltorschütze Admir Mehmedi sowie Felix Klaus, der somit zu seinem Startelfdebüt für die Wölfe kam. Josip Brekalo und Renato Steffen rückten dafür auf die Bank. Auch der Gast aus Bremen wechselte nach dem 1:1 gegen Stuttgart doppelt: Philipp Bargfrede und Johannes Eggestein begannen für Nuri Sahin und Joshua Sargent (beide Bank).

Zusammenprall verläuft glimpflich

Nach einer ersten fünfminütigen Abtastphase übernahmen die Hausherren die Initiative. Mehmedi kam zu einem ersten Abschluss per Kopf, der SVW-Schlussmann Jiri Pavlenka aber vor keinerlei Probleme stellte (7.). Der erste gefährliche Bremer Angriff wurde vom aufmerksamen Jerome Roussillon, der vor dem lauernden Johannes Eggestein klärte, bereinigt. Schlimme Szene dann nach zehn Minuten: Der nach einem langen Ball aus dem Kasten heraussprintende Pavlenka traf Mehmedi mit vollem Tempo mit dem Kopf am Kopf. Glücklicherweise konnten beide Akteure nach kurzer Behandlungspause weiterspielen. Die erste vom VfL deutlich dominierte Viertelstunde endete schließlich mit einem zur Recht abgepfiffenen Abseitstreffer Wout Weghorsts.

Klare Überlegenheit, wenig Torchancen

Und weiter blieben die Wölfe das klar spielbestimmende Team. Zeitweise wurden die Hansestädter vor ihrem Strafraum eingeschnürt, ohne dass die Gastgeber jedoch zunächst weitere Chancen kreieren konnten. Werders seltenen eigenen Vorstöße brachten allerdings auch keinerlei Gefahr. In der 38. Minute war der VfL dann nahe dran, als Klaus das Leder aus dem linken Halbfeld scharf nach innen gab, Weghorst die Hereingabe aber ganz knapp verpasste. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte kam der SWV dann tatsächlich doch noch zu einer Torgelegenheit, bei der der beschäftigungslose Koen Casteels aber letztlich auch nicht eingreifen musste. Johannes Eggesteins Kopfball ging über den Kasten des VfL-Keepers. Am Ende einer von Wolfsburger Seite klar beherrschten Halbzeit hatte die Labbadia-Elf 64 Prozent Ballbesitz und 58 Prozent der Zweikämpfe gewonnen – nur das erhoffte Tor ließ auf sich warten.

Casteels muss raus, Brooks macht ihn rein

Personeller Paukenschlag dann zu Beginn von Durchgang zwei: Der angeschlagene Casteels blieb in den Katakomben, Pavao Pervan kam so zu seinem zweiten Pflichtspiel-Einsatz für den VfL. Wieder waren es die Wölfe, die sich erstmals in aussichtsreiche Abschlussposition brachten. Doch Williams Freistoß-Versuch landete nur in der Mauer (48.), kurz darauf hatte der Brasilianer dann im eigenen Strafraum Glück, dass Milot Rashica dessen Faux Pas nicht ausnutzen konnte (50.). Im direkten Gegenzug sollte dann aber die bis dahin beste Chance für Wolfsburg folgen. Doch Pavlenka vereitelte den Schrägschuss von Klaus glänzend (51.). Drei Minuten später war es dann aber endlich passiert: Maximilian Arnolds Freistoß erwischte Brooks vor dem zu spät herauskommenden SVW-Keeper mit dem Hinterkopf und lenkte die Kugel in die Maschen (54.) – 1:0 für die Wölfe! Jetzt musste Bremen natürlich mehr tun. Eine erste Annährung, erneut durch Johannes Eggestein, strich am langen Eck vorbei (58.). Der VfL hatte jetzt natürlich mehr Raum für eigene Konter, fast hätte Klaus im zweiten Versuch zur Vorentscheidung getroffen, sein Abschluss ging über die Querlatte (59.).

Einmal nicht aufgepasst – Kruse nutzt das

Sich erstmals auszeichnen musste sich dann Casteels-Ersatz Pervan in der 63. Minute, als er Maximilian Eggesteins Versuch stark zur Ecke abwehrte (63.). Nur eine Zeigerumdrehung später war der von Beginn an konzentrierte Österreicher dann auch bei Gebre Selassies Abschluss auf dem Posten. Aber auch die Labbadia-Elf wollte nun mehr, um Ruhe in die Partie zu bekommen. Doch Weghorsts Kopfball nach Roussillon-Hereingabe pflückte Pavlenka hinunter (70.). Die nun größeren Bemühungen der Gäste sollten schließlich belohnt werden: Kruse, früher im Wölfe-Dress, spritzte in eine starke Hereingabe Maximilian Eggesteins aus dem rechten Halbfeld und überwand den chancenlosen Pervan aus kurzer Distanz zum Ausgleich (74.). Eigentlich hatten die Grün-Weißen aus Niedersachsen bis dahin wesentlich mehr vom Spiel, nun stand es remis. Nachdem auch Arnolds Freistoß in den Armen Pavlenkas landete (81.) und ein letzter Kopfball des eingewechselten Claudio Pizarros über den Kasten strich, war klar, dass sich die beiden Nordduellanten die Punkte teilen mussten.

VfL Wolfsburg: Casteels (46. Pervan) – William, Knoche, Brooks, Roussillon – Guilavogui, Gerhardt, Arnold, Klaus (77. Rexhbecaj), Mehmedi – Weghorst

SV Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Langkamp (42. Veljkovic) , Moisander, Augustinsson – Bargfrede (82. Möhwald), M. Eggestein, Klaassen, J. Eggestein, Rashica (68. Pizarro) – Kruse

Tore: 1:0 Brooks (54.), 1:1 Kruse (74.)

Gelbe Karten: - / M. Eggestein, Augustinsson

Zuschauer: 28.101 am Sonntagabend in der Volkswagen Arena

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

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