VfL Wolfsburg-Spieler Jakub Blaszczykowski im Zweikampf mit einem Gegenspieler.
SA . 28.  APR . 2018
Männer

Kein Befreiungsschlag

Wölfe unterliegen dem Hamburger SV mit 1:3.

VfL Wolfsburg-Spieler Jakub Blaszczykowski im Zweikampf mit einem Gegenspieler.

Am 32. Spieltag musste der VfL Wolfsburg einen weiteren herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen und unterlag dem Hamburger SV mit 1:3 (0:2). Dabei hatten die Grün-Weißen über weite Teile der Partie einen aufopferungsvollen Kampf hingelegt, waren allerdings besonders kurz vorm Halbzeitpfiff bei einem Doppelschlag durch Bobby Wood (43./ FE) und Lewis Holtby (45.+1) zu schlafmützig. Im zweiten Abschnitt konnte Josip Brekalo den Abstand zwar zeitweise nochmal verkürzen (78.), doch Luca Waldschmidt beerdigte in der Nachspielzeit jede Hoffnung auf einen Punkt im heimischen Rund (90.+4). Zudem bitter: Bereits früh in der Partie mussten die Wölfe wechseln, weil Marcel Tisserand sich verletzte, kam Riechedly Bazoer in die Partie (11.). Am kommenden Samstag, 5. Mai (Anstoß um 15.30 Uhr), sind die Wölfe nun auswärts bei RB Leipzig am 33. Spieltag gefordert.

Kuba feiert Comeback, Tisserand zurück in der Startelf

Nach der zuletzt enttäuschenden 0:3-Pleite in Gladbach tauschte VfL-Cheftrainer Bruno Labaddia in der Startformation auf insgesamt gleich sechs Positionen: Anstelle von John Anthony Brooks, Paul Jaeckel, Daniel Didavi, Riechedly Bazoer, Yunus Malli und Nany Landry Dimata begannen Felix Uduokhai, Josuha Guilavogui, Marcel Tisserand, Jakub Blaszczykowski, Renato Steffen und Divock Origi. HSV-Trainer Christian Titz veränderte derweil seine Elf gegenüber dem 1:0-Heimerfolg gegen den SC Freiburg auf zwei Positionen. Douglas Santos und Bobby Wood ersetzten Dennis Diekmeier und Luca Waldschmidt.

Druckvoller Start

Von Beginn an traten die Wölfe forsch auf, versuchten den HSV bereits früh unter Druck zu setzen und kamen nach 13 Minuten zur ersten Großchance: Paul Verhaegh brachte den Ball (13.) nach schöner Passstafette flach in die Mitte, wo Steffen die Kugel außer kurzer Distanz über den Querbalken drosch – fast die frühe Führung! In der Folge agierten beide Teams entschlossen und schenkten sich in intensiv geführten Zweikämpfen zunächst kaum Raum.

Wood trifft vom Punkt, Holtby nutzt Schockstarre

Doch die Wölfe steckten nicht auf und pressten weiterhin früh. So wurde Maximilian Arnold mit einem weiten Ball auf rechts geschickt, dessen platzierte Hereingabe landete beim eingewechselten Bazoer, der allerdings deutlich verzog (24.). Dann der Schock: Nach dem Tatsuya Ito in den Strafraum einlief und nur durch ein Guilavogui-Foul gestoppt werden konnte, entschied Daniel Siebert auf Elfmeter. Den folgenden Strafstoß verwandelte Wood sicher zur HSV-Führung (43.). Nun taumelten die Wölfe und die Gäste nutzten die Schockstarre eiskalt aus: Nach einer hohen Hereingabe des umtriebigen Itos war Holtby zur Stelle und köpfte das Leder vorbei an dem chancenlosen Koen Casteels ins lange Eck (45.+ 1). Eine bittere Pille für die eigentlich stark kämpfenden Grün-Weißen. So ging es mit einem 0:2-Rückstand in die Kabinen.

Wölfe bemüht

Da die Wölfe nun vor allem in der Offensive gefordert waren, brachte VfL-Cheftrainer Labbadia nach dem Pausentee für Verhaegh den Flügelstürmer Josip Brekalo. Und die Hausherren zeigten sich sichtlich bemüht, den Rückstand wettzumachen. Nach einem Blaszczykowski-Freistoß verpasste der nach vorne geeilte Uduokhai nur um Zentimeter dessen Hereingabe (60.). Kurz darauf war es erneut der Pole, der eine gute Flanke in den Sechzehner brachte, wo Arnold das Leder per Direktabnahme allerdings knapp rechts neben das Gehäuse setzte. Auch Guilavoguis Versuch aus dem Rückraum wenig später verfehlte das Ziel (68.).

VfL Wolfsburg-Spieler Josip Brekalo im Zweikampf mit einem Gegenspieler.

Brekalo lässt Wölfe hoffen

So musste ein direkter Freistoß schließlich für das erste Wölfe-Tor sorgen: Brekalo hatte sich den Ball halblinks zurechtgelegt und per schönem Flachschuss ins HSV-Netz befördert (78.). Das verloren geglaubte Spiel war nun wieder komplett offen. Und der VfL drückte, kam jedoch trotz starker Offensivbemühungen nicht mehr entscheidend zum Abschluss. Kurz vor Abpfiff besiegelte ein Abstauber-Tor von Waldschmidt die Niederlage für Grün-Weiß. Zuvor hatte Casteels einen Elfmeter von Filip Kostic pariert, jedoch zurück ins Feld prallen lassen, sodass Waldschmidt nur noch einschieben musste zum 1:3 (90.+4). Dies war gleichbedeutend mit dem Endstand.

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh (46. Brekalo), Knoche, Uduokhai, William – Tisserand (11. Bazoer), Guilavagui – Blaszczykowski (74. Malli), Arnold, Steffen – Origi

Hamburger SV: Pollersbeck - Sakai, Papadopoulos, Jung, Douglas Santos - Steinmann - Kostic, Holtby, Hunt (68. Ekdal), Ito (85. Jatta) – Wood (77. Waldschmidt)

Tore: 0:1 Wood (43.), 0:2 Holtby (45.+1), 1:2 Brekalo (78.), 1:3 Waldschmidt (90.+4)

Gelbe Karten: Verhaegh, Knoche, Brekalo / Pollersbeck, Papadopoulos

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Besondere Vorkommnisse: Koen Casteels hält Foulelfmeter von Filip Kostic (90.+4)

Zuschauer: 29.400 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena

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