05.02.2021
Männer

Kein Angstgegner mehr

Wissenswertes zur VfL-Auswärtsreise nach Augsburg.

Dem 3:0 in der Liga gegen Freiburg folgte das 1:0 im Pokal gegen Schalke. Am morgigen Samstag (6. Februar) können die Wölfe nun bei ihrer Auswärtspartie des 20. Spieltags beim FC Augsburg (Anstoß um 15.30 Uhr) ihre englische Woche perfekt abschließen. Ihren Nimbus als VfL-Angstgegner haben die Fuggerstädter in jüngerer Vergangenheit verloren: Seit sechs Spielen wartet der FCA nun bereits auf einen Dreier gegen die Niedersachsen (drei Remis, drei Niederlagen), der VfL feierte in den vergangenen fünf Partien gegen Augsburg genauso viele Siege (drei) wie in den vorherigen 14 Duellen zusammengenommen. Zudem schoss Grün-Weiß in den vergangenen beiden Duellen bei den bayrischen Schwaben (3:2 und zuletzt 2:1 zum zuschauerlosen Neustart nach Corona-Pause) genauso viele Tore wie in den vorherigen sieben, nämlich fünf. Insgesamt ist die Bilanz der beiden „Unabsteigbaren“ in der Bundesliga genau ausgeglichen (je sechs Siege und sieben Remis).

Weitere Daten und Fakten

  • Polster schrumpft: Die Augsburger verloren vier ihrer vergangenen fünf Bundesliga-Spiele. Einzige Ausnahme in diesem Zeitraum war der 2:1-Sieg im letzten Heimspiel gegen Union Berlin. Für den FCA war das jüngste 1:3 in Dortmund insgesamt bereits die neunte Saisonniederlage. So richtig dick ist das Polster auf den Relegationsplatz mit fünf Punkten nicht mehr.

  • Top Drei: Der VfL sprang durch das 3:0 gegen den SC Freiburg auf Rang drei der Tabelle, der höchste Saisonsieg führte zur besten Saisonplatzierung. In einer Rückrunde standen die Wölfe letztmals vor sechs Jahren (2014/2015) unter den Top Drei – und sicherten sich unter Dieter Hecking neben dem Pokalsieg auch die Vize-Meisterschaft.

  • Nur einmal besser: Mit 35 Punkten nach 19 Spieltagen weist Wolfsburg seine zweitbeste Bundesliga-Bilanz zu diesem Zeitpunkt auf. In der Vizemeistersaison vor sechs Jahren waren es sogar 38 Zähler, in der Meistersaison 2008/2009 hatte der VfL nach 19 Runden demgegenüber erst 30 Punkte gesammelt.

  • Zu-Null-Siege: Die Grün-Weißen haben zuletzt mit drei Zu-Null-Spielen in Folge ihren Vereinsrekord in der Bundesliga eingestellt, unter Oliver Glasner gelang erstmals eine solche Serie. Jetzt winkt also in Augsburg mit einem weiteren Spiel ohne Gegentreffer ein neuer Rekord. Gibt es sogar wieder einen Zu-Null-Sieg, hätte der VfL erstmals seit der Traumsaison vor sechs Jahren vier Spiele in Folge gewonnen.

  • Defensive als Erfolgsbasis: Eine stabile Defensive ist die Basis der starken VfL-Bilanz unter Oliver Glasner. Die insgesamt sieben Zu-Null-Spiele des VfL überbietet einzig RB Leipzig. 19 Gegentreffer nach 19 Spielen sind ebenfalls der zweitbeste Wert nach der Elf von Julian Nagelsmann. Durch ihre starke Arbeit gegen den Ball haben sich die Bullen und die Wölfe in der Tabelle momentan als erste Verfolger hinter der Super-Offensive von Bayern München eingenistet.

  • Nie weniger Gegentore: Der VfL bestreitet seine 24. Saison in der Bundesliga, weniger Gegentreffer als jetzt nach 19 Spieltagen waren es dabei nie. Nur 2014/2015 stand die Defensivabteilung um Naldo genauso gut wie die jetzige.

  • Weghorst mit Vereinsrekord: Wout Weghorst erzielte gegen Freiburg gekonnt per Außenrist sein 13. Saisontor – das ist neuer VfL-Vereinsrekord nach 19 Bundesliga-Spieltagen. Um den Saisonrekord zu brechen, hat Weghorst allerdings noch einiges zu tun: Grafite traf in der Meistersaison 2008/2009 stolze 28 Mal (in nur 25 Einsätzen), war nach einer Verletzung vom 22. Spieltag bis Saisonende allein 16 Mal erfolgreich.

  • Hahn im Aufwärtstrend: Für Andre Hahn war das Führungstor in Dortmund bereits sein vierter Saisontreffer, das ist FCA-Topwert zusammen mit Ex-Wolf Daniel Caligiuri. In der vergangenen Spielzeit war dem 30-Jährigen nur ein einziger Treffer gelungen.

  • Nachlegen, nein danke: Die Fuggerstädter gewannen das letzte Heimspiel gegen Union Berlin mit 2:1 und holten so ganz wichtige drei Punkte. Zwei Heimsiege nacheinander gab es unter Heiko Herrlich allerdings noch nicht, überhaupt wurden unter Herrlich bisher lediglich drei von 14 Heimspielen gewonnen.

  • Hohe Intensität, Ordnung und Disziplin: Die Grün-Weißen zeigen unter Oliver Glasner alles, was dazu gehört, um das eigene Tor erfolgreich zu verteidigen. Der VfL führt die meisten Defensiv-Zweikämpfe ligaweit und zog die meisten intensiven Läufe sowie Sprints an. Lediglich zwölf Gegentreffer aus dem laufenden Spiel heraus sind Ligaspitze, nur je eines davon fiel nach einem Steilpass bzw. einer Flanke. Dazu fingen die Wölfe erst ein einziges Konter-Gegentor, kein Bundesligist fing weniger.

  • Späte Gegentreffer: Augsburg kassierte 15 seiner 30 Gegentore in der letzten halben Stunde der Spiele. Wolfsburg wurde nach der 60. Minute demgegenüber erst sechs Mal bezwungen. In der ersten Stunde der Spiele sind die beiden Teams defensiv dagegen fast auf Augenhöhe (15 FCA- zu 13 VfL-Gegentreffern).

  • Wiedersehen der Pokalsieger: Daniel Caligiuri bestritt von Sommer 2013 bis Januar 2017 insgesamt 97 Bundesliga-Spiele für den VfL (zwölf Tore, 15 Assists) und wurde mit den Wölfen 2015 DFB-Pokalsieger. Beim VfL ist nur noch ein Spieler aktiv, der wie Caligiuri im damaligen Pokalfinale gegen Dortmund in der Startelf stand: Vereinsikone Maximilian Arnold (der 2011 als 17-Jähriger gegen Augsburg in der Bundesliga debütierte). Gegen seinen Ex-Klub Wolfsburg spielt Caligiuri gerne, nur gegen Dortmund erzielte er mehr Bundesliga-Tore (sechs) als gegen den VfL (fünf).

  • Etablierter Uduokhai: Felix Uduokhai kam im Sommer 2019 auf Leihbasis aus Wolfsburg zum FCA und wurde 2020 fest verpflichtet (für den VfL bestritt er 30 Bundesliga-Spiele und erzielte ein Tor). In Augsburg ist der Linksfuß eine feste Größe, er verpasste in dieser Saison noch keine einzige Minute. Sogar für eine Nominierung bei Joachim Löw reichte es für den 23-Jährigen, der trotz seines Eigentores zuletzt gegen Dortmund eine sehr solide Saison spielt.

zum Matchcenter

Die PK vor dem Spiel

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