MO . 17. 12. 2018
Frauen

„Kamen nur in den vierten Gang“

Selbstkritische Wölfinnen nach der Punkteteilung gegen die SGS Essen.

Nichts wurde es mit dem angestrebten Dreier am dritten Advent: Für die Frauen des VfL Wolfsburg ging das überaus erfolgreiche Pflichtspiel-Jahr 2018 mit einem torlosen Unentschieden gegen die SGS Essen zu Ende. Auch wenn der Tabellenführer der Allianz Frauen-Bundesliga dem Lucky Punch in den Schlussminuten näher war, einigten sich nach dem Abpfiff alle Beteiligten in der Bewertung auf ein gerechtes Unentschieden. Tatsächlich lieferten die ersatzgeschwächten Gäste aus dem Ruhrgebiet im AOK Stadion eine starke Leistung ab: Essen attackierte den Favoriten früh, spielte mutig und schnörkellos nach vorne. Und sorgte mit dem 0:0 für zwei Premieren: Erstmals gab’s in einem Heimspiel der Wölfinnen 2018/2019 nicht die volle Punktausbeute, erstmals blieb die beste Offensive der Liga in dieser Saison ohne Torerfolg. Für Alexandra Popp endete der letzte „Arbeitstag“ des Jahres im Krankenhaus: Die 27-jährige Offensivspielerin zog sich einen Jochbeinbruch zu, stand mit dieser Verletzung sogar noch eine knappe halbe Stunde auf dem Platz. Erst danach ging’s – statt zum Weihnachtsessen mit Mannschaft, Trainer- und Betreuerteam – zur Untersuchung in die Klinik. Ihre Teamkolleginnen bewerteten die Nullnummer zum Jahresabschluss derweil selbstkritisch.

Lena Goeßling: Das war unser schlechtestes Spiel in dieser Saison. Dabei hatten wir ein klares Ziel: Wir wollten nach der überragenden Hinrunde unbedingt nochmal drei Punkte holen. Von daher ist dieses Ergebnis schon ein kleiner Dämpfer, zumal wir es diesmal auch nicht geschafft haben, uns klare Torchancen herauszuspielen. Die SGS Essen hat es allerdings auch gut gemacht und ihr Spiel über die volle Distanz durchgezogen. Jetzt sind wir froh, dass wir erst einmal Pause haben, wobei sich drei Wochen länger anhören als sie sind. Tatsache ist, dass wir auch in dieser Zeit individuell arbeiten werden, schließlich erwartet uns mit der Partie beim FC Bayern München gleich ein interessanter Aufgalopp. Nach einer Pause weiß man nie genau, wo man steht – das wird sehr interessant.

Nilla Fischer: Während wir in der Offensive etwas zu hektisch waren und uns zu viele einfache Fehler geleistet haben, fehlte uns in der Defensive in einigen Situationen der nötige Zugriff. Wir sind zwar Erster und können auf eine erfolgreiche Hinrunde zurückblicken, allerdings haben wir noch nichts erreicht. Von daher gilt es, die richtigen Lehren aus dem Spiel zu ziehen und uns dann 2019 wieder besser zu präsentieren. Jetzt geht aber erst einmal darum, abzuschalten, den Kopf freizubekommen und die freien Tage zu genießen. Ich werde Weihnachten ganz traditionell mit meiner Familie feiern und freue mich schon auf das gute Essen.

Almuth Schult: Heute hat uns ein wenig die Kraft gefehlt, wir kamen nur in den vierten und nicht in den fünften Gang. Schade, aber am Ende einer langen Halbserie können die Beine auch mal schwer werden. Es ist schon ein wenig enttäuschend, dass wir mit solch einer Leistung in die Winterpause gehen müssen. Auf der anderen Seite sind wir immer noch ungeschlagener Tabellenführer mit den meisten erzielten Toren und den wenigsten Gegentreffern. Darüber hinaus haben wir uns im letzten halben Jahr noch einmal weiterentwickelt und unsere Fans in vielen Spielen begeistert! Ich freue mich auf die Weihnachtstage mit meiner Familie, aber dann steigt auch schon wieder die Vorfreude auf das neue Jahr und den Auftakt beim FC Bayern München. 

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