VfL-Wolfsburg-Spieler Xaver Schlager im Zweikampf mit einem Gegenspieler.
30.05.2020
Männer

Kamada entscheidet spät

Der VfL unterliegt am 29. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt mit 1:2.

VfL-Wolfsburg-Spieler Xaver Schlager im Zweikampf mit einem Gegenspieler.

Trotz eines deutlichen Chancenplus mussten sich die Wölfe gegen Frankfurts Adler am Ende mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Nachdem Andre Silva die Hessen per verwandeltem Foulelfmeter (27.) zu einer schmeichelhaften Halbzeitführung geführt hatte, die Kevin Mbabu für den VfL egalisieren konnte (58.), entschied schließlich Frankfurts Daichi Kamada die Partie kurz vor Schluss (85.). Die nächste Gelegenheit zu punkten, erhalten die Grün-Weißen am kommenden Sonntag (7. Juni, Anstoß um 13.30 Uhr) beim Duell in Bremen.

Glasner baut auf Bayer-Siegerelf

Während VfL-Cheftrainer Oliver Glasner nach dem überzeugendem 4:1-Triumph in Leverkusen keine Veranlassung sah, seine Erfolgself zu verändern, tauschte dessen Gegenüber Adi Hütter nach dem jüngsten 3:3 gegen Freiburg gleich auf vier Positionen: David Abraham, Dominik Kohr, Timothy Chandler und Mijat Gacinovic standen für Stefan Ilsanker (Gelbsperre), Lucas Torro, Almamy Toure und Bas Dost (alle Bank), der vor exakt fünf Jahren mit den Grün-Weißen den DFB-Pokal gewann, in der SGE-Startformation.

Erste Großchance durch Brekalo

Im besonderen Vielfalt-Sondertrikot taten sich die Wölfe zunächst schwer, offensiv in die Partie zu finden, ließen aber gleichzeitig defensiv auch nichts zu. So dauerte es bis zur 13. Minute, ehe Xaver Schlager einen ersten Torschuss abließ, der jedoch deutlich am Tor vorbeiging. Drei Minuten später musste dann SGE-Keeper Kevin Trapp erstmals beim gezirkelten Freistoß Maximilian Arnolds eingreifen. Wirklich gefordert wurde er dabei aber nicht. Richtig gefährlich wurde es dann aber in Minute 20: Dieses Mal hatte Arnold mit einem glänzenden Pass auf Jerome Roussillon eingeleitet, nach dessen Hereingabe Josip Brekalo aber aus zehn Metern am stark reagierenden Trapp scheiterte.

VfL-Wolfsburg-Spieler Josip Brekalo im Zweikampf mit einem Gegenspieler.

Silva nervenstark, SGE-Tor wie vernagelt

Der VfL hatte inzwischen die Initiative übernommen, musste dann aber aus dem Nichts das 0:1 hinnehmen. Marin Pongracic hatte nach einer flachen Eintracht-Hereingabe von rechts den durchstartenden Silva leicht gehalten, der dieses Geschenk dankend annahm. Der Gefoulte verwandelte den fälligen Strafstoß selbst in souveräner Manier (27.). Nun waren die Grün-Weißen umso mehr gefordert. Schlager versuchte es mit einem scharfen Distanzschuss, der jedoch den rechten Pfosten knapp verfehlte (31.). Auch Brekalos Abschluss aus spitzem Winkel kurz danach verfehlte das hessische Gehäuse (33.). In der 39.Minute folgte dann die beste Wolfsburger Kombination der ersten Hälfte über Joao Victor und Roussillon. Nur die Veredelung fehlte, Schlagers doppelter Abschlussversuch blieb ungenutzt. Das Frankfurter Tor schien wie vernagelt. Symptomatisch dafür war der letzte Aufreger des ersten Durchgangs, bei dem Wout Weghorst zunächst am Abwehrbein Martin Hintereggers und dann auch noch an Trapp scheiterte (43.) So lagen die inzwischen deutlich überlegenen Wölfe zur Pause gegen eigentlich harmlose Adler hinten, die praktisch ohne eigene Torchance geblieben waren. Entsprechend schmeichelhaft war die Gästeführung.

Mbabu veredelt Arnold-Freistoß

Ohne personelle Wechsel auf beiden Seiten ging es weiter in den zweiten Durchgang, in dem die bis dahin wenig effizienten Gastgeber alles dafür tun wollten, die Partie zu drehen. In der 53. Minute warteten die Wölfe jedoch vergeblich auf einen zweiten Elfmeterpfiff des Unparteiischen, als Silva eine Flanke Renato Steffens mit dem Schulterbereich abwehrte. Fünf Minuten später war es dann aber endlich geschafft und Trapp das erste Mal geschlagen: Wieder einmal war es Standardspezialist Arnold, der einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld genau auf den Kopf von Mbabu zirkelte. Trapp war zwar noch dran, konnte das zweite Saisontor des Schweizers aber nicht mehr verhindern (58.). Fast hätte Arnolds nächster ruhender Ball das Spiel sogar komplett gedreht, am Ende knallte der aufgerückte Pongracic das Leder aber haarscharf über die Querlatte (63.).

VfL-Wolfsburg-Spieler Kevin Mbabu nimmt den Ball in der Luft an.

Joker Dost legt zur Entscheidung auf

Weitere zehn Minuten später war es Brekalo, der mit seinem das rechte Aluminium knapp verfehlenden Rechtsschuss die Schlussphase einläutete. Dann sollten die ansonsten harmlosen Gäste ihrerseits doch noch zu einer ersten Großchance kommen. Doch der bis dahin kaum geprüfte Koen Casteels reagierte bei Gacinovics Abschluss nach Chandler-Flanke glänzend (74.). Gute zehn Minuten danach sollte die Hütter-Elf dann ihre nächste zur späten Entscheidung nutzen: Der eingewechselte Dost hatte im Strafraum klug per Kopf zurückgelegt, der heranrauschende Kamada verwandelte die Kugel unhaltbar für Casteels im langen rechten Eck (85.). So stand der VfL trotz überlegen geführten 90 Minuten am Ende ohne Punkte da, auch wenn Frankfurt die Partie in Unterzahl beenden musste, da der eingewechselte Torro sich in der Nachspielzeit noch die Ampelkarte abholte.

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Pongracic, Brooks, Roussillon – Schlager, Arnold, Steffen, Brekalo, Victor (61. Mehmedi) – Weghorst (75. Ginczek)

Eintracht Frankfurt: Trapp – Ilsanker, Hasebe, Hinteregger – Rode (77. Fernandes), Kohr (77. Torro), Chandler, Gacinovic (84. Sow), Kostic, Kamada (89. De Guzman) – Silva (77. Dost)

Tore: 0:1 Silva (27., FE), 1:1 Mbabu (58.), 1:2 Kamada (85.)

Gelbe Karten: Victor, Pongracic, Steffen / Kamada, Gacinovic, Rode, de Guzman

Gelb-Rote Karte: Torro (90. +3)

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)

Alle Infos zur Partie im Matchcenter

Wölfe TV: Die PK in voller Länge

Die Trainerstimmen nachlesen

Wölfe TV: Die Stimmen zum Spiel


Funktionen

Teilen

 
Einmal registrieren, Alles nutzen.

Registriere dich nur einmal und nutze alle VfL-Dienste, wie z.B. das VfL Tippspiel sowie den VfL-Online- und Ticket-Shop.

Registrierung
Noch keinen Account?
Jetzt registrieren