Der neue Wölfe Trainer Bruno Labbadia lächelt bei einer Pressekonferenz.
20.02.2018
Männer

„Jede Stunde nutzen“

Neuer VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia offiziell vorgestellt.

Der neue Wölfe Trainer Bruno Labbadia lächelt bei einer Pressekonferenz.

Mit dem 52-jährigen Bruno Labbadia hat VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe schnell einen Nachfolger für Martin Schmidt präsentieren können. Nur einen Tag nach dessen Rücktritt stellte sich der erfahrene Fußballlehrer im Anschluss an seine erste Trainingseinheit mit seinem neuen Team den Fragen der zahlreichen Pressevertreter. Dabei sprach Labbadia, der bereits 259 Mal in der Bundesliga für Bayer Leverkusen, den VfB Stuttgart und den Hamburger SV an der Seitenlinie stand, über seine Entscheidung pro VfL und die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen.

„Ausgeruht und sehr motiviert“

Er sei nach gut eineinhalb Jahren Pause als Cheftrainer „ausgeruht und sehr motiviert“, um mit seiner neuen Mannschaft zu arbeiten, leitete Labbadia die Vorstellungsrunde ein. Es sei nicht zuletzt auch sein „Bauchgefühl“ gewesen, das den früheren Vollblutstürmer, der in seiner aktiven Profikarriere beeindruckende 557 Ligaeinsätze sammelte und dabei 204 Treffer erzielte, habe entscheiden lassen, nach einigen zuvor abgelehnten Angeboten den bis Sommer 2019 laufenden Kontrakt bei den Grün-Weißen anzunehmen: „Ich habe gespürt: Jetzt ist der Zeitpunkt, einzusteigen.“

Spieler des VfL-Wolfsburgs im Kreis stehend beim Trainieren auf dem Fußballplatz.

„Sicherheit und Orientierung“

Dass er und seine neuen Schützlinge angesichts der kritischen Tabellensituation vor einer großen gemeinsamen Herausforderung stehen, weiß Labbadia natürlich. Die Kürze der Vorbereitungszeit vor dem wichtigen Auswärtsspiel am kommenden Freitagabend in Mainz (23. Februar, Anstoß 20.30 Uhr) erfordert schnelle Erfolgsansätze. „Es ist wichtig, in solchen Situationen zu improvisieren“, will der neue Chefcoach, der seinen Assistenten Eddy Sözer mit an die Aller bringt, zunächst bewusst auf eine zu starre taktische Ausrichtung verzichten und zuallererst die Unsicherheit aus den Köpfen der Spieler bekommen. „Die Frage ist, ob das, was die Mannschaft spielen kann, gerade gefragt ist. Die Art und Weise, wie man Fußball spielt, ist im Moment wichtiger als das System. Entscheidend ist: Was hilft der Mannschaft am meisten? Was ist zielführend und gibt der Mannschaft die größte Sicherheit und Orientierung?“

„Kompakter auftreten“

Zudem müsse der gemeinsame Blick von den Misserfolgen der jüngsten Vergangenheit nun fokussiert nach vorne gerichtet werden. „Mich interessiert nur, was wir jetzt tun können. Wir müssen jede Stunde nutzen und uns auf wenige Dinge konzentrieren. Als erstes gilt es, Geschlossenheit hinzubekommen.“ Auf das Spielgeschehen übertragen bedeute dies auch, „kompakter aufzutreten“. Der erfahrene Coach weiß um die Wichtigkeit eines Mannschaftsgeistes, in dem jeder einzelne Spieler seine Rolle findet – gerade auch angesichts der derzeitig langen Liste verletzter Spieler. „Auch wenn es natürlich immer Härtefälle geben wird: Jeder im Kader ist jetzt wichtig“, um das Ziel Klassenerhalt gemeinsam zu erreichen. „Die Zukunft heißt elf Spiele.“

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