Die Spielerinnen des VfL Wolfsburg jubeln gemeinsam.
16.10.2019
Frauen

International auf Kurs

Im UWCL-Achtelfinal-Hinspiel setzen sich die VfL-Frauen mit 6:0 gegen den FC Twente durch.

Die Spielerinnen des VfL Wolfsburg jubeln gemeinsam.

Die Frauen des VfL Wolfsburg haben bereits nach dem Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League beste Aussichten auf das Erreichen der nächsten Runde: Die Wölfinnen setzten sich vor 1.543 Zuschauern im AOK Stadion mit 6:0 (2:0) gegen den niederländischen Meister FC Twente durch. Die Treffer für die verletzungsbedingt dezimierten Wölfinnen erzielten die beiden Doppeltorschützin Zsanett Jakabfi und Dominique Janssen sowie Pernille Harder und Fridolina Rolfö. Vor dem Rückspiel in Enschede, das am Mittwoch, 30. Oktober, um 19 Uhr angepfiffen wird, stehen für die Grün-Weißen noch zwei Partien in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga auf dem Programm: Zunächst geht es am kommenden Sonntag, 20. Oktober (Anstoß um 14 Uhr), beim 1. FFC Frankfurt um Punkte, am 26. Oktober (Anstoß um 13 Uhr) ist dann die SGS Essen zu Gast in Wolfsburg.

Sechs Ausfälle

Mannschaftsfoto der Spielerinnen vor dem Anpfiff.

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch musste auf insgesamt sechs Spielerinnen verzichten: Lara Dickenmann (Blinddarm-OP), Sara Doorsoun (Fußverletzung), Svenja Huth (Innenbandverletzung im Knie), Kristine Minde (muskuläre Probleme), Ewa Pajor (Kniebeschwerden) und Almuth Schult (Reha nach Schulter-OP) standen nicht zur Verfügung. Im Vergleich zum 5:0-Auswärtssieg gegen den 1. FC Köln rückten Ingrid Engen, Jakabfi und Alexandra Popp für Anna Blässe, Claudia Neto und Pajor in die Startformation. Nur 17 Spielerinnen standen im Kader, ein Platz blieb auf Grund der zahlreichen Ausfälle frei.

Jakabfi trifft doppelt

Zum ersten Mal gefährlich vor dem Tor der Gäste wurde es in der zehnten Minute, als Sara Gunnarsdottir nach Ecke von Lena Goeßling und Kopfballvorlage von Engen am zweiten Pfosten zum Abschluss kam – drüber. Nur eine Minute später war es Jakabfi, die einen Kopfball neben das Gehäuse setzte. Auch Harder probierte es nach einer von Felicitas Rauch ausgeführten Ecke mit Köpfchen, der Ball verfehlte sein Ziel knapp (16.). In der 20. Minute zeigte sich die Dänin etwas zu uneigennützig: Statt nach einem gut getimten Pass von Popp direkt abzuschließen, legte sie quer – schade, dass im Zentrum keine Mitspielerin stand. Die grün-weiße Führung lag in der Luft – und sie fiel: In der 24. Minute steckte Engen für Jakabfi durch, die freistehend einnetzte – 1:0. Die Wölfinnen übten auch danach Druck aus, drängten auf den zweiten Treffer. Nach einer Harder-Flanke traf Popp den Ball nicht voll (27.). Das gleiche Muster zwei Minuten später, nur umgekehrt: Flanke Popp, Kopfball Harder – drüber. Das Spiel der Wölfinnen lief verstärkt über die Flügel, genauso fiel auch der zweite grün-weiße Treffer: Eine Harder-Flanke brachte Popp per Kopf noch nicht im Tor unter, das besorgte dafür Jakabfi im Nachschuss – 2:0 (37.). Ein Doppelpack der Ungarin, der beinahe zum Hattrick befördert worden wäre: In der 43. Minute zirkelte Jakabfi das Leder um Haaresbreite am rechten Winkel vorbei. 

Zsanett Jakabfi jubelt nach ihrem Treffer.

Janssen-Hammer als Schlusspunkt

Die zweite Hälfte begann so, wie die erste aufgehört hatte: mit druckvollen Gastgeberinnen. In der 47. Minute hatte Popp das 3:0 auf ihrem linken Fuß. Nach einer knappen Stunde kam Noelle Maritz zum Abschluss aus 14 Metern – Twente-Torfrau Daphne Van Domselaar lenkte den Schuss mit den Fingerspitzen über die Latte. Wenige Sekunden später probierte es Harder mit einem sehenswerten Rückzieher, ehe Janssen nach einer Rauch-Ecke das 3:0 markierte (60.). Bereits ein komfortabler Vorsprung, doch Grün-Weiß war immer noch hungrig: Popp hatte gleich zwei Mal das 4:0 auf dem Fuß (63., 67.), doch es war Harder, die den Ball nach Vorlage von Jakabfi unter die Latte hämmerte (71.). Das 5:0 markierte Rolfö per Kopfball-Bogenlampe, nach ihrem Tor in Köln am vergangenen Freitag erneut ein Joker-Treffer der Schwedin (78.). Den 6:0-Schlusspunkt setzte erneut Janssen mit einem Freistoß-Hammer aus 24 Metern. Ein Resultat, mit dem die offensiv weitestgehend harmlosen Gäste aus Enschede noch gut leben konnten. Die VfL-Frauen setzen ihre Erfolgsserie also auch auf internationalem Parkett fort – und das trotz größer werdender Verletzungssorgen.  

„Wir haben das Tempo hochgehalten“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Zu Beginn war es noch eine zähe Angelegenheit, wir haben etwas Zeit gebraucht, um ins Spiel zu kommen. In dieser Phase hatten wir nur Halbchancen, aber je länger die Partie lief, desto dominanter sind wir aufgetreten und desto bessere Lösungen haben wir gefunden. Wir sind ruhig geblieben, haben den Ball laufen lassen und gewartet, bis sich die Möglichkeiten ergeben haben. In der zweiten Hälfte haben wir das Tempo hochgehalten und ich freue mich sehr, dass wir das Ergebnis so deutlich gestalten konnten. Jetzt freuen wir uns auf das Rückspiel, das wir ebenfalls seriös angehen werden. Vielleicht bietet uns das Resultat die Möglichkeit, der einen oder anderen Spielerin in Enschede eine Pause zu geben. Das ist nicht unwichtig, wenn man verletzungsbedingt einen solch kleinen Kader hat – aber das werden wir dann zu gegebener Zeit bewerten.

Wölfe TV: Highlights und Tore

Wölfe TV: Stimmen zum Spiel

VfL Wolfsburg: Lindahl – Wedemeyer (62. Blässe), Goeßling, Janssen, Rauch – Maritz (62. Rolfö), Gunnarsdottir (75. Neto), Engen, Jakabfi – Harder, Popp

FC Twente: Van Domselaar – Roetgering, Ypema, Giesen, Weerden – B. Jansen (82. Peddemors), Wilms, Van Den Goorbergh – R. Jansen, Kalma (90. Speelman), Vanmechelen (78. Darnoud) 

Tore: 1:0 Jakabfi (24.), 2:0 Jakabfi (37.), 3:0 Janssen, 4:0 Harder (71.), 5:0 Rolfö (78.), 6:0 Janssen (89.)

Schiedsrichterin: Marta Huerta De Aza (Spanien)

Zuschauer: 1.543 am Mittwochabend im AOK Stadion


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