Uduokhai und Guilavogui jubeln über den erzielten Treffer und nehmen sich in den Arm.
DI . 19.  DEZ . 2017
Männer

Im Viertelfinale

Wölfe bezwingen Nürnberg mit 2:0 in der Verlängerung und ziehen ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein.

Uduokhai und Guilavogui jubeln über den erzielten Treffer und nehmen sich in den Arm.

Es war die erwartet harte Nuss: Beim DFB-Pokal-Achtelfinale hatten die Wölfe große Mühe mit einem couragiert auftretenden 1. FC Nürnberg, gewannen schlussendlich zwar mit 2:0, konnten jedoch erst in der Verlängerung das Ticket für die nächste Runde buchen. Die Treffer erzielten Felix Uduokhai (96.) und Daniel Didavi (118.). Die Viertelfinalpartien des DFB-Pokals am 6. und 7. Februar 2018 werden erst im neuen Jahr ausgelost: Die vier Begegnungen werden am 7. Januar 2018 ab 18 Uhr in der ARD-Sportschau ermittelt. Auch in der Liga sind die Grün-Weißen erst im kommenden Jahr wieder gefordert. Dann ist die Elf von VfL-Coach Martin Schmidt am Sonntag, 14. Januar (Anstoß um 18 Uhr), bei Borussia Dortmund zu Gast zum Start der Bundesliga-Rückrunde.

Casteels muss passen

Einen ersten Schock mussten die Wölfe schon vor dem Anpfiff verdauen, denn VfL-Schlussmann Koen Casteels musste aufgrund von muskulären Problemen im Hüftbeuger kurzfristig passen. Für den VfL-Stammkeeper übernahm Max Grün den Posten zwischen den Pfosten. Darüber hinaus ergaben sich im Vergleich zur 0:1-Niederlage vom vergangenen Samstag in Köln gleich fünf weitere Wechsel: Marcel Tisserand, Felix Uduokhai, Maximilian Arnold, Paul-Georges Ntep und Nany Landry Dimata kamen für Paul Verhaegh (nicht im Kader), Robin Knoche, Yannick Gerhardt, Divock Origi und Daniel Didavi (alle Bank) rein. FCN-Coach Michael Köllner brachte derweil zwei Neue: Patrick Erras und Eduard Löwen spielten für Ondrej Petrak (nicht im Kader) und Tobias Werner (Bank).

Kaum Torchancen

Es dauerte etwas ehe die Wölfe in die Partie fanden. Und so erarbeiteten sich zunächst die Hausherren mit einem schwungvollen Start leichte Feldvorteile und konnten durch einen Distanzschuss von Enrico Valentini auch die erste Gelegenheit der Partie für sich verbuchen (3.). In der Folge schaffte es Grün-Weiß besser die Passwege zuzustellen und ein eigenes Angriffsspiel aufzuziehen – einzig echte Torchancen blieben Mangelware.

Dimata hat die Führung auf dem Fuß

Dennoch spielte der VfL zielstrebig weiter, ließ das Spielgerät durch die eigenen Reihen zirkulieren und übernahm nun klar das Kommando – doch spätestens an der Strafraumkante war stets Endstation. In dieser Phase wurde der FCN über gutes Umschaltspiel wieder gefährlicher: Zunächst versuchte es Löwen aus der Distanz, verfehlte jedoch knapp (29.), ehe Kevin Möhwald freistehend im Fünfmeterraum aus aussichtsreicher Position vergab (32.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es dann fast soweit: Nach schönem Malli-Zuspiel kam Dimata im Strafraum an den Ball, scheiterte allerdings von halblinks aus sieben Metern am herausstürzenden FC-Schlussmann Fabian Bredlow – die beste VfL-Möglichkeit bis dahin (41.). So ging es ohne Tore in die Kabinen.

Origi trifft Alu

Nach lauen Beginn des zweiten Abschnitts konnten die Nürnberger nach 60 Minute die erste Chance in der zweiten Hälfte verbuchen: Als Behrens einen Leibold-Schuss in Richtung Tor ablenkte, konnte Tisserand in höchster Not unmittelbar vor der Linie klären. Kurz darauf zeigte sich Max Grün in Topform: Nach einem Schuss von Edgar Salli machte sich der VfL-Schlussmann lang, parierte bärenstark (60.). Fehlten in der ersten Hälfte noch die Abschlüsse, entstand nun ein echter Pokal-Fight: Zunächst traf Gomez aus spitzem Winkel die Latte (68.), ehe auf der Gegenseite Mikael Ishak ebenfalls aus guter Position vergab (70.). Ein sehenswerter Malli-Pass brachte schließlich den eigewechselten Divock Origi ins Spiel, der den Ball allerdings gegen den linken Pfosten drosch (79.). In der Schlussphase der Begegnung schnürten die Wölfe die Hausherren regelrecht in der eigenen Hälfte ein, ließen jedoch besonders beim Flanken die letzte Präzision vermissen und so ging es folgerichtig in die Verlängerung.

Uduokhai und Didavi sei Dank

Auch in der Verlängerung drückten die Wölfe weiterhin aufs Tempo und sorgten endlich in für das befreiende Tor: Nach einer schönen Didavi-Flanke aus dem Halbfeld nickte Josuha Guilavogui das Leder in die Mitte, wo Uduokhai im Fünfer die Kugel zum umjubelten 1:0-Führungstreffer über die Linie bugsierte (96.). In der Folge ließ der VfL nichts anbrennen, kam immer wieder gefährlich vor das Nürnberger Tor. Nach einer verunglückten Klärungsaktion landete das Spielgerät schließlich vor den Füßen Didavis, der Linksfuß schloss aus knapp zehn Metern flach ins rechte Eck ab - die Entscheidung. So durften sich die Wölfe nach hartem Kampf über den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals freuen.

1.FC Nürnberg:  Bredlow – Valentini, Margreitter, Ewerton, Leibold – Löwen (82. Werner), Erras (106. Kammerbauer), Behrens – Salli (90+1 Gislason), Möhwald – Ishak (116. Teuchert)

VfL Wolfsburg: Grün – William, Uduokhai, Bruma, Tisserand – Guilavogui, Arnold – Dimata (103. Gerhardt), Malli (120. Jung), Ntep (65. Didavi) – Gomez (75. Origi)

Tore: 0:1 Uduokhai (96.), 0:2 Didavi (118.)

Gelbe Karten: Behrens / Tisserand, Origi

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Zuschauer: 26.104 Zuschauer am Dienstagabend im Max-Morlock-Stadion

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