Die Wölfinnen jubeln über den Treffer von Harder.
SO . 29. 04. 2018
Frauen I

Im Endspiel um Europas Krone

Nach 2:0-Sieg gegen Chelsea Ladies FC im Halbfinal-Rückspiel ziehen die Wölfinnen in das UWCL-Finale ein.

Die Wölfinnen jubeln über den Treffer von Harder.

Unter den besten zwei Mannschaften Europas - zum vierten Mal steht die Frauenmannschaft des VfL Wolfsburg nach 2013, 2014 und 2016 im Endspiel der UEFA Women’s Champions League. Im Halbfinal-Rückspiel bezwangen die Wölfinnen am Sonntag Chelsea Ladies FC mit 2:0 (0:0). Nachdem Grün-Weiß bereits das Hinspiel in London mit 3:1 für sich entscheiden konnten, schossen Pernille Harder (69.) und Ewa Pajor (78.) das Team von VfL-Cheftrainer Stephan Lerch auch im Rückspiel zum Sieg. Wenn der VfL am 24. Mai im Walerij-Lobanowski-Stadio in Kiew um den dritten Königsklassen-Titel nach 2013 und 2014 spielt, heißt das Finale nach 2013 und 2016 zum dritten Mal Wolfsburg gegen Olympique Lyon, die Französinnen setzten sich in der Vorschlussrunde gegen Manchester City durch. Beide Seiten konnten jeweils eins der bisherigen direkten Duelle im Endspiel der UWCL für sich entscheiden. Das nächste Mal gefordert wird Grün-Weiß allerdings schon am kommenden Mittwoch, 2. Mai, im Nachholspiel des 17. Spieltags der Allianz Frauen-Bundesliga beim SV Werder Bremen (Anstoß um 17 Uhr).

Die Hinspiel-Elf auf dem Platz

Vor der Bundesliga-Partie am vergangenen Mittwoch beim FF USV Jena, das die Wölfinnen 4:0 gewannen, rotierte Wölfinnen-Coach Lerch in seiner Startelf auf gleich sieben Positionen. Diese sieben rückten am Sonntag wieder aus der Startelf. Neben Kristine Minde, Claudia Neto und Ella Masar, die in dieser Saison für den VfL in der UWCL nicht spielberechtigt sind, zählten zu diesen sieben auch Zsanett Jakabfi, Tessa Wullaert, Joelle Wedemeyer und Isabel Kerschowski. Dafür standen Anna Blässe, Noelle Maritz, Ewa Pajor, Pernille Harder, Caroline Hansen, Lara Dickenmann und Lena Goeßling wieder in der Anfangsformation – und damit die gleichen Elf wie beim Hinspiel in London.

Zuschauerrekord im AOK Stadion

Vor der Rekordkulisse von 3.813 Zuschauern versuchten die Gäste aus London, in einer intensiven Anfangsphase die Wölfinnen frühzeitig anzulaufen und ihrerseits das Heil in der Offensive zu suchen. Grün-Weiß schien allerdings immer eine Antwort auf die Spielweise Chelseas parat zu haben. So waren es auch die Gastgeber, die im ersten Durchgang die besten Möglichkeiten verzeichnen konnten. Zunächst zielte Harder vom Strafraumrand knapp rechts neben den Pfosten (4.), dann scheiterte Hansen mit der besten Gelegenheit des ersten Durchgangs aus spitzem Winkel im Eins-gegen-Eins an CLFC-Schlussfrau Hedvig Lindahl (8.). Außerdem konnte Sara Gunnarsdottir eine scharfe Flanke von Pajor, die mit ihrer Schnelligkeit den Gegner immer wieder vor Probleme stellte, am langen Pfosten nicht ganz erreichen und daher nicht mehr gefährlich auf den Kasten bringen (30.).

Harder und Pajor belohnen grün-weißes Feuerwerk

Eva Pajor treibt den Ball. Nach dem Seitenwechsel brennten die Wölfinnen ein regelrechtes Offensiv-Feuerwerk ab. Ein gefährlicher Angriff der Grün-Weißen jagte den nächsten. Die Gäste konnten kaum durchatmen. Nur das Tor wollte zunächst nicht fallen. Hansen (50.), Nilla Fischer (51.), Pajor (51.) konnten beste Gelegenheiten nicht nutzen. In der 53. Spielminute schaffte es wieder Pjaor nicht, einen Fehler von Landahl auszunutzen, die sich bei einem weiten Ball verschätze. Die Polin konnte fast von der Eckfahne den Ball nicht im verlassenen Tor unterbringen (53.). Letztlich war es wieder einmal Harder, die die Spielanteile auch in ein Tor ummünzte. Vom linken Strafraumrand ließ sie zwei Gegenspielerinnen aussteigen und schloss kraftvoll ab (69.) – 1:0. Doch mit der Führung und dem so gut wie sicheren Finaleinzug gaben sich die Wölfinnen noch nicht zufrieden und legten noch einen weiteren Treffer nach: Eine Flanke von Alexandra Popp, nickte Pajor, die Landahl auf dem falschen Fuß erwischte, am kurzen Pfosten ein (78.). Damit stand fest, die Wölfinnen spielen in Kiew um den Titel in der Königsklasse und das wurde vor der Rekordkulisse mit den Zuschauern gebührend gefeiert.

„Superglücklich“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir sind superglücklich, dass wir ins Finale eingezogen sind. Wir waren darauf eingestellt, noch einmal alles geben zu müssen, da Chelsea noch in diesem Spiel alles nach vorne werfen wird. Sie haben sofort versucht, uns unter Druck zu setzen. Wir mussten vom Anpfiff an hellwach sein und das waren wir auch. Das hat meine Mannschaft hervorragend gelöst. Und auch selbst hat die Mannschaft immer wieder versucht, die sich bietenden Räume zu nutzen und zu bespielen. Genau so haben wir uns dann gute Torchancen erspielt, es dann aber verpasst, diese sofort zur Führung zu nutzen. Das war eine gute und konzentrierte Leistung. In der zweite Halbzeit konnte man dann sehen, dass wir das Tempo hochhalten konnten und weiter Druck gemacht haben. Wir wollten zu diesem Zeitpunkt unbedingt das Tor erzielen und haben Zeitlang nur auf ein Tor gespielt. Letztlich konnten wir uns dafür belohnen, darüber sind wir sehr froh und jetzt freuen wir uns auf das Endspiel gegen Lyon.

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe, Fischer, Goeßling, Maritz (67.  Kerschowski) – Gunnarsdottir, Popp – Hansen (72. Jakabfi), Harder, Dickenmann – Pajor (80. Wullaert)

Chelsea LFC: Landahl – Ericssson, Thorisdottir, Bright, Blundell – Bachmann, Mjelde, Chapman – Ji (76. Spence), Aluko (64. Cuthbert) – Kirby (82.)

Gelbe Karten: Maritz / Chapman, Bachmann

Tore: 1:0 Harder (69.), 2:0 Pajor (78.)

Zuschauer: 3.813 am Sonntagnachmittag im AOK Stadion

Schiedsrichterin: Olga Zadinova (CZE)

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