Unter den „Neuen“ sind ja auch einige Norwegerinnen – und eine gute Freundin von dir, oder?
Justine: Es ist schön, hier etwas mehr Norwegisch sprechen zu können. Smilla kenne ich schon sehr lange, wir haben einige Jahre zusammengespielt und sind sogar auf dieselbe Schule gegangen. Sie kommt oft zum Abendessen vorbei. Es ist toll, sie hierzuhaben.
Im Trainingslager habe ich gehört, dass ihr auch gerne zusammen Golf spielt?
Justine: Ja, ich spiele schon länger Golf. Smilla ist noch nicht so lange dabei, aber sie macht das richtig gut, und es macht immer Spaß, mit ihr auf den Platz zu gehen. Ich habe mein Golf-Set hier in Wolfsburg, und wir fahren ab und an zusammen los.
Neben dem Golfen liest du auch gerne Krimis und hättest dir sogar vorstellen können, statt Fußballerin Ermittlerin zu werden…
Justine: Das stimmt (lacht)! Wenn ich lese, dann sehr gerne Krimis. Die sind immer spannend, man wird schnell in die Geschichte hineingezogen. Ich finde das super zum Abschalten.
Unter der Woche gab es mit dem „Wir für euch“-Tag einen besonderen Termin, der ebenfalls mal nichts mit Fußball zu tun hatte. Wo warst du im Einsatz?
Justine: Ich war in einem Pflegeheim in Kästorf und habe dort Gartenarbeit gemacht. Das hat Spaß gemacht. Es ist schön, dass wir solche Dinge machen können und den Menschen dadurch etwas zurückgeben.
Kommen wir zurück zum Sportlichen. Am Sonntag trefft ihr auf den 1. FC Köln. Was erwartest du für einen Gegner?
Justine: Ich erwarte ein schwieriges Spiel. Ich erinnere mich noch an das Unentschieden in der letzten Saison. Köln hat viele qualitativ starke Spielerinnen im Kader. Wir können aber auf dem aufbauen, was wir letzte Woche gegen Jena gezeigt haben.
Was wird also wichtig für euch sein?
Justine: Es ist wichtig, dass wir bei unserem Spiel bleiben und in der Defensive konzentriert sind. Wenn uns das gelingt, kommt der Rest von allein.
Du selbst hattest einen turbulenten Start in die Saison – im Supercup die Gelb-Rote Karte nach wenigen Minuten, gegen Hamburg ein Einsatz von der Bank und gegen Jena dann in der Startelf. Wie waren die ersten Wochen für dich und wie fühlst du dich aktuell?
Justine: Es war natürlich nicht der Start, den ich mir gewünscht hätte. Jetzt habe ich aber das Gefühl, dass ich auf einem guten Weg bin. Die drei Punkte vom letzten Wochenende sind etwas, worauf ich aufbauen möchte.