Wout Weghorst zeigt beide Daumen in die Luft.
17.09.2020
Männer

Hürde genommen

Wölfe ziehen durch ein 4:0 beim FK Kukesi in die dritte Qualifikationsrunde der Europa League ein.

Wout Weghorst zeigt beide Daumen in die Luft.

Der VfL Wolfsburg ist nur noch zwei Schritte vom Einzug in die Gruppenphase der Europa League entfernt. Im Qualifikationsspiel der zweiten Runde bekam die Elf von Cheftrainer Oliver Glasner am Donnerstagabend ihre Pflichtaufgabe beim FK Kukesi gelöst und siegte mit 4:0 (2:0). Wout Weghorst (21./74.), Maxence Lacroix (33.) und Admir Mehmedi (89.) markierten im Air Albania Stadium in Tirana gegen den albanischen Vizemeister die grün-weißen Tore. Weiter geht es im Wettbewerb bereits in der kommenden Woche, wenn der VfL im Drittrundenspiel der Qualifikation in der Volkswagen Arena auf Desna Tschernihiw aus der Ukraine trifft. An gleicher Stelle legt Grün-Weiß zuvor aber noch im Kerngeschäft los: Zum Heimauftakt in die Bundesligaspielzeit 2020/2021 haben die Wölfe am Sonntag, 20. September (Anstoß um 18 Uhr), Bayer Leverkusen zu Gast.

Koen Casteels fischt den Ball aus der Luft.

Casteels zurück im Tor

Über die längerfristigen Ausfälle Marin Pongracic, William und Kevin Mbabu hinaus fehlten auch Omar Marmoush und der gesperrte John Anthony Brooks. Wieder zur Verfügung standen dagegen Jerome Roussillon und Koen Casteels, der wie zu erwarten in die Startformation zurückkehrte. Insgesamt stellte Glasner gegenüber dem Pokalspiel gegen Fürstenwalde dreimal um, denn auch Xaver Schlager und Josip Brekalo standen neu in der ersten Elf.

Unbequemer Gegner

Auf einen Spaziergang waren die Wölfe für ihren 83. Internationalen Einsatz nicht eingestellt, und den erlebten sie auch nicht. Kukesi, zumal es kein Rückspiel geben sollte, taktierte nicht sonderlich und igelte sich auch nicht hinten ein. Mit einer aggressiven Gangart hielten sich die Albaner den VfL stattdessen erfolgreich vom Leib. Je ein gefährlicher direkter Freistoß (8. Telushi/15. Arnold) waren das Zeugnis einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde. Mit einem Mal begann es dann, für Grün-Weiß sehr gut zu laufen. Ein schon abgewehrter Ball fiel genau in Weghorsts Lauf, worauf der Niederländer augenblicklich abzog und per Flachschuss ins Tor traf (21.). Zwölf Minuten später fiel auf ähnliche Weise ein weiterer Treffer. Lacroix, der damit im zweiten Einsatz erstmals für die Wölfe traf, staubte nach einer Ecke zum 2:0 ab. Fast im Gegenzug brachte Felix Klaus seinen Gegenspieler im Strafraum zu Fall. Eduart Rroca, der Gefoulte, trat an und zielte auch recht ordentlich. Da Casteels aber mit einer Teufelstat den Ball aus der Luft gefischt bekam (35.), durfte die Glasner-Elf eine komfortable Führung mit in die Kabine nehmen.

Admir Mehmedi führt den Ball.

Nach hinten raus noch deutlich

Mit Wiederbeginn konnte der VfL den Sack direkt zuschnüren, denn sowohl Weghorst (48.) als auch Renato Steffen (53.) kamen in gute Positionen. Statt dessen war das Duell ums Weiterkommen um ein Haar wieder offen, weil ein weiterer Konter Kukesis erst mit einem Lattenschuss sein Ende fand. Albin Gashi hatte sehenswert vom Strafraumeck geschlenzt (58.). In der Folge plätscherte die Begegnung dann etwas dahin. Grün-Weiß, auch wenn etliche Bälle zu hastig verloren gingen, hatte das Geschehen weitgehend im Griff, zumal dem albanischen Vizemeister der anfängliche Mut allmählich abhandenkam. Eine Viertelstunde vor Schluss waren dann auch die letzten Zweifel beseitigt: Nach einem Konter über links schnappte erneut Weghorst zentral vor dem Tor abgebrüht zu und verwertete eine starke Vorlage Joao Victors, Sekunden vorher ins Spiel gekommen, zum 0:3 (74.), ehe kurz vor Abpfiff Mehmedi den Endstand gar noch ausgestaltete (89.). Trotz streckenweise etwas mühevollen grün-weißen Auftritts kam damit das eindeutig stärkere Team eine Runde weiter.

„Das Spiel größtenteils kontrolliert“

VfL-Chefcoach Oliver Glasner: Ich bin sehr froh, dass wir so deutlich gewinnen konnten. Wir haben gut angefangen und schnell 2:0 geführt, dann aber einen dummen Elfmeter bekommen, den Koen sehr, sehr gut gehalten hat. In der Folge haben wir das Spiel größtenteils kontrolliert, waren trotzdem aber beim Lattenschuss auch etwas im Glück. Man merkt in solchen Situationen, dass uns hinten manchmal noch die Abstimmung fehlt. Aber wir haben zu Null gespielt und sind zufrieden, jetzt in der nächsten Runde zu stehen.

FK Kukesi: Elezaj – Malikji, Horic, Obanor, Demiri – Telushi, Musolli (60. Gavazaj) – Rroca (70. Cooper), Limaj, Musta (46. Gashi) – Eze

VfL Wolfsburg: Casteels – Klaus (68. Roussillon), Lacroix, Guilavogui, Otavio – Schlager, Arnold (36. Gerhardt) – Steffen, Mehmedi, Brekalo (74. Victor) – Weghorst

Tore: 0:1 Weghorst (21.), 0:2 Lacroix (33.), 0:3 Weghorst (75.), 0:4 Mehmedi (89.) 

Gelbe Karten: Demiri, Horic / Otavio, Klaus, Lacroix, Steffen, Mehmedi

Besonderes Vorkommnis: Casteels pariert Foulelfmeter von Rroca (35., Klaus an Rroca)

Schiedsrichter: Duje Strukan (Kroatien)

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