Frauen

Herausfordernde Aufgabe im Rheinland

Am Sonntag gastieren die VfL-Frauen bei Bayer 04 Leverkusen.

Zweiter Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga, zweites Auswärtsspiel für die Frauen des VfL Wolfsburg: Am Sonntagnachmittag (Anstoß um 16 Uhr, live bei Magenta Sport und DAZN) gastiert die Mannschaft von Cheftrainer Stephan Lerch bei Bayer 04 Leverkusen im Ulrich-Haberland-Stadion. 

Mit Rückenwind zur Werkself

Nach dem 8:2-Erfolg in Nürnberg und dem 2:0-Sieg im Hinspiel der Qualifikation zur UEFA Women’s Champions League gegen Inter Mailand gilt der Fokus der VfL-Frauen nun wieder dem Ligaalltag. Viel Zeit zur Vorbereitung auf Leverkusen hatten sie nicht: Den Donnerstag nutzte das Team zur Regeneration, am Freitag stand noch einmal eine intensive Einheit auf dem Platz an, am Samstag bereits das Abschlusstraining. Das Duell am Sonntag ist das 31. Aufeinandertreffen mit den Bayer-04-Frauen. Die bisherige Bilanz spricht für die Niedersächsinnen: 25 Partien entschieden sie für sich, dreimal gab es ein Unentschieden, und lediglich zweimal musste sich der VfL geschlagen geben. Trotzdem waren die Duelle gegen den Tabellenfünften der vergangenen Saison oft hart umkämpft. Gute Erinnerungen haben die Grün-Weißen an ihren jüngsten Auftritt im Ulrich-Haberland-Stadion. Am siebten Spieltag der Vorsaison gewann Wolfsburg dort mit 5:1. Die Begegnung nahm allerdings schon früh einen außergewöhnlichen Verlauf: Bereits nach 30 Sekunden sah Bayer-Torhüterin Charlotte Voll die Rote Karte. Im weiteren Spielverlauf wurden zwei weitere Spielerinnen der Werkself des Feldes verwiesen, sodass die Wölfinnen die Partie schließlich mit drei Spielerinnen mehr auf dem Platz beendeten. Für Katharina Piljic hält die Reise ins Rheinland ein besonderes Wiedersehen bereit. Die Mittelfeldspielerin trug in den vergangenen beiden Spielzeiten das Trikot der Werkself, ehe sie in diesem Sommer an die Aller wechselte. Am Sonntag könnte die 22-Jährige erstmals seit ihrem Wechsel auf ihren ehemaligen Klub treffen.

Gelungener Start für Bayer 04

Die Leverkusenerinnen sind ebenfalls erfolgreich in die neue Bundesliga-Spielzeit gestartet, die sie mit großen Ambitionen angehen. Am ersten Spieltag setzte sich die Mannschaft auswärts mit 2:0 bei RB Leipzig durch. „Es hat noch nicht alles funktioniert, trotzdem war es eine gute Leistung von uns“, sagte Mittelfeldspielerin Sofie Zdebel im Anschluss. Nach den Zielen in der Partie gegen den VfL gefragt, betonte sie: „Wir werden hoffentlich gewinnen, dafür geben wir alles.“ Für die beiden Treffer sorgten am ersten Spieltag Maja Sternad und Cornelia Kramer. Sternad, die im Sommer neu zur Werkself stieß, durfte sich damit gleich bei ihrem ersten Liga-Einsatz für Bayer 04 in die Torschützinnenliste eintragen. Ein weiterer Neuzugang der Rheinländerinnen dürfte vielen Wolfsburgern noch bekannt sein: Natasha Kowalski spielte von 2017 bis 2022 für die U17 und U20 des VfL. 

Vor der Partie bei Leverkusen sprach Wölfinnen-Cheftrainer Stephan Lerch über…

…die Personallage: Personell gibt es im Vergleich zum Spiel gegen Inter Mailand keine Veränderungen. Lena Lattwein, Cecilie Floe Nielsen und Giovanna Hoffmann stehen uns weiterhin nicht zur Verfügung.

…Bayer 04 Leverkusen: Duelle gegen die Bayer-Frauen waren auch schon in der Vergangenheit immer sehr intensiv. Sie spielen sehr hohes, mutiges Pressing und sind sehr stark im Gegenpressing unterwegs. Sie haben eine sehr starke Offensive mit unterschiedlichen Typen. Wir wissen um die enorme Qualität, die da auf uns zukommt. Die Mannschaft ist über den Sommer im Großen und Ganzen zusammengeblieben. Außerdem hat sich Leverkusen mit erfahrenen Spielerinnen verstärkt, da denke ich zum Beispiel an Carolin Simon oder auch Maja Sternad. Deshalb ist es in meinen Augen eine Mannschaft, die zu Recht den Anspruch hat, unter die Top drei zu kommen. 

…worauf es am Sonntag ankommt: Uns erwartet eine Mannschaft, die eine Woche Zeit hatte, sich auf dieses Spiel vorzubereiten. Bei uns waren es nur zwei Tage. Leverkusen wird mit Sicherheit hochmotiviert sein und jetzt schon das erste Ausrufezeichen gegen uns setzen wollen. Das ist die warnende Botschaft, die ich auch der Mannschaft mitgegeben habe. Wir müssen zu 100 Prozent da sein und uns auf das Spiel konzentrieren und nicht auf das, was nächsten Mittwoch kommt oder gerade war. Wir werden bis zum Schluss gefordert werden.

…Katharina Piljic: Sie hat zum Ende der letzten Saison eine doch erhebliche Verletzung davongetragen. Das darf man nicht unterschätzen. Katharina ist erst im Laufe der Vorbereitung richtig bei uns eingestiegen und definitiv noch nicht bei 100 Prozent. Sie ist einsatzfähig und fit. Was die fußballspezifische Ausdauer, die Spielweise und die Intensität angeht, ist aber noch Luft nach oben. Von daher ist sie auf dem Weg, und ich denke, dass wir sie in den nächsten Wochen immer häufiger und länger auf dem Platz sehen werden.

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