Frauen

Hart erkämpfter Sieg zum Auftakt

Wölfinnen starten mit 2:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln ins Pflichtspieljahr.

Die Frauen des VfL Wolfsburg sind mit einem knappen 2:1-Heimsieg in der Google Pixel Frauen-Bundesliga gegen den 1. FC Köln ins Pflichtspieljahr 2026 gestartet. Vor 2.343 Zuschauenden im AOK Stadion erwischten die Wölfinnen einen idealen Start, verloren im weiteren Verlauf jedoch phasenweise den Zugriff auf die Partie. Lineth Beerensteyn sorgte bereits nach vier Minuten für die Führung. Die mutig auftretenden Kölnerinnen belohnten sich allerdings durch ein Eigentor von Sarai Linder in der 22. Minute mit dem Ausgleich, ehe sich die Grün-Weißen in einer insgesamt ausgeglichenen Begegnung erneut durch Beerensteyn belohnten (68.) und sich am Ende drei wichtige Punkte sichern konnten.

Personal

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch nahm im Vergleich zum letzten Ligaspiel gegen den Hamburger SV gleich sieben Änderungen an der Startelf vor. Sarai Linder, Sophia Kleinherne, Camilla Küver, Janina Minge, Ella Peddemors, Kessya Bussy und Beerensteyn rückten für Thea Bjelde, Guro Bergsvand, Joelle Wedemeyer, Justine Kielland, Lena Lattwein, Vivien Endemann und Cora Zicai in die Anfangsformation.

Beim 1. FC Köln gab es nach dem 1:0-Erfolg gegen den SC Freiburg am vergangenen Wochenende zwei Veränderungen. Weronika Zawistowska startete für Zoe Hasenauer und Adriana Achcinska für Laura Donhauser.

Spielverlauf

Die Partie begann schwungvoll – und direkt mit einem Wirkungstreffer für die Gastgeberinnen. Bereits in der vierten Minute kombinierten sich die Wölfinnen unter hohem Druck stark aus der eigenen Hälfte heraus. Bussy setzte sich auf der linken Seite durch und bediente Beerensteyn, die den Ball souverän zur frühen 1:0-Führung einschob. Der Treffer gab den Grün-Weißen zunächst Sicherheit, doch Köln zeigte sich keineswegs geschockt. In der Folge entwickelte sich eine offene Begegnung. Die Gästinnen störten früh, zwangen Wolfsburg immer wieder zu Ungenauigkeiten und kamen selbst gefährlich vor das Tor. In der 22. Minute fiel schließlich der Ausgleich, als eine Flanke von Martyna Wiankowska unglücklich abgefälscht wurde und hinter VfL-Torhüterin Stina Johannes im Netz landete. Der Treffer wurde später als Eigentor von Linder gewertet. Köln blieb auch danach präsent und nutzte Unsicherheiten im Wolfsburger Aufbauspiel. Mehrfach musste Johannes eingreifen, unter anderem nach einem Ballverlust im eigenen Strafraum (25.). Auf der Gegenseite hatten die Wölfinnen durch Peddemors die große Chance zur erneuten Führung, doch FC-Keeperin Irina Fuchs parierte stark (38.).

Nach dem Seitenwechsel kamen die VfL-Frauen aktiver aus der Kabine und suchten früh den Weg nach vorne. Beerensteyn hatte kurz nach Wiederanpfiff eine gute Möglichkeit, scheiterte jedoch an einer grätschenden Kölner Verteidigerin (51.). Trotz optischer Überlegenheit fehlte es den Niedersächsinnen zunächst an Präzision im letzten Drittel. Mit zunehmender Spielzeit brachte Lerch frische Kräfte. Die Einwechslung von Endemann sollte sich auszahlen: In der 68. Minute behauptete sich die Flügelspielerin stark und steckte den Ball dann perfekt auf Beerensteyn durch, die erneut die Ruhe bewahrte und zum 2:1 einschob. Die Führung kam etwas überraschend, zeigte jedoch die Effizienz der Wölfinnen in den entscheidenden Momenten. In der Schlussphase verteidigte Wolfsburg konzentriert, auch wenn Köln weiter mutig blieb. Ein taktisches Foul von Kleinherne stoppte einen vielversprechenden Konter (87.), ehe in der Nachspielzeit noch ein besonderes Highlight folgte: Linnea Saelen feierte mit ihrer Einwechslung ihr Bundesliga-Debüt. Nach vier Minuten Nachspielzeit war der hart erkämpfte Heimsieg perfekt.

Tore

  • 1:0 Beerensteyn (4.): Schnelles Umschalten der Wölfinnen, Bussy setzt sich links durch und legt quer auf Beerensteyn, die sicher einschiebt.
     
  • 1:1 Linder (22., ET): Wiankowska bringt den Ball von der linken Seite in den Strafraum, Linder fälscht die Hereingabe unglücklich ab – der Ball landet im Tor.
     
  • 2:1 Beerensteyn (68.): Endemann setzt sich auf dem Flügel durch und spielt einen präzisen Steckpass auf Beerensteyn, die gefühlvoll an der Torhüterin vorbeilegt.

Trainerstimme

Stephan Lerch: Die erste Halbzeit war noch nicht überzeugend. Es gab einige Abläufe, die nicht so funktionierten, wie wir es uns vorgestellt hatten, und die Angriffe kamen nicht sauber zustande. Der 1. FC Köln hat außerdem sehr gut verteidigt und uns immer wieder unter Druck gesetzt. Trotz der frühen Führung haben wir zunächst nicht die richtigen Lösungen gefunden, um das Spiel zu kontrollieren. Nach der Pause haben wir deutlich besser agiert. Fehler wurden minimiert, das Spiel häufiger in die gegnerische Hälfte verlagert und die Chancen konsequent genutzt. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass wir dieses schwere Spiel am Ende für uns entscheiden konnten.

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Johannes – Linder, Kleinherne, Küver, Pujols (61. Bjelde) – Minge, Peddemors – Huth (90. Saelen), Popp, Bussy (61. Endemann) - Beerensteyn (83. Kielland)

Ersatz: Tufekovic (Tor), Bergsvand, Dijkstra, Kerim-Lindland, Wedemeyer

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Degen, Agrez, Wiankowska – Vogt (86. Bohnen), Feiersinger – Zawistowska, Achcinska, Stolze (75. Andrade) – Jessen

Ersatz: Mikalsen (Tor), Schmitz (Tor), Donhauser, Imping, Matysik, Hasenauer, Leimenstoll

Tore: 1:0 Beerensteyn (4.), 1:1 Linder (22., ET), 2:1 Beerensteyn (68.)

Gelbe Karten: Kleinherne / Wiankowska

Schiedsrichterin: Nadine Westerhoff (Castrop-Rauxel)

Zuschauende: 2.343 Zuschauende im AOK Stadion.

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