Die VfL Wolfsburg-Spielerinnen stehen beim Abschlusstraining im Kreis.
30.03.2021
Frauen

Halbfinale fest im Blick

Im UWCL-Viertelfinal-Rückspiel benötigen die VfL-Frauen einen Sieg gegen den FC Chelsea.

Die VfL Wolfsburg-Spielerinnen stehen beim Abschlusstraining im Kreis.

Die ärgerliche 1:2-Niederlage im Hinspiel ist abgehakt, das Vertrauen in die eigenen Qualitäten dank der starken Leistung eher noch gestiegen und der Optimismus entsprechend groß: Mit einem Sieg gegen den FC Chelsea im Viertelfinale der UEFA Women’s Champions League wollen die Frauen des VfL Wolfsburg am morgigen Mittwoch, 31. März (Anstoß um 14 Uhr/live auf SPORT1 und Wölfe TV), zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte unter die Top 4 Europas einziehen. Im Szusza Ferenc Stadion in Budapest könnte allerdings auch der Rechenschieber zum Einsatz kommen: Ein 1:0-Sieg würde den Wölfinnen reichen, ein 2:1 nach regulärer Spielzeit eine Verlängerung zur Folge haben und in jeder anderen Konstellation müsste der Deutsche Meister zwei Treffer mehr erzielen als der englische Titelträger.

Letzte englische Hoffnung

Rundum zufrieden wirkten die Spielerinnen des FC Chelsea nicht, als sie sich am vergangenen Mittwoch mit einem 2:1-Erfolg im ersten Teil des Duells „Blau gegen Grün-Weiß“ behaupteten. Es war ein äußerst glücklicher Sieg aus Sicht der Engländerinnen, die – und das war entscheidend – einfach gnadenlos effektiv waren. Realistisch betrachtet ist das Team aus London die letzte englische Hoffnung im Wettbewerb, denn Liga-Konkurrent Manchester City bräuchte nach einer 0:3-Hinspiel-Niederlage beim FC Barcelona schon ein kleines Wunder. Im Liga-Spiel gegen Aston Villa am letzten Sonntag (2:0) ließ Chelsea-Trainerin Emma Hayes einige Stammkräfte draußen oder brachte sie – wie Pernille Harder oder Melanie Leupolz – erst im Verlauf der Partie. Dies galt nicht für die Offensivkräfte Fran Kirby und Sam Kerr, die beide von Beginn an aufliefen und prompt die beiden Treffer initiierten: Vorlage Kirby, Tor Kerr lautete jeweils die Formel.

Oberdorf mit an Bord

Auch bei den Wölfinnen war im mit 3:1 gewonnenen Auswärtsspiel gegen den SC Sand Rotation angesagt. Das mit hoher Intensität geführte Hinspiel gegen Chelsea hatte Körner gekostet, entsprechend ließ VfL-Cheftrainer Stephan Lerch einige Akteurinnen ran, die zuletzt weniger Spielzeit sammeln konnten. Die Startformation des Hinspiels wäre sicherlich auch eine Option fürs Rückspiel gewesen, doch die Gelbsperre von Lena Oberdorf durchkreuzt diesen Plan. Lerch ist also gezwungen, zumindest eine Änderung vorzunehmen. Oberdorf wird ihre Teamkolleginnen zumindest von außen unterstützen können: Die 19-Jährige zählte zum VfL-Tross, der am heutigen Vormittag vom Flughafen Braunschweig in Richtung Budapest abhob. Auch VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher begleitete das Team, wie schon in der letzten Woche. Und so war nahezu alles wie sieben Tage zuvor: gleiches Hotel, gleiches Stadion, gleiche Busfahrer – sogar die Sonne strahlte bei Ankunft exakt wie am letzten Dienstag.

„Wollen Chelsea erneut das Leben schwermachen“

Der größte Unterschied: Diesmal reiste der VfL Wolfsburg als Heimmannschaft nach Ungarn. Mehr als nur eine Formalie, schließlich gehören zu einem Heimspiel auch jede Menge organisatorische Aufgaben. Die Mannschaft merkte freilich nichts davon. Für sie stand um 16.30 Uhr das Abschlusstraining im Szusza Ferenc Stadion, Heimstätte des FC Ujpest, auf dem Programm. Anschließend lud der VfL zur obligatorischen Pressekonferenz mit Coach Lerch. Dabei ging es um…

…die Personalsituation: Stand jetzt haben alle Spielerinnen das Abschlusstraining gut verkraftet und sind startklar für das morgige Spiel. Auch Alex Popp ist mit dabei. Jeder weiß, wie wichtig sie für uns ist und wir sind sehr froh, sie bei uns zu haben. Wir haben auch Lena Oberdorf mitgenommen, aber sie wird uns morgen wegen ihrer Gelbsperre nicht zur Verfügung stehen. Für sie ist – im Vergleich zur letzten Woche – Lotta Cordes in den Kader nachgerückt.

…die Qualität des Gegners: Es wird uns wieder – von der Kaderstärke – eine der besten Mannschaften Europas gegenüberstehen. Chelsea bringt eine große individuelle Stärke mit. Deshalb müssen wir hellwach sein und gut aufpassen, dass sie diese Qualität erst gar nicht auf den Platz bringen können. In der letzten Woche ist uns das meist gut gelungen, aber wir haben auch gesehen, dass Chelsea nicht viele Möglichkeiten braucht. Wir müssen Fehler vermeiden, denn auf Fehler wird Chelsea setzen.

…die Marschroute für das Rückspiel: Wir müssen unser Spiel durchsetzen. Das haben wir in der vergangenen Woche schon gut gemacht. Aber ich gehe davon aus, dass es nun ein ganz anderes Spiel wird, weil Chelsea mit dem Hinspiel nicht zufrieden gewesen sein kann. Daher werden sie einige Dinge anpassen. Was das genau sein wird, werden wir sehen. Wir wollen aber daran anknüpfen, wo wir in der vergangenen Woche aufgehört haben. Wir wollen mit unseren Stärken Chelsea erneut das Leben schwermachen.

…die Strategie für den Halbfinal-Einzug: Wir wissen, dass wir nur mit 1:0 gewinnen müssen, um eine Runde weiterzukommen. Aber das ist auch ein gefährliches Ergebnis. Sollten wir in Führung gehen, wird es wichtig sein, dieses Ergebnis nicht nur zu halten, sondern Chelsea weiter unter Druck zu setzen – und das schafft man am besten, indem man selbst die Initiative ergreift.

Livestream ab 14 Uhr

Wölfe TV: Pre Match Chelsea - VLOG

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