03.03.2021
Frauen

Gute Grundlage

Die VfL-Frauen setzen sich im UWCL-Achtelfinal-Hinspiel mit 2:0 gegen LSK Kvinner durch.

Bei all ihren Teilnahmen an der europäischen Königsklasse haben die VfL-Frauen zumindest das Viertelfinale erreicht – und auch diesmal sind die Aussichten, zu den Top 8 Europas zu gehören, gut: Im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League  setzte sich der zweimalige Titelträger mit 2:0 (1:0) gegen den norwegischen Vertreter LSK Kvinner durch. Beide Tore im AOK Stadion erzielte Alexandra Popp. Das Hinspiel-Resultat ist eine gute Grundlage für das Rückspiel am Mittwoch, 10. März (Anstoß um 14 Uhr/live auf SPORT1 und Wölfe TV), das aufgrund von Reisebeschränkungen im ungarischen Györ ausgetragen wird. Zuvor sind die Wölfinnen am kommenden Sonntag, 7. März (Anstoß um 14 Uhr), in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga beim SV Meppen gefordert.

Pajor zurück im Kader

Im Vergleich zum mit 1:0 gewonnen Liga-Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim nahm VfL-Cheftrainer Stephan Lerch drei Änderungen in der Startformation vor: Für Kathrin Hendrich, Zsanett Jakabfi und Pia-Sophie Wolter rückten Ingrid Engen, Fridolina Rolfö und Joelle Wedemeyer in die erste Elf. Zum ersten Mal in dieser Saison stand Ewa Pajor nach überstandener Knieverletzung im Kader der Wölfinnen.

Popp trifft früh

Aus Sicht der Norwegerinnen hätte die Partie kaum ungünstiger beginnen können: Torhüterin Ida Norström lenkte eine Flanke von Svenja Huth an die Latte, Popp musste nur noch abstauben – 1:0 (2.). Doch die schnelle Antwort hätte folgen können: Ein Kopfball von Malin Brenn entschärfte Katarzyna Kiedrzynek reaktionsschnell (6.). In der 18. Minute zog Rolfö aus 18 Metern ab – Norström war auf der Hut. Lilleström agierte durchaus mutig und streute immer mal wieder Pressingphasen ein. Pech für Grün-Weiß in der 24. Minute, als Rolfö eine Hereingabe von Felicitas Rauch an den Pfosten setzte – Popp stand schon zu einem weiteren Abstauber bereit. In der 35. Minute versuchte es Popp dann mit einem Fallrückzieher – vorbei. Die VfL-Kapitänin agierte diesmal im Offensivzentrum und war entsprechend an nahezu allen Offensivaktionen beteiligt. Dann musste Kiedrzynek dafür sorgen, dass die Führung auch zugleich der Pausenstand war: Den Schuss von Nora Eide Lie entschärfte die Polin mit einer bärenstarken Parade (42.).

Alexandra Popp köpft den Ball und wird von zwei Gegenspielerinnen gestört.

Pajor feiert Comeback

Die zweite Hälfte begann mit druckvollen Wolfsburgerinnen, die ihrem Gegner nun kaum noch Luft zum Atmen ließen. Zunächst noch ohne zählbaren Erfolg: Nach Vorlage von Rolfö drosch Popp das Leder drüber (54.). Zwei Minuten später verfehlte Engen nach einem starken Zuspiel von Lena Oberdorf das Ziel knapp. Die erste Gelegenheit der Gäste nach dem Wiederanpfiff hatte Kapitänin Emilie Haavi, deren Freistoß aus 18 Metern in der grün-weißen Mauer hängenblieb (58.). Dann das längst verdiente 2:0 für die Wölfinnen: Nach einer Flanke von Rauch war es erneut Popp, die im Zentrum goldrichtig stand und ohne Mühe einschob (59.). Die nächste Chance hatte die eingewechselte Karina Saevik: Ihre Direktabnahme nach Flanke von Huth ging übers Gehäuse (73.). Fünf Minuten später schob Rolfö aus linker Position am rechten Pfosten vorbei. Der dritte Treffer wäre spätestens jetzt hochverdient gewesen. Doch er fiel nicht. Das Highlight der Schlussphase war dafür anderer Natur: Pajors Comeback nach ihrer Knieverletzung. Die Ausgangsposition für die Wölfinnen hätte durchaus noch etwas komfortabler sein können – die Rollen fürs Rückspiel sind aber auch so klar verteilt.

Ewa Pajor führt den Ball.

„Jetzt auch den Sack zumachen“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Ich blicke mit gemischten Gefühlen auf diese Partie. Zum einen gilt es, das Positive festzuhalten. Wir haben zu Null gespielt und damit eines unserer Ziele erreicht. Zum anderen muss man aber auch sagen, dass wir hier und da auch Glück hatten – ein Tor für Lilleström wäre durchaus möglich gewesen. Sie hatten aus meiner Sicht zu viele gute Möglichkeiten. Wir hätten aber auch das eine oder andere Tor mehr erzielen können. Nach der Länderspielpause mit einem Sieg zu starten, ist eine gute Basis, auf der wir aufbauen können. Jetzt wollen wir nächste Woche auch den Sack zumachen. Was unsere Leistung betrifft, gibt es schon noch Luft nach oben, aber ein 2:0 ist auch kein schlechtes Ergebnis.

VfL Wolfsburg: Kiedrzynek – Wedemeyer (67. Hendrich), Goeßling, Doorsoun (80. Janssen), Rauch – Oberdorf, Engen – Huth (85. Pajor), Popp (67. Svava), Rolfö – Blomqvist (46. Saevik)

LSK Kvinner: Norström – Vanhaevermaet, Gausdal, Brenn, Dahlström – Lie, Bachor, Woldvik – Haavi, Haug, Linberg (88. Kyvag)

Tore: 1:0 Popp (2.), 2:0 Popp (59.)

Schiedsrichterin: Desiree Grundbacher (Schweiz)

Gelbe Karte: Oberdorf / -

Wölfe TV: Re-Live - das komplette Spiel

Wölfe TV: Alle Tore und Highlights


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