Die VfL Wolfsburg rauen laufen sich warm.
19.03.2021
Frauen

Grün-weißes Nordderby

Die VfL-Frauen treffen im DFB-Pokal-Viertelfinale auf Liga-Konkurrent SV Werder Bremen.

Die VfL Wolfsburg rauen laufen sich warm.

Bevor die Frauen des VfL Wolfsburg in nächster Zeit viele Reisekilometer sammeln, steht im DFB-Pokal-Viertelfinale ein Heimspiel auf dem Programm: Der siebenmalige Champion empfängt am kommenden Samstag, 20. März (Anstoß um 14 Uhr/live auf DFB-TV), den SV Werder Bremen im AOK Stadion. Im Erfolgsfall könnte es dann im Halbfinale zu einem weiteren Heimspiel kommen – gegen den Sieger der am morgigen Freitag stattfindenden Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem FC Bayern München. Der SV Werder Bremen steht zum vierten Mal in einem DFB-Pokal-Viertelfinale, bislang war in dieser Runde immer Endstation.

Werder mit Rückenwind

Die Gäste von der Weser spielen zwar im Gegensatz zu den Wölfinnen nicht europäisch, allerdings hatte es der Spielplan der Werder-Frauen in den letzten Wochen aufgrund von Nachholspielen ebenfalls in sich. Erst am gestrigen Mittwoch war der Aufsteiger in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga gefordert: Gegen den SC Freiburg gelang nach frühem Rückstand ein 2:1-Heimsieg. Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib, die sicherlich dafür sorgen, dass der aktuelle Tabellenneunte mit Rückenwind anreisen wird. Zu verlieren haben die Grün-Weißen aus der Hansestadt gegen die Grün-Weißen aus der Autostadt jedenfalls nichts. In der Liga gab es Mitte Dezember eine deutliche Niederlage: Zum Abschluss der Hinrunde setzten sich die Wölfinnen mit 5:1 am Osterdeich durch. Ob es ein Wiedersehen mit Ex-Wölfin Agata Tarczynska geben wird, ist offen. Zuletzt fiel die polnische Stürmerin aufgrund von Knieproblemen aus.

„Müssen von Anfang an das Tempo hochhalten“

An die längste Siegesserie im deutschen Frauenfußball werden die VfL-Frauen sicher nicht denken, wenn es darum geht, einmal mehr in ein DFB-Pokal-Halbfinale einzuziehen. Bislang 32 Siege und sechs Titelgewinne in Folge stehen in der Bilanz der Wölfinnen. Sieg Nummer 33 würde nicht nur ein Top-Duell gegen einen Tabellennachbarn – oben oder unten – bedeuten. Es wäre auch ein perfekter Auftakt in die nächste intensive Saisonphase: Fünf Spiele könnten bis Ostersonntag, also innerhalb von 16 Tagen, anstehen. Im DFB-Pokal standen sich die beiden Teams noch nicht gegenüber, in der Liga gab es bislang sieben Wolfsburger Siege in sieben Partien. In der Medienrunde vor dem grün-weißen Nordderby sprach VfL-Cheftrainer Stephan Lerch über…

Lena Oberdorf in einem Zweikampf.

…die Personalsituation: Bis auf Pauline Bremer und Julia Kassen stehen uns – Stand jetzt – alle Spielerinnen zur Verfügung für das Wochenende. Die Nase von Lena Oberdorf hat beim Spiel gegen Leverkusen etwas abgekommen. Sie trainiert deshalb – als reine Vorsichtsmaßnahme – aktuell mit Maske. Aber das sollte für das Spiel kein Problem sein.

…den Gegner: Bremen wird wahrscheinlich eine wichtige Spielerin fehlen, weil Aga (Anm. d. Red. Agata Tarczynska) möglicherweise ausfällt. Aber Werder hat gestern gegen Freiburg mit 2:1 gewonnen Sie haben dabei zurückgelegen und das Spiel noch gedreht. Sehr wahrscheinlich haben sie jetzt dank des Sieges mit einem Abstieg nichts mehr zu tun. Deshalb können sie in dieses Pokalspiel sehr befreit reingehen. Sie haben aber auch erst gestern gespielt und das Spiel wird sie Körner gekostet haben. Deswegen müssen wir von Anfang an das Tempo hochhalten.

…das letzte Bundesliga-Duell mit Werder: Wir haben in Bremen ein wirklich gutes Spiel gemacht, haben aber leider versäumt, frühzeitig die Tore zu erzielen und so Ruhe ins Spiel zu bekommen. Die Bremerinnen konnten ihre einzige Chance, ein Freistoß, nutzen. Und das wollen wir unbedingt vermeiden, dass wir bis zum Schluss ein enges Spiel haben.

…den Heimvorteil: Für uns ist es sehr gut, dass wir ein Heimspiel haben, vor allem zu Beginn dieser anstrengenden Wochen mit den Reisen nach Budapest. Die Unterstützung von den Rängen fehlt natürlich, aber die fehlt in allen Stadien. Aber das ist für uns ja keine unbekannte Situation.

…die Bedeutung des Spiels in Hinblick auf die kommenden Aufgaben: Wichtig ist es, dass wir mit einem guten Gefühl in die nächsten Wochen gehen können und das können wir uns holen, wenn wir gegen Bremen im Idealfall zu Null gewinnen und wenn wir ein gutes Spiel machen.

Der Spieltagsflyer als eMag

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