Die Wölfinnen jubeln.
MO . 11.  DEZ . 2017
Frauen

Großes Ausrufezeichen

VfL-Frauen bauen Tabellenführung mit einem 3:1-Sieg im Topspiel gegen Bayern München weiter aus!

Die Wölfinnen jubeln.

Die Bundesliga-Frauen des VfL Wolfsburg haben im Kerngeschäft einen Big Point gelandet. Im Schlagerspiel des zehnten Spieltags schlug die Elf von Cheftrainer Stephan Lerch Vize-Meister FC Bayern am Montagabend vor gut 1.700 Zuschauern im AOK Stadion mit 3:1 (3:1). In einer turbulenten Anfangsphase brachten Ewa Pajor (2. Spielminute) und Sara Gunnarsdottir (5.) den VfL sofort auf die Siegerstraße. Postwendend konnte Ex-Wölfin Jovana Damjanovic, die in der Schlussphase ebenfalls vom Patz flog, zwar für die Gäste verkürzen (8.), nach dem 3:1 durch Alexandra Popp (32.) fanden die Münchnerinnen auch gegen zehn Grün-Weiße (Gelb-Rot Wullaert, 63.) jedoch keine Antwort mehr. In der Tabelle holte sich der Double-Gewinner damit nicht nur die am Vortag vom SC Freiburg übernommene Spitze zurück, sondern konnte die Konkurrenz zudem spürbar distanzieren. Ob der neue Zwei-Punkte-Vorsprung zur Herbstmeisterschaft reicht, entscheidet sich am kommenden Sonntag, 17. Dezember, wenn die Wölfinnen zum Hinrundenabschluss beim 1. FC Köln gastieren.

Wullaert einsatzbereit

Isabel Kerschowski, Katharina Baunach und neuerdings auch Merle Frohms standen auf der Ausfallliste. Gebangt hatte Stephan Lerch zudem um Angreiferin Wullaert, die ihre muskulären Probleme aber rechtzeitig überwinden konnte und kurzfristig statt Babett Peter auch in der Startelf stand. Darüber hinaus kehrte verglichen mit dem schon über drei Wochen zurückliegenden 4:0-Erfolg bei der SGS Essenerwartungsgemäß Kapitänin Nilla Fischer in die Anfangsaufstellung zurück.

Abtastphase entfällt

Einer von beiden würde bei Abpfiff Tabellenführer sein, so viel war trotz des Freiburger Sieges vom Vortage fest. Und die Wölfinnen machten gleich unmissverständlich klar, dass sie dafür mehr als ein Unentschieden einplanten: Einen ersten Angriff der Bayern fing Lena Goeßling im Abwehrzentrum ab, passte klug auf Pernille Harder, die wiederum fix Pajor auf die Reise schickte. Frei vor dem Tor lupfte die Polin die Kugel über die Münchener Torhüterin ins Netz – 1:0 für Grün-Weiß (2.)! Diesen Blitzstart bauten die Wölfinnen sogar noch aus. Denn im nächsten Angriff, erneut per schnellem Gegenstoß initiiert, marschierte Caro Hansen mit dem Ball am Fuß die komplette 16-Meter-Linie entlang, um dann Gunnarsdottir zu bedienen. Mit links erhöhte die Isländerin eiskalt auf 2:0 (5.), was jedoch die bis dahin perplexen Bayern auf den Plan rief. Als plötzlich Damjanovic frei vor Almuth Schult vorstellig wurde, ließ auch sie sich nicht lange bitten. Nach nicht einmal acht gespielten Minuten stand es somit 2:1.

Popp legt wieder nach

Nach dieser furiosen Startphase pusteten beide Teams erst einmal durch. Das dominante Team blieb auf schwierig zu bespielendem Boden indes klar der VfL, der durch erneut Pajor (14.) sowie Popp (17.) zu weiteren Abschlüssen kam. Dass die Wölfinnen noch vor der Pause den alten Abstand wiederherstellten, schien deshalb keineswegs unverdient. Ausgangspunkt war ein Eckball durch Wullaert. Nachdem die Gäste-Verteidigung den scharf geschlagenen Ball abgewehrt hatte, nahm Popp per Kopf Maß und bugsierte das Spielgerät aus 15 Metern zum 3:1 ins lange Eck (31.). Nicht viel fehlte und der Vorsprung wäre zum Pausentee sogar noch komfortabler ausgefallen. Den strammen Hansen-Schuss aus kurzer Distanz konnte Manuela Zinsberger per Fußabwehr jedoch parieren (45.).

Lange Unterzahl fast egal

Mit den Ereignissen des ersten Durchgangs hielt der zweite Abschnitt nicht mit. Der über lange Zeit einzige Torschuss blieb ein direkter Freistoßball von Harder, den die Gäste-Keeperin abwehren konnte (53.). Nach einer guten Stunde kam dann wieder Farbe ins Spiel, da sich Wullaert direkt nach einer Verwarnung durch eine von der Schiedsrichterin als Unsportlichkeit bewertete Geste einen Platzverweis einhandelte (63.). Gegen nur noch zehn Wölfinnen schienen die Chancen auf einen Punktgewinn der Bayern somit wieder zu steigen. Eher, als dass sich die Kräfteverhältnisse änderten, kam indes vermehrt Hektik ins Spiel. Vor dem eigenen Tor ließen die Grün-Weißen dagegen sehr wenig zu, sieht man von einem Flachschuss ab, den Leonie Maier von der Strafraumkante aus abfeuern konnte (68.). Wirklich in Gefahr geraten sollte der bedeutende Heimerfolg somit nicht mehr. Im Gegenteil: Die viel besseren Gelegenheiten besaßen zum Ende hin sogar die Wölfinnen, für die zweimal die eingewechselte Zsanett Jakabfi sogar noch das 4:1 hätte nachlegen können (84./86.).

„Kaum Chancen zugelassen“

Stephan Lerch: Die beiden frühen Treffer haben uns natürlich in die Karten gespielt. Trotz des schwer zu bespielenden Platzes haben wir es hinbekommen, guten Fußball zu spielen. Es ist uns gelungen, von hinten die Ballkontrolle zu halten und über schnelle Umschaltmomente gefährlich zu werden. In der zweiten Halbzeit waren wir anfangs zu passiv, haben das richtige Zupacken zeitweise versäumt. Nach dem Platzverweis hat die Mannschaft aber sehr kompakt gestanden und überhaupt kaum Chancen zugelassen. Das war heute sehr wichtig. Mit der Leistung und der Einstellung bin ich sehr zufrieden, wir haben unterm Strich verdient gewonnen.

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe (71. Maritz), Fischer, Goeßling, Dickenmann – Gunnarsdottir, Popp – Hansen (78. Jakabfi), Wullaert – Pajor, Harder

FC Bayern München: Zinsberger – Maier (83. Rolser), Laudehr, Wenninger, Lewandowski – Behringer (46. Däbritz) – Damnjanovic, Skorvankova, Leupolz, Faißt – Islacker (46. Vonkova)

Gelbe Karten: - / Lewandowski

Gelb-Rote Karten: Wullaert (63.), Damjanovic (90.)

Tore: 1:0 Pajor (2.), 2:0 Gunnarsdottir (5.), 2:1 Damnjanovic (8.), 3:1 Popp (32.)

Zuschauer: 1.711 am Montagabend im AOK Stadion

Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Bad Zwesten)

Funktionen

Teilen

Einmal registrieren, Alles nutzen.

Registriere dich nur einmal und nutze alle VfL-Dienste, wie z.B. das VfL Tippspiel sowie den VfL-Online- und Ticket-Shop.

Registrierung
Noch keinen Account?
Jetzt registrieren