VfL-Wolfsburg-Spieler Jerome Roussillon läuft hinter dem Ball.
21.12.2019
Männer

Großer Fleiß nicht belohnt

Leidenschaftliche Wölfe mit 0:2-Niederlage beim FC Bayern München.

VfL-Wolfsburg-Spieler Jerome Roussillon läuft hinter dem Ball.

Der VfL Wolfsburg verliert zum Abschluss der Hinrunde mit 0:2 (0:0) beim FC Bayern München. Erst kurz vor Schluss stellte der Rekordmeister die Weichen auf Sieg. Joshua Zirkzee und Serge Gnabry erzielten in der 85. und 89. Spielminute die Treffer für die Hausherren. Für die Grün-Weißen war die Partie das vierte Spiel in nur neun Tagen. Doch von einem Kräfteverschleiß war nichts zu spüren. Während der Gastgeber seine Torchancen in Halbzeit eins dank eines glänzend aufgelegten VfL-Keepers Koen Casteels ungenutzt ließ, wurden die Niedersachsen in der Schlussphase aktiver und schrammten bei einer Direktabnahme von Maximilian Arnold knapp am Treffer vorbei (42.). Nach dem Seitenwechsel machten die Wolfsburger die Räume dicht und boten den Roten kaum Lücken. Der VfL verkaufte sich teuer und war lange in der Lage, in der Allianz Arena zu punkten – bis der eingewechselte Zirkzee den Bann für die Münchner brach und Gnabry den Endstand herstellte. Damit beenden die Niedersachsen die Hinrunde auf Tabellenplatz neun mit 24 Punkten.

Zwei Änderungen in der Startelf

Bei den Wolfsburgern standen nach dem 1:1-Unentschieden gegen den FC Schalke 04 Renato Steffen und Felix Klaus neu in der Startelf. Für sie nahmen Wout Weghorst und Josip Brekalo auf der Bank Platz. Bayerns Trainer Hansi Flick wechselte im Vergleich zum Sieg beim SC Freiburg auf einer Position: Thiago muss aufgrund seiner fünften Gelben Karte pausieren, dafür rutschte Javier Martinez ins Team.

Klaus vergibt freistehend vor Neuer

Die Wölfe bemühten sich, früh anzulaufen – das Kommando übernahmen allerdings die Hausherren. Dennoch stand der VfL dicht gestaffelt tief in der eigenen Hälfte, so dass die Münchner erst in der 13. Spielminute zu ihrer ersten Chance kamen. Der Ex-Wolfsburger Ivan Perisic kam nach einer Flanke aus sechs Metern freistehend zum Kopfball, scheiterte aber an einer ganz starken Reaktion von Casteels. Und auch die Elf von Cheftrainer Oliver Glasner zeigte, dass sie sich in der Allianz Arena Möglichkeiten erarbeiten konnte: Xaver Schlager schickte Klaus steil, der plötzlich freistehend vor Bayerns Schlussmann Manuel Neuer auftauchte, aber nur der zweite Sieger blieb (17.). Der Rekordmeister wiederrum prüfte VfL-Keeper Casteels bei einem Freistoß von David Alaba. Der Belgier wehrte dessen Versuch aus etwa 19 Metern mit der linken Hand ab (23.). Kurz darauf ging ein Schuss aus der zweiten Reihe von Thomas Müller nur wenige Zentimeter am linken Pfosten der Gäste vorbei (26.). Auch bei der gefährlichen Chance von Gnabry, der von rechts das lange Eck anvisierte, lenke Casteels den Ball um den Pfosten (29.). Auf der anderen Seite versuchten die Grün-Weißen immer wieder Nadelstiche zu setzen, agierten aber in ihren Aktionen noch zu ungenau. Ein Freistoß von Arnold aus zentraler Position wurde geblockt, bei dessen Nachschuss hatte Neuer keine Probleme (38.). Der gebürtige Dresdner hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff die nächste richtig gute Möglichkeit für die Niedersachsen auf dem Fuß, als er mit dem Innenrist das rechte Kreuzeck ins Visier nahm. Seine Direktabnahme flog jedoch knapp über den Querbalken (42.). Wenige Sekunden vor der Pause musste der FC Bayern verletzungsbedingt wechseln. Für den Spanier Martinez kam Jerome Boateng in die Partie. Danach pfiff Schiedsrichter Christian Dingert die erste Halbzeit ab.

VfL-Wolfsburg-Torwart Koen Casteels fokussert sich auf einen herankullernden Ball.

Victor verpasst um wenige Sekunden

Direkt nach dem Wiederanpfiff machten die Grün-Weißen da weiter, wo sie kurz vor der Pause aufgehört hatten und tauchten vor dem Tor der Bayern auf. Jerome Roussillon stand völlig allein am langen Pfosten und legte quer, Joao Victor verpasst um eine Stollenlänge (46.). Ebenso wachsam wie in der ersten 45 Minuten präsentierte sich VfL-Schlussmann Casteels auch in Durchgang zwei. Coutinho hielt aus 18 Metern drauf, fand allerdings im erneut stark reagierenden Wolfsburger Keeper seinen Meister (53.). Die Wölfe kämpften und zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung. Bester Beweis: Roussillon zeichnete sich mit einer Rettungstat aus. Als Müller eine Flanke am zweiten Pfosten einnicken wollte, kam der Franzose angerauscht und klärte vor dem deutschen Nationalspieler in letzter Sekunde zur Ecke (60.). Die Bayern drückten zunehmend aufs Tor der Wolfsburger, doch die verteidigten mit bemerkenswerter Konsequenz und glaubten daran, aus München etwas mitnehmen zu können. Bei Ballbesitz rückten sie stets mutig mit vielen Akteuren auf, der eingewechselte Weghorst sollte als Joker noch einmal für mehr Torgefahr sorgen (77.). Doch es war der frisch ins Spiel gekommene Zirkzee, der auf der anderen Seite erfolgreich einnetzte. Der Bayern-Youngster zog in der Mitte vor Gnabry ab und überwand erstmals Casteels zur 1:0-Führung (85.). Wenige Minuten später war der gebürtige Stuttgarter Gnabry selbst zur Stelle und traf zum 2:0-Endstand ins Eck (89.)

FC Bayern München: Neuer – Kimmich, Pavard, Alaba, Davies – Müller, Martinez (45. Boateng), Coutinho (83. Zirkzee) – Gnabry, Lewandowski, Perisic

VfL Wolfsburg: Casteels – Roussillon, Brooks, Tisserand, Mbabu – Arnold, Guilavogui, Schlager (57. Gerhardt), Steffen (66. Otavio), Klaus (77. Weghorst), Victor

Tore: 1:0 Zirkzee (85.), 2:0 Gnabry (89.)

Gelbe Karten: Kimmich, Müller / Otavio, Arnold

Zuschauer: 75.000 (ausverkauft) am Samstagnachmittag in der Allianz Arena

Schiedsrichter: Christian Dingert (Burglichtenberg)

Alle Infos zur Partie im Matchcenter

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