Das Team des VfL Wolfsburg jubelt nach einem erzielten Treffer.
23.12.2020
Männer

Gelungener Abschluss

Wölfe schlagen den SV Sandhausen mit 4:0 und ziehen ins Pokal-Achtelfinale ein.

Das Team des VfL Wolfsburg jubelt nach einem erzielten Treffer.

Der VfL Wolfsburg überwintert im DFB-Pokal. Im letzten Pflichtspiel des Jahres 2020 schlug die Elf von Cheftrainer Oliver Glasner den SV Sandhausen am Mittwochabend sicher mit 4:0 (3:0) und löste damit das Ticket für die Runde der letzten 16. Zweimal Wout Weghorst (30./90.+1) sowie Yannick Gerhardt (27.) und Joao Victor (41.) markierten in einem einseitigen Zweitrundenspiel in der Volkswagen Arena die grün-weißen Treffer. Auf wen der VfL in der nächsten Runde (2./3. Februar) trifft, entscheidet sich bei der Auslosung am Sonntag, 3. Januar, im Rahmen der ARD-„Sportschau“. Am selben Tag geht es für den VfL auch in der Bundesliga weiter. Ab 15.30 Uhr gastieren die Wölfe in ihrem ersten Einsatz 2021 dann bei Borussia Dortmund.

Vier Keeper im Kader

Schon vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart waren viele Wölfe verletzt, erkrankt oder Corona-bedingt ausgefallen, nun hatte sich die Personalnot noch verschärft: Da zusätzlich auch John Anthony Brooks und Kevin Mbabu sowie kurzfristig Maxence Lacroix fehlten, stellte sich die letzte Startelf des Jahres fast von allein auf. Neu ins Team kamen Daniel Ginczek, Joao Victor und Jeffrey Bruma, der zuletzt vor gut einem Jahr für Grün-Weiß in einem Pflichtspiel auf dem Platz gestanden hatte. Kurios auch die Besetzung der Einwechselbank: Mit Niklas Klinger und Lino Kasten halfen zwei etatmäßige Torhüter als Feldspieler aus.

Deutlicher Vorsprung zur Pause

Auch wenn Glasner also nicht einmal mehr die Bank vollbekam, so lief das Spiel der Wölfe, die zum 111. Mal in einem DFB-Pokal-Spiel antraten, von Beginn an bemerkenswert flüssig. Nach 13 Minuten kratzte Alexander Rossipal einen ersten Gerhardt-Ball, toll serviert von Ridle Baku, für seinen geschlagenen Keeper von der Linie. Zwei Schüsse Daniel Ginczeks konnte Rick Wulle dann parieren (16./21.), ehe er wenig später doch das erste Mal geschlagen war: Ein abgefälschter Schuss von erneut Gerhardt, der schon im Erstrundenspiel gegen Fürstenwalde zu den Torschützen gezählt hatte, schlug unhaltbar ein (27.). Ein Duseltor zwar, das sich die Grün-Weißen jedoch redlich verdienten, zumal sie das Tempo hochhielten und den Vorsprung direkt ausbauen konnten: Eine Maßflanke Renato Steffens verwertete Weghorst mit einem schulbuchmäßigen Kopfball ins Netz (30.), ehe kurz vor der Pause einer der vielen weiteren Angriffe auch noch zum 3:0 führte. Victor nahm dabei einen Ginczek-Pass auf, zog von rechts in den Strafraum und schlenzte herrlich ins Eck (41.). Es war der Schlusspunkt einer äußerst einseitigen ersten Halbzeit, die der VfL auch noch mit mehr Toren hätte ausgestalten können.

Ridle Baku kämpft um den Ball.

Souverän runtergespielt

Um das Weiterkommen noch zu gefährden, hätten die Wölfe nach Wiederbeginn schon sehr viel verkehrt machen müssen. Das taten sie aber nicht. Nach gut einer Stunde brauchte es zwar eine Rettungstat Steffens, der für den am Boden liegenden Koen Casteels einen Tim-Kister-Schuss vor der Torlinie klärte (64.). Ansonsten aber hatte der Erstligist, auch wenn der Spielfluss durch etliche Auswechslungen auf beiden Seiten zunehmend litt, das Geschehen gegen die wehrhaften, aber überhaupt nicht durchschlagskräftigen Gäste komplett im Griff. Nachdem der eingewechselte Omar Marmoush kurz zuvor fast selbst getroffen hätte (82.), brachte der Nachwuchsstürmer in der Nachspielzeit schließlich noch ein letztes Tor auf den Weg: Yunus Malli und Victor ließen die Chance jeweils aus, ehe dann wieder mal Weghorst parat stand und vollendete (90.+1). In der Höhe verdient mit 4:0 zog der Bundesliga-Vierte damit einen Schlussstrich und verabschiedete sich als Pokal-Achtelfinalist in die kurze Weihnachtspause

„Ein super Auftritt“

Oliver Glasner: Die Spieler haben von der ersten Minute an gezeigt, dass sie das Spiel gewinnen wollen und sich von den schwierigen Bedingungen durch unsere vielen Ausfälle nicht beeindrucken lassen. In der ersten Halbzeit haben wir super nach vorne gespielt, defensiv alles im Griff gehabt und schöne Tore erzielt. Es wären auch noch mehr Treffer möglich gewesen. Auch nach dem Wechsel hatten wir die totale Spielkontrolle. Insgesamt war das wirklich ein super Auftritt. Ich freue mich sehr über dieses Spiel und darüber, dass wir unsere letzte Partie vor Weihnachten so erfolgreich absolvieren konnten.

VfL Wolfsburg: Casteels – Baku, Bruma, Pongracic, Otavio – Steffen (69. Marmoush), Guilavogui (85. Malli), Gerhardt, Victor – Weghorst, Ginczek (74. Bialek)

SV Sandhausen: Wulle – Scheu (74. Bouhaddouz), Röseler, Kister, Rossipal, Contento (46. Paurevic) – Zenga, Biada (46. Halimi), Nartey (66. Linsmayer) – Behrens, Keita-Ruel (46. Esswein)

Tore: 1:0 Gerhardt (27.), 2:0 Weghorst (30.), 3:0 Victor (41.), 4:0 Weghorst (90.+1)    

Gelbe Karten: Bruma, Baku / Contento, Nartey, Esswein

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)

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