VfL Wolfsburg-Spielerin Svenja Huth im Zweikampf mit Barbara Dunst.
19.11.2020
Frauen

Gegner im neuen Gewand

Die VfL-Frauen treffen zum ersten Mal in einem Pflichtspiel auf Eintracht Frankfurt.

VfL Wolfsburg-Spielerin Svenja Huth im Zweikampf mit Barbara Dunst.

Im letzten Hinrunden-Heimspiel in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga treffen die Frauen des VfL Wolfsburg auf einen altbekannten Gegner im neuen Gewand: Zum Auftakt des 10. Spieltags empfängt der Tabellenzweite am morgigen Freitag, 20. November (Anstoß um 19.15 Uhr/live auf Eurosport und Magenta Sport), Eintracht Frankfurt im AOK Stadion. Der ehemalige 1. FFC Frankfurt tritt seit dieser Saison unter dem Dach des Traditionsvereins vom Main an. Bereits in der Saisonvorbereitung standen sich die Wölfinnen und die selbsternannten Adler-Trägerinnen in einem Testspiel gegenüber, das der VfL mit 5:2 für sich entschied. Nach der Pflichtspiel-Premiere geht die Liga dann in eine weitere Pause: Die letzte Abstellungsphase des Jahres steht auf dem Programm.

Ambitionierte Ziele

Den traditionellen Frauenfußball-Standort Frankfurt, der in den Anfangsjahren der eingleisigen Frauen-Bundesliga sogar mit zwei Teams (SG Praunheim, FSV Frankfurt) vertreten war, wieder nach vorne bringen: Es sind ambitionierte Ziele, die man bei der Eintracht mit der Übernahme des 1. FFC Frankfurt verbindet. Dass durch die Champions-League-Reform künftig auch Platz drei für die Teilnahme am internationalen Wettbewerb reicht, kommt diesen Plänen natürlich entgegen. Offen formuliert hat diese Zielsetzung für die Premierensaison zwar niemand. Mit Blick auf die Qualität des Kaders muss man am Brentanobad, wo die Eintracht-Frauen auch weiterhin ihre Heimspiele austragen, aber auch keine kleinen Brötchen backen. Tatsächlich ist Platz drei nach gutem Start aber erst einmal in weite Ferne gerückt: Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den alten Rivalen Potsdam, der sich in der letzten Woche mit 1:0 in Frankfurt durchsetzen konnte. Und zum Hinrunden-Abschluss Mitte Dezember kommt Spitzenreiter FC Bayern München.

VfL Wolfsburg-Trainer Stephan Lerch lacht beim Training der Wölfinnen in die Kamera.

„Haben uns eingeschworen“

Bei den Wölfinnen galt es in dieser Woche, die 1:4-Niederlage in München schnell abzuhaken, um sich der nächsten Aufgabe gegen die Eintracht zu widmen. Die übliche Analyse fiel deshalb nicht aus, sie fand allerdings früher als sonst statt. Und sie förderte auch einige positive Aspekte zutage: In Sachen Ballbesitz und Passgenauigkeit lagen die VfL-Frauen vorne – was die Niederlage natürlich nicht weniger ärgerlich macht. Umso besser, dass es vor der nächsten Liga-Pause noch eine Gelegenheit zur Wiedergutmachung gibt. Wie üblich stand VfL-Cheftrainer Stephan Lerch den Journalisten auch vor dem Frankfurt-Spiel in einer Medienrunde Rede und Antwort. Dabei sprach der Coach unter anderem über…

…die Analyse des Bayern-Spiels: Wir haben uns einige Szenen angeschaut und das Spiel aufgearbeitet. In Sachen Durchschlagskraft und Effektivität waren uns die Bayern voraus, das war natürlich eine zentrale Erkenntnis. Insgesamt haben wir es bis ins Mittelfeld oftmals ganz gut lösen können, allerdings ist es uns zu selten gelungen, in die Tiefe, also in den Rücken der gegnerischen Abwehr zu kommen. Zudem ist noch einmal aufgefallen, dass wir bei allen Gegentoren fleißig mitgewirkt haben.

…die Personalsituation: Im Kader gibt es im Vergleich zum Bayern-Spiel keine Änderungen. Sara Doorsoun trainiert wieder mit der Mannschaft, sie ist auf einem guten Weg. Aber das Spiel kommt eher noch einen Tick zu früh für sie. Fridolina Rolfö ist wieder so weit, dass sie durchaus beginnen kann. Shanice van de Sanden ist noch nicht ganz bei hundert Prozent, aber auch sie ist durchaus eine Option für die erste Elf.

…die Ziele für das Frankfurt-Spiel: Wir haben uns eingeschworen und uns vorgenommen, am Freitag eine Reaktion zu zeigen. Damit meine ich aber nicht, dass wir sie aus dem Stadion schießen müssen, auch wenn ich da natürlich nichts dagegen hätte. Es geht um unseren Auftritt. Wir wollen die angesprochenen Dinge einfach besser machen und mit einem Sieg in die Erfolgsspur zurückkehren.

…den Gegner: Frankfurt ist eine starke Mannschaft, die eine gute Qualität im Kader hat, auch wenn sie aktuell vielleicht etwas hinter den Erwartungen zurückhängt. Sie haben sich sicherlich mehr ausgerechnet und stehen somit auch bereits unter Druck, daher ist es auch für die Eintracht kein leichtes Spiel.

..Eintracht-Torjägerin Laura Freigang: Sie hat schon Erfahrungen in den USA gesammelt und man weiß, dass dort sehr viel Wert auf die Physis gelegt wird. Sie fällt also gerade durch ihre Physis und Dynamik auf. Sie ist eine junge, talentierte Spielerin mit Torjäger-Qualitäten und eine der auffälligsten Akteurinnen im Eintracht-Kader.

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